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Nürburgring und Hockenheim müssen bangen

03. August 2004 - 13:40 Uhr

Trotz langfristiger Verträge sind die Rennen in Hockenheim und auf dem Nürburgring ganz offensichtlich nicht gesichert

Fans auf dem Hockenheimring
Können deutsche Fans bald nur noch zu einem Heimrennen reisen?
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Trotz langfristiger Verträge mit Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone müssen die Verantwortlichen am Nürburgring und in Hockenheim angeblich um das jährliche Gastspiel von Michael Schumacher und Co. bangen. Nach einer Meldung der am Mittwoch erscheinenden Fachzeitung 'auto, motor und sport' soll Ecclestone daran denken, in Deutschland künftig im Wechsel nur noch einen Grand Prix pro Saison durchzuführen. Die Verträge mit Nürburgring (bis 2009) und Hockenheim (2008) würden das nicht ausschließen, schreibt 'ams'.

Wegen des für 2005 geplanten Debüts der Formel 1 in der Türkei vor den Toren Istanbuls könnte der WM-Kalender, der in diesem Jahr die Rekordzahl von 18 Rennen umfasst, noch einmal erweitert werden. Der Automobilweltverband FIA hat auch schon 19 Termine für 2005 geblockt.

Im Concorde Agreement mit den Teams sind aber nur 17 Rennen vorgesehen, die Rennställe erhalten angeblich bereits für den 17. Grand Prix eine halbe Million Dollar extra von Ecclestone. Ab dem 18. Rennen muss er angeblich den vier Top-Teams jeweils drei, den drei nächstplatzierten jeweils zwei und den beiden letzten Teams jeweils eineinhalb Millionen Dollar für jeden Grand Prix zahlen. Diese Zusatzkosten in Höhe von 22,5 Millionen Dollar müssten zum Teil von den Veranstaltern aufgebracht werden, denen sonst die Streichung aus dem Kalender droht.

In Imola, Spitzenreiter auf der Streichliste, soll es bereits entsprechende Bestrebungen geben, das Geld zu beschaffen. Bei den beiden deutschen Rennen, die in dieser Saison trotz der Millionen-Investitionen der letzten Jahre erneut einen Zuschauerrückgang zu beklagen hatten, könnte es dagegen schwer werden, noch mehr Geld als die übliche Ecclestone-Antrittsgage in zweistelliger Millionenhöhe aufzutreiben.

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