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Freies Training: Zwei Unfälle in nur 13 Minuten

28. August 2004 - 11:12 Uhr

Nach zahlreichen Verschiebungen wurde am Samstagmorgen nur 13 Minuten gefahren, dann krachte es gleich zweimal

Regen in Spa-Francorchamps
Der Regen war heute Vormittag in den belgischen Ardennen Spielverderber
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Freien Trainings am Samstagmorgen sind normalerweise die letzte Gelegenheit für die Teams, an der Abstimmung der Fahrzeuge zu arbeiten, doch das verrückte Ardennen-Wetter machte dem heute einen Strich durch die Rechnung: Wegen anhaltenden Regens und schlechter Sicht konnte der Rettungshubschrauber nicht starten, folglich verkamen die Sessions zur Farce.

Immer wieder verschob die Rennleitung den Beginn um 15 Minuten, ehe dann das dritte Freie Training komplett abgesagt werden musste. Um 10:45 Uhr ging es dann doch endlich los, es blieben jedoch nur noch mickrige 15 Minuten Restzeit bei nach wie vor klitschnasser Fahrbahn - und selbst die konnten nicht ausgefahren werden. Zwei Unfälle von Antonio Pizzonia (BMW-Williams) und Gianmaria Bruni (Minardi-Cosworth) verursachten einen frühzeitigen Abbruch nach 13 Minuten.

Wie schwierig die Verhältnisse waren, musste selbst "Regenmeister" Michael Schumacher feststellen, der sich mit seinem Ferrari einmal abseits der Strecke bewegte. Auch Toyota-Routinier Olivier Panis wurde von uns im Kiesbett gesehen, der Franzose konnte sich aber geschickt zurück auf die Strecke retten. Abgesehen davon passierten zahlreiche Ausritte und Zwischenfälle, die nicht alle von den TV-Kameras eingefangen wurden.

Bestzeit fuhr Rubens Barrichello (Ferrari) in 1:57.058, gefolgt von Teamkollege Schumacher (+ 0,821), der lange in Führung lag, Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes/+ 0,890), Giancarlo Fisichella (Sauber-Petronas/+ 1,053), David Coulthard (McLaren-Mercedes/+ 1,349) und Felipe Massa (Sauber-Petronas/+ 1,779). Reifenseitig schien Bridgestone bei diesen Bedingungen leichte Vorteile gegenüber Michelin zu haben.

Einige Piloten, darunter auch BAR-Hondas Jenson Button (7./+ 2,097) wechselten am Ende noch von den Extremwetterreifen auf normale Regenreifen, mussten aber feststellen, dass dies ein massives Risiko mit sich bringt. Dennoch war es wichtig, ein wenig zu experimentieren, um für das Vor-Qualifying gerüstet zu sein, schließlich konnte bisher an diesem Wochenende in Spa-Francorchamps nicht im Regen getestet werden.

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