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Schnappt Coulthard Heidfeld das Williams-Cockpit weg?

30. Juli 2004 - 10:53 Uhr

Aus England ist zu hören, dass David Coulthard ein heißer Kandidat auf das Williams-Cockpit an der Seite von Webber ist

David Coulthard
Coulthard steht angeblich hoch im Kurs bei Williams, Sauber und Jaguar...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das McLaren-Mercedes-Team trennt sich nach neun Jahren (!) von David Coulthard, auch wenn man dem Schotten einen Platz als Testfahrer angeboten hat. Das Team von Ron Dennis hat natürlich seine Gründe, warum man den Schotten durch BMW-Williams-Pilot Juan-Pablo Montoya ersetzt. Coulthard, der sich in der Regel hinter seinen Teamkollegen Mika Häkkinen und Kimi Räikkönen anstellen musste, blieb jedoch nicht unbegründet eine so lange Zeit bei den "Silbernen".

In den Augen vieler Fans ist David Coulthard die ewige Nummer 2, ein Fahrer, der immer wieder ankündigt, dass er Weltmeister werden kann, dem man diese Ankündigung jedoch nicht mehr abnimmt. Vielleicht fehlt dem 33-Jährigen wirklich das gewisse Etwas, um die Weltmeisterschaft gewinnen zu können, aber der Schotte verfügt auch über einige Qualitäten, die ihn für Teams interessant machen. So soll sich nicht nur das Jaguar-Team für seine Dienste interessieren.

Auch BMW-Williams, so ist aus England zu hören, könnte sich "DC" gut als Teamkollegen von Mark Webber vorstellen. Teamchef Frank Williams möchte unbedingt einen Fahrer, der über viel Erfahrung verfügt, dies wäre beim 33-Jährigen definitiv der Fall. Zudem kennt man sich, 1994 und 1995 ging der Rennfahrer aus Twynholm für das Williams-Team an den Start. David Coulthard versprach seinen Fans jedenfalls, dass er kommendes Jahr in einem "konkurrenzfähigen Auto" sitzen wird...

Adrian Sutil Wenn es um das Gehalt geht, dürften sich Coulthard und Williams einig werden, denn der Schotte hat klar gemacht, dass er genügend Geld verdient hat, um sich nun für wenig Geld ein konkurrenzfähiges Auto zu sichern. Hinzu kommt der unbestrittene Sympathie-Bonus - mit seinem immer freundlichen und seriösen Auftreten hat sich Coulthard in der Formel 1 viele Freunde gemacht.

Neben Jacques Villeneuve scheint für das BMW-Williams-Team die einzige probate Alternative - neben einigen "Notlösungen" wie Anthony Davidson oder den Testfahrern des Teams - Jordan-Pilot Nick Heidfeld zu sein, der vor dem Deutschland-Grand-Prix eigentlich schon für Williams hätte testen sollen, wenn Teamchef Eddie Jordan keinen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.

Britta Weddige
Im Kampf um das Williams-Cockpit scheint der Mönchengladbacher im Moment aber im wahrsten Sinne des Wortes etwas blass auszusehen: "Nick hat ein echtes Image-Problem. Man muss sich nur einmal anschauen, wie es wirkt, wenn er durch das Fahrerlager läuft", so ein Insider gegenüber 'F1Total.com'. Seltsam die Aussage von BMW-Motorsportdirektor Dr. Mario Theissen, Nick Heidfeld wäre lediglich eine Option für die Saison 2004, kurze Zeit später ist der 27-Jährige dann plötzlich doch wieder ein Thema für 2005.

Sven Haidinger
Sollte sich die Chance bei BMW-Williams in Luft auflösen, müsste sich Nick Heidfeld nach einer Alternative umsehen. Die absolute Notlösung wäre es, einen neuen Vertrag bei Jordan zu unterschreiben. Das könnte sogar durchaus interessant sein, wenn der Rennstall wie spekuliert nach Dubai verkauft wird. Ansonsten gibt es für Heidfeld kaum noch Möglichkeiten.

Kurios: Teamchef Peter Sauber, der Giancarlo Fisichella schon nach einer Saison wieder verlieren wird, steht plötzlich ohne einen guten Entwickler da. Der Schweizer meint, dass Heidfeld auf jeden Fall auf seiner Liste möglicher Kandidaten stehen müsse, er aber auf der anderen Seite ein Problem hätte, seinen Sponsoren zu erklären, dass er einen Fahrer, dem er vor einem Jahr den Laufpass gegeben hat, wieder zurückholen möchte.

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