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Ferrari: F3000-Star Liuzzi im Visier - Vertrag mit Alonso?

28. Juli 2004 - 13:26 Uhr

Ein Schumacher-Rücktritt ist noch nicht absehbar, dennoch scheint Ferrari die Weichen für die Zeit nach Schumacher zu stellen

Liuzzi und Horner
Vitantonio Liuzzi im Gespräch mit Teamchef Christian Horner
© Arden International

(Motorsport-Total.com) - Einem Bericht des 'Independent' zufolge hat Ferrari-Rennleiter Jean Todt ein Geheimtreffen mit Formel-3000-Star Vitantonio Liuzzi abgehalten. Der Franzose soll dem Italiener eine Rolle als Testfahrer für die Saison 2005 angeboten haben - mit der Chance, eines Tages zum Stammfahrer aufzusteigen. Liuzzi, der die Fahrerwertung der Formel 3000 anführt, müsste sich dann wohl langfristig an die "Roten" binden. Der am 6. August 1981 in Pescara geborene Rennfahrer dominiert die Formel 3000, gewann in bester Schumacher-Manier sechs der bisher sieben Rennen.

Dass sich Ferrari nach neuen Talenten umsucht, ist logisch. Stammtestfahrer Luca Badoer ist zweifelsohne ein guter Testfahrer, aber sein Speed ist nicht auf dem Niveau eines Rubens Barrichellos. Auch Luciano Burti wird von Ferrari nicht befördert werden. Mit Sauber-Pilot Felipe Massa besitzt man eine Vereinbarung, doch der Brasilianer hat sich in diesem Jahr im Vergleich zu Giancarlo Fisichella nicht übermäßig positiv aus der Affäre gezogen.

Michael Schumacher persönlich ist von den Leistungen Vitantonio Liuzzis begeistert. Als sich der Kerpener auf seiner eigenen Kartstrecke im Rahmen eines Laufes zur Kart-Weltmeisterschaft im Jahre 2001 austobte, da war es der ehemalige italienische Kartmeister, der ihn auf der Strecke bezwang. Besonders die Reife, mit der der Italiener Rennen fährt, scheint Ferrari zu begeistern.

Interessant ist, dass Liuzzi von 'Red Bull' gefördert wird und im Sauber-Team ein Kandidat für das Cockpit von Giancarlo Fisichella ist. Ähnlich wie Felipe Massa könnte Liuzzi also bei Sauber sein Formel-1-Debüt geben und nebenher für Ferrari den einen oder anderen Test bestreiten. Interessant wäre die Fahrerpaarung für Ferrari auch deshalb, weil man Felipe Massa und Vitantonio Liuzzi direkt aneinander messen könnte.

Unterdessen ging in Hockenheim das Gerücht um, Ferrari habe eine Option auf Fernando Alonso erworben. Angeblich kann man sich die Dienste des Renault-Stars schon für die Saison 2006 sichern, sollte sich Michael Schumacher ein Jahr früher (die Verträge beider Fahrer laufen bis 2006) für einen Rücktritt entscheiden. Dass dieses Abkommen zu einem fliegenden Wechsel mit Rubens Barrichello führen könnte, schließen Insider aus. Fernando Alonso schätzt Michael Schumacher sehr, aber er möchte keine "Nummer 1b" neben dem Superstar sein.

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