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'AMD' und Ferrari entwickeln Aerodynamik-Simulation

23. Juli 2004 - 17:49 Uhr

Gemeinsam entwickeln 'AMD' und Ferrari eine Computerlösung für neuartige Aerodynamik-Simulationen

Fotografen vor der Ferrari-Box
Ferrari will auch in Zukunft einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz haben
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - 'AMD' gab am Donnerstag bekannt, dass sich Ferrari für den Einsatz eines Server-Clusters mit 'AMD'-Opteron-Prozessoren mit "Direct-Connect"-Architektur entschieden hat. Der neue Supercomputer soll bei Forschungs- und Entwicklungsarbeiten über das aerodynamische Verhalten von Rennfahrzeugen genutzt werden und dort für weitere Leistungssteigerungen sorgen. Die Server repräsentieren die leistungsfähigste Computerlösung, die sich jemals bei Ferrari im Einsatz befand und sind das jüngste Ergebnis der dreijährigen Formel-1-Zusammenarbeit mit 'AMD' als Technologiepartner.

"Damit wir uns weiterhin an der Spitze des Wettbewerbs behaupten können, setzen wir ausschließlich auf die besten Technologien und Produkte," so Ross Brawn, Technischer Direktor von Ferrari. "Aufgrund der hohen Rechenleistung des 'AMD Opteron'-Prozessors können wir mit komplexeren Rechenmodellen arbeiten und bei der Simulation mehr Parameter als bisher berücksichtigen."

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Die Server mit 'AMD Opteron'-Prozessoren sind für das Ferrari-Ingenieurteam ein entscheidendes Forschungswerkzeug zur Weiterentwicklung von Rennfahrzeugen unter Berücksichtigung neuer aerodynamischer Modelle. Für die Leistung eines Rennfahrzeugs ist das aerodynamische Verhalten von entscheidender Bedeutung, allerdings gehören aerodynamische Simulationen auch zu den schwierigsten Aufgaben der Fahrzeugentwicklung und verlangen höchste Rechenleistung.

"Die IT-Anforderungen aller Abteilungen des Ferrari-Rennsportteams zu erfüllen ist eine große Herausforderung," so Antonio Calabrese, Chef der Abteilung Informationssysteme. "Unterschiedliche Anforderungen an die Rechenleistung, der Einsatz vielfältiger Anwendungsprogramme und bestimmte Mobilitäts-ansprüche verlangen eine stabile und dennoch flexible Rechnerplattform."

Die neueste Lösung des Rennsportteams ist im Hauptsitz von Ferrari in Maranello installiert und besteht aus mehreren hundert Computer-Nodes, die mit dem Betriebssystem Linux arbeiten. Ferrari verspricht sich weitere Fortschritte speziell auf dem Gebiet der computergestützten Strömungsberechnung (Computational Fluid Dynamics, CFD), die bei Aerodynamik- und Windkanaltests von großer Bedeutung ist.

"In enger Zusamenarbeit mit Ferrari haben wir eine geeignete Lösung entwickelt, die die Anforderungen des Formel-1-Weltmeisterschaftsteams hinsichtlich Rechenleistung, Stabilität und Zuverlässigkeit am besten erfüllt," so Gianluca Degliesposti, Director, Server and Workstation Sales and Business Development für 'AMD', 'EMEA'. "Aufgrund der Erfahrungen, die wir bei der gemeinsamen Entwicklung dieser Computerlösung gewonnen haben, können wir in neue kommerzielle Bereiche vordringen, in denen anspruchsvolle computergestützte Strömungsberechnungen absolut notwendig sind. Dazu gehören zum Beispiel die Automobilbranche sowie die Luft- und Raumfahrt."

Ferrari erwartet unmittelbare Vorteile. Die Server bewältigen mehrere Milliarden Fließkomma- Berechnungen pro Sekunde und stellen Ferrari die Rechenleistung zur Verfügung, die der Rennstall benötigt, um mit den besonders kurzen Entwicklungszyklen Schritt halten zu können.