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Sam Michael: "Dürfen jetzt nicht aufgeben"
Der technische Direktor von Williams über die Disqualifikation von Juan-Pablo Montoya beim USA-Grand-Prix

(Motorsport-Total.com) - Für den kürzlich neu einberufenen technischen Direktor des Williams-Teams, Sam Michael, hätte der Einstand in seiner neuen Rolle im Team kaum unglücklicher verlaufen können. Erst die doppelte Disqualifikation der beiden Autos in Kanada wegen illegaler Bremskühlöffnungen, dann der schwere Unfall von Ralf Schumacher in Indianapolis sowie die erneute Disqualifikation von Montoya wegen zu späten Wechselns in das Ersatzauto.
Gerade die letzten beiden Rennen haben das Team viele wertvolle Punkte gekostet. Zur Halbzeit der Saison 2004 hat der britisch-deutsche Rennstall lediglich 36 WM-Punkte auf dem Konto, fast nur ein Viertel der Zähler, die das Weltmeisterteam Ferrari bereits eingefahren hat. "Es liegt nur an Fehlern, dass wir bisher keine Punkte eingefahren haben", erklärt Sam Michael gegenüber der 'Autosport'. "Das Auto wird besser, aber wir müssen weiter Gas geben, um wieder an die Spitze zu kommen."
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In Indianapolis wurde Montoya disqualifiziert, weil man gezwungen war, kurzfristig in das Ersatzauto zu wechseln, nachdem der Anlasser im Einsatzauto nicht funktionierte. Dabei verpasste man die Frist von 15 Sekunden vor dem Start der Einführungsrunde: "Juan-Pablo hat diese Zeit um rund zwei Sekunden verpasst und jemand hat gesagt, dass es rund acht Sekunden waren, als er bei der Boxenmauer war. Zu dieser Zeit war so viel los, dass ich mir nicht sicher war, ob er es geschafft hat oder nicht."
Einige Experten kritisierten die späte Disqualifikation des 28-Jährigen, doch der Australier sieht das nicht so eng: "Für uns ist die große Enttäuschung natürlich die Tatsache, dass wir kein Ergebnis eingefahren haben. Für mich macht es dann keinen Unterschied, ob die Entscheidung der Rennleitung in der ersten oder in der 70. Runde gefällt wird - es ist einfach enttäuschend, nicht erneut in die Punkte gekommen zu sein."
Ihr
Nach dem ganzen Pech aber auch Unvermögen der letzten Rennen hat das Team nun noch eine halbe Saison Zeit, das Blatt zu wenden: "Das Schlimmste, was man tun kann, ist aufzugeben. Wir haben immer noch die Absicht, unsere Leistung zu verbessern. Auch wenn wir nicht gut genug waren, um Ferrari zu schlagen, war unsere Leistung in den letzten paar Rennen anständig und das ist für uns ein wenig ermutigend."










