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Ferrari auch in Sachen TV-Präsenz Spitze

25. Juni 2004 - 11:48 Uhr

Eine neue Studie belegt, wie wichtig sportliche Erfolge für ein Team und deren Sponsoren in der Formel 1 sind

TV-Kamera
Die Kamerapräsenz entscheidet mit über die Höhe der Sponsorenverträge
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Flaute ist jedes Unternehmen bemüht, Werbeausgaben so effektiv wie möglich zu gestalten, wenn dafür überhaupt noch Budget vorhanden ist. Gerade die kleinen Teams, die selten im Fernsehen zu sehen sind, tun sich schwer, ausreichend hoch dotierte Werbeverträge abzuschließen.

Für Teams wie Jordan oder Minardi zählt jede Sekunde, in der die eigenen Autos über die TV-Schirme flimmern. Aus diesem Grund ist es auch verständlich, dass die Teamchefs Eddie Jordan und Paul Stoddart nur ungern auf den Wegfall des Einzelzeitfahrens im Qualifying verzichten möchten und jeder Ausfall gleich doppelt schmerzt.

Dies zeigt auch Einblick in die Statistik des Marktforschungsunternehmens 'Margaux Matrix', das die TV-Präsenz aller Teams während den ersten drei Grand-Prix-Wochenenden genau analysiert hat. So können Jordan und Minardi dank des derzeitigen Qualifying-Modus am Samstagnachmittag einigermaßen mit der TV-Präsenz von Ferrari mithalten, wohingegen gerade Minardi in der Berichterstattung während und nach dem Rennen dramatisch abfällt.

Spitzenreiter der Präsenz im Qualifying während der drei ersten Rennen der Saison 2004 war das Renault-Team mit 1.233 Sekunden. Auf dem zweiten Platz rangiert Williams mit 1.097 Sekunden vor Jaguar mit 1.078, McLaren mit 883 sowie Ferrari mit 809 Sekunden. Das Schlusslicht bilden Minardi mit 528 sowie Jordan mit 266 Sekunden.

Ganz anders hingegen das Bild im Rennen, das sich dank der Dominanz von Ferrari zugunsten der "Roten" entwickelt. Mit 2.187 Sekunden genießen die Italiener die Pole Position vor Renault mit 1.945, Williams mit 1.324, McLaren mit 857 und BAR mit 841 Sekunden. Das Schlusslicht bilden auch hier Jordan und Minardi, wobei die "Gelben" mit 167 Sekunden noch etwas besser dastehen als Minardi mit katastrophalen 12 Sekunden TV-Präsenz.

Nach dem Rennen dominiert Ferrari mit 3.438 Sekunden vor BAR mit 1.200, Williams mit 872 und Renault mit 675 Sekunden. Alle anderen Teams konnten wegen ausbleibender Erfolge gar nicht oder nur sehr wenig positiv ihre Sponsoren zur Show stellen.

In der Summe liegt damit Ferrari mit 6.434 Sekunden vor Renault mit 3.853 Sekunden sowie Williams (3.293 Sekunden), BAR (2.809 Sekunden), McLaren (1.740 Sekunden), Jaguar (1.642 Sekunden) Toyota (1.016 Sekunden), Sauber (675 Sekunden), Minardi (540 Sekunden) und Jordan (433 Sekunden).