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FIA wehrt sich gegen Fahrer-Kritik

23. Juni 2004 - 13:29 Uhr

Die FIA wehrt sich gegen die Kritik, die Rettungsmaßnahmen in Indianapolis hätten zu lange auf sich warten lassen

Ralf Schumacher
Nach Ansicht der FIA waren die Ärzte ausreichend schnell bei Ralf Schumacher
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Der Automobilweltverband FIA hat seine Erste-Hilfe-Maßnahmen nach dem Unfall von Formel-1-Pilot Ralf Schumacher beim Großen Preis von Indianapolis am Sonntag verteidigt. "Das Safety Car, der Krankenwagen und die Erste-Hilfe-Wagen sind von der Rennaufsicht ohne Verzögerung rausgeschickt worden", erklärte ein FIA-Sprecher am Mittwoch und wies damit Kritik aus dem Fahrerfeld zurück, die Rettungskräfte hätten zu lange gebraucht, um am Unfallort zu sein.

Schumachers Kollege David Coulthard als einer der Direktoren der Fahrergewerkschaft 'GPDA' hatte die lange Wartezeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte am Dienstag als "schockierend" bezeichnet und eine Untersuchung gefordert. Beobachter sahen die ersten medizinischen Helfer erst nach mehr als drei Minuten beim BMW-Williams.

Dem widerspricht die FIA. "Die Notfallhelfer sollen innerhalb von zwei Minuten am Unfallort sein. Das war der Fall", sagte der Sprecher: "Den Streckenposten und dem nicht-medizinischen Personal ist es nun mal nicht erlaubt, den Fahrer nach einem Unfall zu berühren. Sie müssen auf die Ärzte warten."

Ralf Schumacher hatte am Sonntag in der 10. Runde bei Tempo 300 in der Steilkurve wegen eines Reifenschadens hinten links die Kontrolle über sein Auto verloren und war in die Betonmauer gekracht. Dabei erlitt er einen Bluterguss am Rücken und eine schwere Gehirnerschütterung.

Auch die Äußerungen, das Rennen hätte nach Schumachers Crash abgebrochen werden müssen, wies die FIA zurück: "Die Rennleitung war in ständigem Kontakt mit dem Safety Car und die haben gemeldet, dass die Trümmer gut zu entfernen seien."

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