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Stoddart: "Reden begleicht keine Rechnungen"

24. April 2004 - 19:20 Uhr

Minardi-Teamchef Paul Stoddart begrüßt die neuen Regelvorschläge, bezweifelt jedoch, dass die Diskussionen fruchtbar sein werden

Paul Stoddart, Minardi-Teamchef
Paul Stoddart ist skeptisch, dass die Formel 1 sich ändern wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die von der FIA gemachten Regelvorschläge für die Saison 2008 stoßen gerade bei den kleinen Teams auf große Gegenliebe, so auch bei Minardi-Teamchef Paul Stoddart. Doch der Australier äußerte sich skeptisch, ob die geplanten Gespräche in Monaco zu einem Ergebnis führen werden, das mit den geplanten Änderungen noch etwas Gemeinsames hat.

"Es sollte so ablaufen wie bei einer Papstwahl", wird Stoddart von der 'BBC' zitiert. "Man sollte alle in einen Raum stecken und die Türen verrammeln. Und solange kein weißer Rauch aus dem Schornstein kommt, darf niemand gehen. Nur so kann man da etwas erreichen. Wir reden bereits seit drei Jahren über die Dinge, aber bisher ist nichts passiert."

Paul Jackson Für den Australier wurden bereits genug Treffen und Diskussionen veranstaltet, die ohne Wirkung verhallten, sodass er Zweifel an der Umsetzung der Reformen anmeldet. "Es ist einfach traurig, dass wir wieder eine Diskussion haben werden, in der wir darüber diskutieren, was wir eigentlich schon diskutiert haben."

"Wir kommen einer Lösung für alle Probleme in der Formel 1 näher, und hoffentlich werden die Treffen in Monaco dazu etwas beitragen, aber ich habe da meine Zweifel", so Stoddart, dem die letzten Jahre einiges gelehrt haben. "Es dauert lange, bis etwas entschieden wird. Und wenn du denkst, es wurde etwas entschieden, dann ändert sich wieder alles."

John Howett "Es ist nun an der Zeit, dass die Leute selbst aufwachen, sich hinsetzen und die Probleme lösen, anstatt nur so zu tun", so Stoddart deutlich. "Aber bisher ist es nur eine Agenda, Vorschläge zur Diskussion. Wir müssen die ersten Gespräche abwarten und hoffentlich ergibt sich ein Kompromiss, es gibt immer einen. Dann werden wir technische Regeln für 2008 aufstellen."

Ein gewisses Maß an Ungeduld und Skepsis kann man Paul Stoddart nicht übelnehmen. In letzter Zeit musste er immer wieder Niederschläge einstecken. Erst der 'Fighting Fund', der kleine Teams unterstützen sollte, aber in dieser Form nie kam. Später die preiswerten Kundenmotoren, auf die der Australier heute noch wartet. "Reden begleicht keine Rechnungen. Ich bin das Reden satt, Taten müssen nun kommen."

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