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Sid Watkins ist nicht zu stoppen

25. April 2004 - 10:40 Uhr

Formel-1-Arzt Sid Watkins kann sich nicht zurückhalten, daran ändern auch Gesetze, die ihn einschränken sollen, nichts

Prof. Dr. Sid Watkins
Prof. Dr. Sid Watkins wird auch weiterhin jedem Fahrer schnell helfen
© Imago

(Motorsport-Total.com) - Professor Sid Watkins ist aus der Formel 1 nicht mehr wegzudenken. Seit Ende der 70er Jahre kümmert sich der Hirnchirurg um die medizinischen Belange der Königsklasse. Der damalige Brabham-Teamchef Bernie Ecclestone brachte den Engländer zu seiner jetzigen Aufgabe. Dabei ist das Helfen im Falle eines Unfalls weit schwieriger als man denken könnte.

Die Gesetzeslage ist kompliziert. Sollte Watkins bei einem Unfall einem Fahrer unmittelbar helfen und dieser würde trotz aller Maßnahmen versterben, so könnte Anklage wegen Totschlags erhoben werden. Eine absurde Situation, aber Watkins ist sich dieser Lage bewusst, doch seine ärztliche Ethik steht über dieser Regelung.

"Es ist verrückt, aber ich bin mir dieser Situation bewusst", wird Watkins vom 'Sunday Mirror' zitiert. "Wir (die offiziellen Ärzte der FIA; d. Red.) sind in der gleichen Position wie ein Arzt im Urlaub, der nach einem Autounfall einem Verletzten helfen will. Die FIA-Ärzte sollen nur assistieren und den lokalen medizinischen Einsatzkräften Ratschläge geben."

"Ich wurde dafür kritisiert, dass ich in der Vergangenheit zu schnell eingegriffen habe, aber man kann doch nicht einfach nur rumstehen", erklärte er weiter. "Als Martin Donnelly seinen furchtbaren Unfall hatte (Jerez 1990; d. Red), hatten die lokalen Ärzte nichts weiter zu tun, als ihn mit dem Fuß anzuschubsen, um zu sehen, ob er noch lebt. Das Gesetz wird mich also nicht abhalten, aber die Problematik ist mir bewusst."

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