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Ralf Schumacher: "BAR im Moment klar stärker als wir"

24. April 2004 - 19:09 Uhr

BMW-Williams-Pilot Ralf Schumacher glaubt, dass sein ehemaliger Teamkollege das Rennen in Imola gewinnen kann

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher: Schon wieder ist der Teamkollege schneller
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Jenson Button war es, der in der Saison 2000 Ralf Schumacher bei BMW-Williams als Formel-1-Neuling unter Druck setzte. Doch wer hätte damit gerechnet, dass der smarte Brite in dieser Saison den beiden BMW-Williams-Piloten die Show stiehlt? Fakt ist, nach den ersten drei Rennen der Saison rangiert "Jim Knopf" mit 15 WM-Punkten hinter beiden Ferrari-Piloten auf dem dritten Rang und ist damit derzeit auf dem Papier der härteste Widersacher für den Weltmeister.

Das hatte man sich bei BMW-Williams nicht so vorgestellt, denn vor der Saison erklärte man die WM-Titel zum Saisonziel, alles andere sei eine Enttäuschung. Kein Wunder also, dass man über die im Winter unglaublich erstarkten BAR-Honda nicht gerade begeistert ist: "Das ist auf der einen Seite gut, weil wir sehen, dass Ferrari nicht unschlagbar ist. Auf der anderen Seite ist es sehr enttäuschend, weil es eigentlich wir sein wollten und sollten, die mit Ferrari um den Sieg kämpfen", erklärt Ralf Schumacher auf seiner Internetseite.

Christian Nimmervoll
Dass Jenson Button im Qualifying seine erste Pole herausfuhr, kam für den Kerpener nicht überraschend: "Mich hat ja am Donnerstag keiner gefragt, und von alleine wollte ich nicht davon anfangen, aber einer meiner ersten Gedanken hier in Imola war, dass es das Wochenende von BAR werden könnte. Und nach dem heutigen Tag kann ich einen Schritt weiter gehen: Unter bestimmten Umständen kann Jenson das Rennen sogar gewinnen!", glaubt Ralf Schumacher.

Mit Jenson Button verstand sich Ralf Schumacher während der gemeinsamen Zeit bei BMW-Williams hervorragend, da kann man auch mal eine Gratulation in das Lager der Konkurrenz schicken: "Kompliment an BAR - die sind im Moment klar stärker als wir. Und Glückwunsch an Jenson Button zu seiner ersten Pole."

Beim 28-Jährigen lief es im Qualifying nicht so gut, er musste sich zum vierten Mal in dieser Saison seinem Teamkollegen geschlagen geben und landete damit auf dem fünften Rang: "Das soll nicht heißen, dass ich das morgige Rennen schon abgeschrieben habe. Ganz im Gegenteil: Ich denke, dass mein Auto gut vorbereitet ist, und dass auch die Strategie passt. Auf jeden Fall habe ich das Podium ins Visier genommen."

"So in zwei Rennen", schätzt Ralf Schumacher, kann BMW-Williams wieder um Siege fahren. Das Team werde jedenfalls alles dafür geben, versichert der Deutsche: "Wir werden nicht aufgeben - ich werde weiterhin die meiste Zeit beim Testen verbringen und Frank Williams wird weiterhin im Windkanal schlafen, damit das Auto wieder konkurrenzfähig wird."

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