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Imola-Qualifying: Erste Pole für Button und BAR

24. April 2004 - 15:15 Uhr

Button und Schumacher in der ersten Reihe, Montoya Dritter vor Barrichello - und McLaren-Mercedes wieder schwer geschlagen

Jenson Button
Bravo, Jenson! Zum ersten Mal steht 2004 nicht Schumacher auf der Pole...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei annähernd 30 Grad Außentemperatur und sonnigem Wetter im Ferrari-Autodrom in Imola rechnete alles mit der vierten Pole dieser Saison für Michael Schumacher, doch am Ende kam alles anders: Jenson Button sicherte sich den ersten Startplatz mit einer bemerkenswerten Runde - zum ersten Mal für ihn und sein Team.

Im ersten Teil der Qualifikation hatten noch die BMW-Williams-Piloten die Nase vorne, in der Entscheidung lief dann aber doch alles auf den programmierten Zweikampf zwischen Schumacher und Button hinaus. Der spätere Polesetter legte als 16. von 20 Startern eine Zeit von 1:19.753 vor, die schnellste des Wochenendes, und legte den Grundstein für den Erfolg mit einem überragenden letzten Sektor, in dem er der Konkurrenz gleich mehrere Zehntel abnahm.

Ferrari-Lokalmatador Michael Schumacher lag fast eine Minute lang auf Pole-Kurs, kam dann in der 'Variante Alta' aber mit zwei Rädern auf die Wiese und verlor dort die entscheidenden Zehntel. Platz zwei ist angesichts dieses Schnitzers noch recht positiv, ob es für ganz vorne gereicht hätte, wäre der Fehler nicht passiert, bleibt aber Spekulation. Jedenfalls setzte er sich wieder um gut 0,4 Sekunden gegen seinen Teamkollegen Barrichello (4.) durch.

Montoya im zweiten Heat langsamer, damit nur Dritter

Juan-Pablo Montoya erreichte im Haupt-Qualifying nicht mehr die Zeit aus der ersten Session, die für Platz zwei gereicht hätte, und landete so - allerdings nicht unzufrieden - auf dem dritten Platz. BMW-Williams hat in der Pause scheinbar ein paar Liter Benzin nachgetankt und ist für das morgige Rennen daher sicher nicht vom Tisch. Ralf Schumacher rundete als Fünfter mit einer durchschnittlichen Runde ein alles in allem positives Teamergebnis ab. Insider

Solide, aber nicht spektakulär waren die Renault-Piloten unterwegs: Fernando Alonso schaffte den sechsten Platz, allerdings schon mit Rückstand von mehr als einer Sekunde, und Jarno Trulli wurde Neunter. Zwischen das Duo schoben sich noch Takuma Sato (BAR-Honda/+ 1,160) und Jaguar-Speerspitze Mark Webber (+ 1,168). Cristiano da Matta im Toyota komplettierte dank einer guten Runde ohne Fehler die Top 10.

Eine weitere herbe Niederlage musste heute Nachmittag McLaren-Mercedes einstecken. Zwar blieb Coulthard mit gut 1,3 Sekunden Rückstand als Elfter in etwa im Rahmen seiner Möglichkeiten, doch Kimi Räikkönen konnte aufgrund von technischen Problemen nur seine Aufwärmrunde absolvieren und musste dann zurück an die Box kommen. Weil sein Motor gewechselt werden muss, blüht ihm morgen wieder ein Startplatz ganz hinten.

Neben Räikkönen auch Fisichella ohne Zeit

Ohne Zeit blieb auch Giancarlo Fisichella, der seinen Sauber-Petronas in der ersten Session noch völlig überraschend auf den sechsten Platz gepeitscht hatte. Der Italiener ging gar nicht erst auf die Strecke, die Mechaniker mussten den Unterboden abmontieren. Als Zwölfter rettete Felipe Massa zumindest halbwegs die Ehre der Schweizer. Hinter Massa landeten mit mäßigen fahrerischen Leistungen Olivier Panis (Toyota/+ 1,805) und Christian Klien (Jaguar-Cosworth/+ 2,196).

Den Kürzeren im internen Jordan-Stallduell zog diesmal Nick Heidfeld - als 16. blieb er gut eine Zehntel hinter Pantano zurück. Rang 17 ging an Minardi-Lokalmatador Gianmaria Bruni, der kurioserweise auf seiner Aufwärmrunde am Teamkollegen Baumgartner (mit Motorwechsel) vorbeigehen musste, der sich nach einem Dreher noch auf seiner fliegenden Runde befand. Den Minardis fehlten wieder mehr als sieben Sekunden auf die Spitze.

Für das Rennen deutet nun alles auf einen Zweikampf zwischen Button und Schumacher hin, wobei die Wettervorhersage nichts Gutes verheißt - es könnte morgen durchaus regnen, was dem Vorjahressieger aus Kerpen sicher in die Hände spielen würde. Viel wird sicher vom Start und von der Strategie abhängen, weil man aufgrund der vielen Schikanen in Imola kaum überholen kann. Fest steht, dass es die Roten nicht so leicht haben werden wie bisher...

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