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Alonso: Renault wird überschätzt

23. März 2004 - 12:05 Uhr

Fernando Alonso warnt davor, Renaults Leistungsfähigkeit zu überschätzen, noch liege man klar hinter der Spitze zurück

Fernando Alonso
Fernando Alonso treibt sein Team an - nur nicht zurücklehnen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bescheidenheit ist eine Tugend. Das denkt sich vermutlich auch Renault-Pilot Fernando Alonso. Noch gegen Ende der letzten Saison äußerten sich vermeintliche Experten ohne viel Optimismus zu Renault. Die Schwachstelle Motor solle sich 2004 noch stärker auswirken als im Vorjahr, insgesamt sei das Team technisch zu schwach aufgestellt.

Doch nach den ersten beiden Saisonrennen lässt sich ein anderes Resümee ziehen. Fernando Alonso und Jarno Trulli etablierten sich in den Rennen an der erweiterten Spitze des Feldes, und die Verantwortlichen des Teams erklärten, dass man diese Leistung erst mit den ersten Neuerungen des R24 zum Auftakt der Europasaison geplant hatte.

Doch Fernando Alonso, der in Malaysia nach einem Dreher im Qualifying und einer missglückten Strategieumstellung im Rennen nur Siebenter wurde, spielt die Schlagkraft von Renault herunter. "Wir sind noch im Lernen begriffen, die ganze Zeit über", erklärte der Spanier nach dem Rennen in Sepang.

"Wir haben das ganze Wochenende über Fehler gemacht, aber wir haben auch aus ihnen gelernt", fuhr er fort. "Was wir auch gelernt haben, ist, dass unser Auto nicht so konkurrenzfähig ist, wie einige Leute es glauben." Der dritte Platz in der Konstrukteurswertung, mit nur drei Punkten Rückstand auf die zweitplatzierte Truppe von BMW-Williams, kam durch glückliche Umstände zusammen.

"Wie Ferrari sind wir das einzige Team, dass beide Autos in beiden bisherigen Rennen ins Ziel bringen konnte", so Alonsos Erklärung. "Wir liegen aber noch immer zurück. Wir können Teams wie BAR und Jaguar nicht einfach ignorieren - wir sind nicht Ferrari. Wir dürfen einfach nicht einschlafen."