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Firman: "Ich werde Jordan nicht kritisieren"

30. Dezember 2003 - 14:12 Uhr

Ralph Firman hofft weiterhin, dass er 2004 für Jordan fahren kann und wehrt sich gegen unfaire Vergleiche mit Giancarlo Fisichella

Ralph Firman (Jordan-Ford)
Firman hofft derzeit, dass seine Chancen auf ein Jordan-Cockpit intakt sind
© Jordan

(Motorsport-Total.com) - Im Zusammenhang mit den noch immer nicht offiziell vergebenen Cockpits im Jordan-Team sind in den letzten Wochen die Namen verschiedener Fahrer gefallen, zum Beispiel der von Nick Heidfeld, Jos Verstappen, Allan McNish und auch gelegentlich der von Ralph Firman.

Auf Grund der finanziellen Situation des Rennstalls könnte Teamchef Eddie Jordan am Ende aber auf einen, wenn nicht sogar zwei Piloten angewiesen sein die Geld mitbringen. Die Ungewissheit, ob er nächste Saison sein zweites Jahr in der Formel 1 fahren können wird, behagt Ralph Firman keineswegs, denn der gegenwärtige Zustand ist alles andere als optimal.

Unverständnis darüber, dass man ihn als potenziellen Jordan-Piloten schon abgeschrieben hat

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"Ich würde gerne für Jordan-Ford in der Formel 1 starten, um zu beweisen was ich im ersten Jahr in dieser Serie gelernt habe, und um dem Team Kontinuität zu geben", erklärte der Brite dieser Tage und bekräftigte damit noch einmal, dass er nach 2003, "einer Saison mit Hochs und Tiefs" wie er selbst sagt, voll motiviert ist.

Weil seine Chancen auf einen der beiden Plätze bei den Gelben aber zuletzt als gering eingeschätzt wurden, ist der 28-Jährige verärgert: "Ich werde wirklich sauer, wenn ich sehe, dass mich die Medien als potenziellen Jordan-Piloten für 2004 schon abgeschrieben haben - und zwar nur wegen einer Reihe an Problemen in diesem Jahr auf die ich keinerlei Einfluss hatte. Ich werde Jordan nicht kritisieren, denn ich weiß, wie hart dort alle arbeiten. Vielleicht sollten aber einmal einige Leute die Augen öffnen", sagte Firman in Richtung seiner Kritiker.

Vergleiche mit Fisichella aus Firmans Sicht nicht fair

"Wenn ich jemanden sagen höre dass, 'Ralf gegen Fisi nicht wirklich etwas Besonderes ausrichten hat können', wundere ich mich darüber, ob diejenigen überhaupt die Formel 1 verstehen. Fisichella ist jemand der Ralf Schumacher, Jenson Button und andere seiner hoch eingeschätzten Teamkollegen in den Schatten gestellt hat, wovon die meisten konkurrenzfähige Autos hatten und vergleichbare Erfahrungen besaßen. Ich hatte weder das eine noch das andere, und ich respektiere Fisi sehr. "

Ihr
Adrian Sutil "Aber ich kann nicht schweigen, wenn andere Fahrer als Jordan-Kandidaten gehandelt werden die noch nicht einmal annähernd das erreicht haben was ich in anderen Formel-Serien geschafft habe. Ich habe nicht auf Grund von Glück in der Kart-Serie, der Formel Vauxhall, Formel 3 und der Formel Nippon gewonnen. Ich habe dafür verdammt hart gearbeitet und die Konkurrenz verblasen weil ich für gute Teams und in konkurrenzfähigen Autos gefahren bin."

"Wir können den großen Teams von Zeit zu Zeit das Leben schwer machen"

Dass ihm Jordan derzeit kein besonders konkurrenzfähiges Auto anbieten kann, weiß Firman. Doch seinen Worten nach habe er damit kein Problem, denn die Formel 1 sei nun einmal "kein Spaziergang" und Eddie Jordan arbeite schließlich daran in Zukunft wieder wettbewerbsfähiger mit seinem Rennstall zu sein.

"Wir können wieder an den Punkt zurückkehren wo wir eine respektable Leistung abliefern und den großen Teams von Zeit zu Zeit das Leben schwer machen. Ich weiß, dass Eddie die notwendige Unterstützung durch die Sponsoren dazu erst sicherstellen muss. So ist das als Privatteam im Moment eben. Ich bleibe aber nach wie vor zuversichtlich, dass wir, wenn wir alle zusammenarbeiten, eine Menge erreichen können und ich als Fahrer nächste Saison mehrere Male für ein Lächeln in Eddie Jordans Gesicht sorgen kann", erklärte Firman abschließend, dass er überzeugt ist, im kommenden Jahr leistungsmäßig gesehen einen großen Schritt zu machen.

Allein ein positives Zeichen aus Richtung des Jordan-Teams, dass er die Chance dazu bekommt, fehlt derzeit.