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Willis: Haben noch nicht das Beste vom Auto gesehen

03. Juni 2003 - 13:03 Uhr

Der Technische Direktor zieht ein erstes Fazit und erklärt, warum man in der Konkurrenzfähigkeit noch zulegen kann

Geoff Willis
Willis ist überzeugt, dass BAR-Honda noch zulegen kann
© BAR

(Motorsport-Total.com) - In zwei Wochen steht dem Formel-1-Zirkus mit dem Großen Preis von Kanada bereits der achte von insgesamt sechzehn WM-Läufen bevor. Traditionell nutzen viele Teams die Gelegenheit, um bei Saisonhalbzeit ein erstes Fazit über den Verlauf der Saison abzugeben.

Auch BAR-Honda macht da keine Ausnahme. Für den Rennstall aus Brackley hat Geoffrey Willis, der Technische Direktor und Hauptverantwortliche für den BAR 005, nun eine erste Analyse angestellt.

Diesjähriger Bolide 2 Sekunden schneller als sein Vorgänger

Auf der teameigenen Homepage zeigte sich der Brite zufrieden über die in Vorbereitung der Saison 2003 geleistete Arbeit: "Wir haben einen riesigen Schritt mit dem neuen Auto gemacht, denn wir sind beinahe zwei Sekunden schneller als mit dem alten", so Willis erstes positives Fazit.

"Über den Winter haben natürlich alle Teams Fortschritte erzielt, jedoch sind wir unserem Ziel, mit den vier besten Teams zu kämpfen, sehr nahe", findet der Brite. Ein Vergleich zwischen dem Vorjahr und dieser Saison gibt dem Technischen Direktor Recht. Konnte man 2002 insgesamt nur 7 WM-Punkte holen und damit Platz 8 bei den Konstrukteuren belegen, so hat man jetzt bereits 11 Zähler geholt.

Willis erwartet gute Ergebnisse von BAR-Honda während der Europa-Saison

Im gleichen Zeitraum der letzten Saison hatte man jedoch noch keinen einzigen Punkt eingefahren. Stattdessen plagte man sich mit zahlreichen technischen Defekten herum. Die Zuverlässigkeit ist zwar noch immer nicht optimal, jedoch glaubt Willis noch an eine weitere Steigerung.

"Ich glaube nicht, dass wir vom Auto schon das Beste gesehen haben. Ich denke, dass wir im Verlauf der Europa-Saison in einer besseren Situation sein werden, um das Meiste aus unserer Fahrzeug-Reifenkombination zu machen."

Bessere Aerodynamik und Gewichtsverteilung soll das Team noch leistungsfähiger machen

Da man in die Saison mit einem grundsätzlich gesunden und nicht mit großen Kinderkrankheiten behafteten Auto startete, rechnet der Technische Direktor auch noch mit einigen Leistungssteigerungen. Noch mehr Speed soll dabei durch aerodynamische Verbesserungen gefunden werden. Zu diesem Zweck arbeite man "nonstop" im Windkanal. Aber auch die Gewichtsverteilung könne weiter optimiert werden, erklärte Willis.

Parallel zur Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit des diesjährigen Boliden, wird man jedoch auch schon mit Hinblick auf 2004 "neue Techniken" entwickeln. Diese sollen beim Einsatz des nächsten Autos helfen. Auf Grund des stabilen Reglements hinsichtlich der Konstruktion der Boliden, sieht BAR-HondasTechnischer Direktor die Herausforderung vor allem in den Details.

Willis: "Unterschiede stecken alle in den Details"

"Heutzutage etwas Revolutionäres zu entwickeln ist sehr schwierig. Tatsächlich möchte ich sagen, dass an den Autos seit den frühen 90ern nichts mehr revolutionär gewesen ist. Die Unterschiede stecken alle in den Details und diese herauszuarbeiten erfordert viel Zeit und Einsatz."

Aus diesem Grund wäre Willis auch einer Regeländerung nicht abgeneigt, wie er abschließend erklärte. Seiner Meinung nach sind in Zukunft nur dadurch wieder ganz andere Ideen im Design eines Formel-1-Boliden zu erwarten.

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