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Motorendefekt hätte beinahe Montoyas Sieg verhindert

02. Juni 2003 - 13:24 Uhr

Patrick Head offenbarte nach dem Rennen, dass man auf Grund technischer Schwierigkeiten fürchten musste den Sieg zu verlieren

Juan-Pablo Montoya (BMW-Williams)
Montoya gab trotz Warnung in den letzten Runden wieder Vollgas
© BMW-Williams

(Motorsport-Total.com) - Anstatt seinen zweiten Formel-1-Sieg feiern zu können, wäre Juan-Pablo Montoya gestern beinahe zum zweiten Mal in dieser Saison wegen eines Motorenproblems die Zieldurchfahrt verwehrt geblieben. Nachdem der Kolumbianer schon beim Großen Preis von Österreich vor zwei Wochen in Führung liegend auf Grund Motorendefekts ausschied, wäre ihm das selbe Schicksal fast auch im Fürstentum widerfahren.

Nach dem 78 Runden langen Belastungstests für Mensch und Maschine, offenbarte nämlich der Technische Direktor des BMW-Williams-Teams, Patrick Head, dass der Sieg in den letzten Runden auf der Kippe gestanden hatte: "Wir entdeckten in den Telemetriedaten ein, zwei Warnhinweise für ein mögliches Problem, weshalb wir uns entschlossen etwas auf Nummer sicher zu gehen, was wiederum bedeutete, dass Montoya etwas härter arbeiten musste", erklärte der Brite nach dem Sieg gegenüber 'BBC Radio Five Live', dass man den Piloten gut 7 Runden vor Rennende über das Motorenproblem informiert hatte.

Mit dem angriffslustigen und mindestens genauso schnellen, wenn nicht sogar etwas schnellerem Räikkönen im Heck, funkte Montoya dem Team jedoch kurze Zeit später zurück, dass er Gefahr laufe vom McLaren-Piloten überholt zu werden, weshalb er ab der 75. Runde wieder Vollgas gab. Am Kommandostand drückten derweil alle Ingenieure die Daumen und hofften dass der Motor halten würde, was er dann auch tat.

Bei der Siegerehrung nahm Patrick Head den Pokal für den Konstrukteur entgegen - ein bewegender Moment für den 56-Jährigen, wie er hinterher zugab: "Es ist zwanzig Jahre her, seit wir hier mit Keke Rosberg unseren letzten Sieg holten und das ist eine verdammt lange Zeit. Wir haben das Rennen hier oftmals angeführt, jedoch nie das Auto ins Ziel gebracht und weil es dieses Mal geklappt hat, bin ich wirklich zufrieden."

Erleichtert erklärte der Brite ferner, dass er darauf hoffe, dass man, nachdem man zu Saisonbeginn nicht die erwünschten Resultate abliefern konnte, von nun an konkurrenzfähiger sein wird: "Es liegt ganz allein an uns, zu erreichen, dass es ab jetzt läuft. Das ist das erste Rennen in dem wir einen Sieg geholt und mit beiden Autos eine gute Punkteausbeute erzielt haben. Das Team versteht jetzt wie das Auto funktioniert und es war nur eine Frage der Zeit, bis wir gewinnen würde", so die abschließende Ansage an die Konkurrenz.

Durch die fünfzehn in Monte Carlo geholten Zähler, belegt das BMW-Williams-Team jetzt mit insgesamt 50 Punkten Rang drei bei den Konstrukteuren. Der Abstand auf McLaren und Ferrari beträgt zwar 23 beziehungsweise 21 Punkte, jedoch stehen noch 9 Grand Prix bevor. Nach der guten Leistung in Monaco, haben die Experten für das kommende Rennen, in Kanada, auch das blau-weiße Team wieder ganz vorn auf ihrer Rechnung stehen.

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