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Ralf Schumacher: Erfolge des Bruders "keine Hexerei"

03. Februar 2003 - 17:04 Uhr

Obwohl Ralf Schumacher um die Stärke seines großen Bruders weiß, sieht er hinter den fünf WM-Titeln keine besondere Formel

Michael und Ralf Schumacher
Die schnellsten Brüder der Welt: Michael und Ralf Schumacher
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In seinen bisherigen sechs Formel-1-Jahren konnte Ralf Schumacher nur ganz selten aus dem überdimensionalen Schatten seines älteren Bruders Michael treten. Trotzdem ist dem mehrfachen Grand-Prix-Sieger kein spezielles Erfolgsgeheimnis des fünffachen Weltmeisters bewusst. Vielmehr will er in der kommenden Saison erstmals selbst um den WM-Titel mitfahren.

"Manche Leute, die herausfinden wollen, was Michael tut, wissen gar nicht, was er tut", wird Schumacher derzeit von 'Sky Sports' zitiert. "Ich gebe vor, einer der Fahrer zu sein, die nahe an ihm dran sind. Das ist keine Hexerei. Es gibt vier oder fünf Piloten, die mit dem richtigen Paket die Weltmeisterschaft gewinnen könnten." Der Fahrer stehe dabei längst nicht mehr im Vordergrund: "Wie soll eine Einzelperson einen Job machen, für den wir 600 Leute brauchen?"

Daher sei es für die Teamchefs "eine banale Ausrede", alle Misserfolge darauf zu schieben, dass man keinen Michael Schumacher unter Vertrag hat. Im Gegenteil: Der Jüngere der beiden Kerpener Brüder ist fest davon überzeugt, dass viele der "Heldensagen", die um Ferraris Megastar gemacht wurden und werden, zu einem Mythos beitragen, der in Wahrheit gar keiner ist: "Er war immer geduldig und hat fantastische Arbeit geleistet – aber auch mit einem großartigen Team."

"Ich glaube, dass ich das hier auch erreichen kann", fuhr der 27-Jährige im Rahmen der Präsentation des neuen BMW-Williams fort. "Darum habe ich Ende 1998 für dieses Team unterschrieben. Es ist unser viertes Jahr mit BMW und Michael hat seinen ersten Titel mit Ferrari auch erst im fünften Anlauf geholt." Auch Mika Hakkinen nannte er als Beispiel: "Er ist in den McLaren gestiegen, als der sogar langsamer als Jordan war." Ein derartiges Projekt brauche eben Zeit.

Trotzdem zollte er seinem Bruder für dessen unfassbare Erfolge der letzten Jahre anerkennend Respekt: "Was Michael in seiner Karriere erreicht hat, ist ganz außergewöhnlich. Mit Glück hat das nichts zu tun." Jedoch machte er unmissverständlich klar, dass auch der Ferrari-Star kein Magier, sondern Rennfahrer ist – nach dem Motto: Selbst ein Michael Schumacher kocht nur mit Wasser...

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