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Bridgestone reagiert auf Minardi-Vorwürfe

31. Januar 2003 - 15:02 Uhr

Bridgestone hat auf die Giftpfeile reagiert, die Minardi-Teamchef Paul Stoddart in Richtung Japan abgeschossen hat

Paul Stoddart
So ganz unschuldig dürfte Stoddart an der aktuellen Situation nicht sein...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bittere Negativschlagzeilen musste in dieser Woche Reifenhersteller Bridgestone einstecken, weil das Minardi-Team gezwungen war, in Valencia mit Formel-3000-Reifen von Avon zu fahren, nachdem man sich von Michelin getrennt hatte, es aber noch keine Einigung mit Bridgestone gibt. Da die Japaner seinem Team zu den Testfahrten keine Reifen zur Verfügung stellen wollten, kündigte Teamchef Paul Stoddart gestern an, beim Automobilweltverband FIA Beschwerde einzulegen.

In einer Pressemitteilung rückte Bridgestone nun einige Aussagen von Stoddart zu recht: "Bridgestone hat von Minardi im Oktober eine Anfrage über die Ausrüstung von Reifen für die kommende Saison erhalten und diese Anfrage wurde sorgfältig begutachtet. Während dieser Zeit hat Minardi mit Reifen der Konkurrenz getestet. Bridgestone hat diese Situation daraufhin dem Team klar gemacht."

"Nach einer zweiten Anfrage im neuen Jahr war Bridgestone damit einverstanden, Minardis Anfrage erneut zu überdenken und schickte einen Vorschlag über die Ausrüstung von Reifen für die Saison 2003 an das Team. Die Verhandlungen zwischen den beiden Teams sind am Laufen. Wegen rechtlichen und versicherungstechnischen Gründen ist es nicht möglich, Reifen zur Verfügung zu stellen, so lange nicht alle Formalitäten erledigt sind. Bridgestone freut sich auf einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen mit Minardi."

Laut dem Reglement ist Bridgestone dazu verpflichtet, Minardi auszurüsten, da jeder Hersteller auf Anfrage 60 Prozent des Starterfeldes mit Pneus ausrüsten muss, Gegner Michelin aber mehr als die Hälfte der Teams ausstattet. Gerüchten zu Folge ziehen sich die Gespräche mit Bridgestone deshalb so in die Länge, weil die Japaner auch für die Rennreifen Geld verlangen wollen, was jedoch unüblich ist.