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Haug: Streit um Newey kein Kampf zwischen Konzernen

10. Juni 2001 - 11:26 Uhr

Norbert Haug betont, dass der Newey-Streit keine Auseinandersetzung zwischen DaimlerChrysler und Ford ist

Haug und Ralf Schumacher
Norbert Haug unterhält sich mit Ralf Schumacher
© OnlineSport

(Motorsport-Total.com/dpa) - Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hat vor dem Großen Preis von Kanada in Montreal erklärt, der Rechtsstreit um den Formel-1-Stardesigner Adrian Newey sei "primär kein Kampf zwischen den beiden großen Autokonzernen Ford und DaimlerChrysler". DaimlerChrysler, das 40 Prozent an McLaren besitzt, stehe aber voll hinter dem Team. Jaguar hat in dem sich immer stärker zuspitzenden Tauziehen um den Konstrukteur am Donnerstag vor dem Obersten Gericht in London auch im Namen seines Mutterkonzerns Ford eine Einstweilige Verfügung erreicht. Danach darf McLaren-Mercedes bis zum kommenden Dienstag keinen Vertrag mit Newey verlängern bzw. neu abschließen.

Dann geht der Rechtsstreit vor dem Obersten Gericht in die nächste juristische Runde. Erstmals wird dabei McLaren-Mercedes, für das Newey seit 1997 arbeitet, angehört. "Ich kann dazu keine Details mitteilen", sagte Teamchef Ron Dennis. "Alle Umstände werden in der richtigen Umgebung von den richtigen Personen behandelt. Das ist nicht an der Rennstrecke." Gereizt lehnte er es ab, zu kommentieren, warum er mit einem Angestellten weiterarbeiten wolle, der das Team verlassen wollte, und weshalb er mit Newey den Vertrag nicht früher verlängert habe. Haug sagte, es sei "normal", dass McLaren-Mercedes versuche, seine besten Kräfte zu halten. Newey habe ihm telefonisch mitgeteilt, er sei froh, weiter für das Team zu arbeiten.

Jaguar und McLaren-Mercedes bestehen beide auf der Gültigkeit ihres mit Newey abgeschlossenen Vertrags. Jaguar-Sportdirektor Niki Lauda hatte vor eineinhalb Wochen mitgeteilt, der Rennstall habe mit dem als "Superhirn" der Formel 1 geltenden Designer ein Abkommen über fünf Jahre nach Ablauf seines am 31. Juli 2002 endenden Arbeits- Verhältnisses mit McLaren getroffen. McLaren gab dann postwendend die Fortsetzung der Zusammenarbeit um weitere drei Jahre bis 2005 bekannt.