Eugene Laverty: Chaz Davies muss die Ducati überfahren - Motorrad bei Motorsport-Total.com

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Datum: 12.12.2017 - 15:23 Uhr
Quelle: http://www.Motorsport-Total.com/motorrad/news/2017/10/eugene-laverty-chaz-davies-muss-die-ducati-ueberfahren-17100604.html

Eugene Laverty: Chaz Davies muss die Ducati überfahren

von Sebastian Fränzschky
06. Oktober 2017 - 11:19 Uhr

Chaz Davies' viele Stürze sind laut Eugene Laverty auf die Kawasaki-Dominanz zurückzuführen - Reifen-Management ist der Schlüssel zum Erfolg in der WSBK

Chaz Davies
Davies (7) muss ans Limit und darüber hinaus gehen, um Rea (1) zu bezwingen
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Jonathan Rea und Kawasaki dominierten in den vergangenen drei Jahren die Superbike-WM. Herausforderer Chaz Davies hatte mit seiner Ducati Panigale stets das Nachsehen. Während Rea konstant auf dem Podium stand, verzeichnete Davies immer wieder Ausfälle, hauptsächlich durch Stürze. Landsmann Eugene Laverty (Milwaukee-Aprilia) macht vor allem das technische Ungleichgewicht für die Fehler verantwortlich.

"Johnny sitzt auf dem besten Motorrad und holt das Meiste heraus", bemerkt Laverty gegenüber 'WorldSBK.com'. "Er fährt bei den ersten drei oder vier Rennen richtig stark und gewinnt die Meisterschaft drei oder vier Rennwochenenden vor dem Ende der Saison, weil er es nur noch nach Hause bringen muss."

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"Chaz ist oft gezwungen, sein Motorrad zu überfahren und die Kawasakis niederzuringen. Das ist schwierig. Zwischen den beiden Fahrern liegt nicht viel, doch ich denke, die Kawasaki ist momentan das beste Motorrad im Feld. Wenn man etwas in Reserve hat, wie es bei Johnny der Fall ist, dann fällt es sehr schwer, denjenigen zu besiegen", stellt Laverty fest.

Eugene Laverty
Laut Eugene Laverty fordert die Aprilia RSV4 die Reifen zu stark
© Milwaukee Aprilia

Das Thema Reifen bestimmt laut dem Nordiren momentan, wer gewinnt und wer hinterher fährt. "Wie in jeder Meisterschaft geht es darum, das Maximum aus den Reifen herauszuholen, egal ob man auf einer Aprilia, Ducati oder Kawasaki sitzt. Über die Jahre hat Pirelli die Reifen verbessert, aber die Fahrer und Hersteller haben ebenfalls gut gearbeitet, um das Maximum aus den Vorderreifen herauszuholen", erklärt er.

"Sie haben gut gearbeitet, damit sie am Kurveneingang das Maximum aus den Vorderreifen herausholen können und im Rennen die Hinterreifen so behandeln, dass sie ein konstantes Tempo fahren können. In der Vergangenheit war das eine Stärke der Aprilia. Das Motorrad schonte die Reifen besser als alle anderen", erinnert sich Laverty, der momentan mit dem hohen Reifenverschleiß seiner RSV4 kämpft.