Intact-Test in Aragon: Neue Teile für Schrötter und Cortese - Motorrad bei Motorsport-Total.com

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Datum: 13.12.2017 - 17:59 Uhr
Quelle: http://www.Motorsport-Total.com/motorrad/news/2017/09/intact-test-in-aragon-neue-teile-fuer-schroetter-und-cortese-17092514.html

Intact-Test in Aragon: Neue Teile für Schrötter und Cortese

von Sebastian Fränzschky
25. September 2017 - 20:01 Uhr

Marcel Schrötter nimmt trotz der Probleme mit der Hand am Test teil und dreht 34 Runden - Sandro Cortese schafft Klarheit für die bevorstehenden Überseerennen

Marcel Schrötter
Marcel Schrötter biss erneut die Zähne zusammen und nutzte den Testtag
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(Motorsport-Total.com) - Nach dem Aragon-Grand-Prix blieben die Moto3- und Moto2-Teams einen weiteren Tag im Fahrerlager und nutzten den Montag für einen Test, bevor es zu den drei Übersee-Rennen nach Japan, Australien und Malaysia geht. Auch die Intact-Crew war beim Test vertreten. Beide Stammfahrer drehten ihre Runden.

Sandro Cortese absolvierte 50 Runden, der angeschlagene Marcel Schrötter kam auf 34 Umläufe und war eine Zehntelsekunde schneller als der ehemalige Moto3-Weltmeister. "Der Test war sehr positiv", hält Cortese fest. "Wir haben viele Dinge aussortiert, auch unter anderem Chassis-Abstimmungen sowie Fahrwerk-Updates. Ich bin einige Runden gefahren und wir hatten wenig technische Probleme. Soweit war es also ein sehr positiver Montagstest."

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"Jetzt freue ich mich auf die Übersee-Rennen. Ich will das gute Gefühl der beiden vergangenen Rennen in Misano und hier in Aragon mitnehmen und auf den drei Strecken, die jetzt kommen, einfach Spaß haben. Motegi, Phillip Island und Malaysia liegen mir ziemlich gut, daher bin ich sehr zuversichtlich", so Cortese.

Schrötter steigt erneut aufs Motorrad

Marcel Schrötter
Die Verletzung zwang Schrötter zur Aufgabe im Rennen
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Schrötter zweifelte, ob er nach dem vorzeitigen Aus im Rennen am Test teilnehmen soll: "Natürlich haben wir gestern überlegt, ob wir heute den Test machen können. Aber zum Glück verhält es sich mit der Hand so, dass sie nach dem Fahren nicht mehr weh tut. Der Schmerz ist vor allem während der Belastung da. Im Rennen gestern kam vieles zusammen. Aufgrund der ganzen Medikamente, die ich seit einer gewissen Zeit nehmen muss, war ich gestern, glaube ich, körperlich zu angeschlagen. Das äußerte sich in Konzentrationsproblemen, dann kamen die Schmerzen dazu, es haben sich Fehler eingeschlichen und das Schalten und Kuppeln klappte nicht mehr richtig. Es kam eins zum anderen und ich habe mich sehr schlecht gefühlt. Das war auch der Grund, warum ich aufgehört habe."

"Es war gut, dass die Hand am Abend nach dem Rennen nicht mehr wehgetan hat. Heute bin ich maximal vier bis fünf Runden am Stück gefahren. Das funktionierte besser, auch wenn ich gemerkt habe, dass die Kraft nach den drei Tagen etwas fehlte und die Hand wund wurde", berichtet Schrötter. "Der Test war sehr wichtig, denn seit Saisonmitte mussten wir ein paar neue Komponenten ausprobieren. Auch ich wollte unbedingt die Veränderungen testen, um für den Rest der Saison und für nächstes Jahr eine Richtung zu wissen."

"Trotz, dass ich nicht viele Runden gefahren bin, haben wir gute Informationen gesammelt und waren wieder schnell. Daher bin ich zufrieden. Jetzt habe ich fast drei Wochen Zeit, um die Hand richtig auszukurieren. Nach zwei, drei Tagen Pause werde ich langsam wieder anfangen, zu trainieren. Ich denke, dass ich mich in Japan mit Sicherheit um einiges besser fühlen werde", so Schrötter.

Intact rüstet sich für 2018

Sandro Cortese
Sandro Cortese wirkt deutlich lockerer als in den vergangenen Jahren
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Teammanager Jürgen Lingg zog ebenfalls ein positives Fazit: "Es war ein ganz interessanter Test. Die Bedingungen waren recht gut, auch wenn es am Nachmittag ziemlich windig wurde. Wir konnten jedoch ein paar Fragezeichen, die wir vom Wochenende in unseren Köpfen hatten, aussortieren. Das war sehr gut und wichtig für die bevorstehenden Übersee-Rennen, um zu wissen, mit welcher Grundabstimmung wir weitermachen."

"Interessant waren auch Chassis-Änderungen, die wir ausprobiert haben, vor allem im Hinblick auf 2018 und auch auf den Rest der Saison, obwohl die Weiterentwicklung noch etwas mehr Zeit benötigt. Im Großen und Ganzen können wir mit diesem Test den Aragon-Circuit mit positiven Erkenntnissen verlassen", fasst Lingg zusammen.