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Spengler: "Paffett hat mit mir gespielt"

Wie der BMW-Pilot die letzten Meter auf dem Weg zu einem Stück Motorsportgeschichte erlebte und wieso er seiner Schnitzer-Mannschaft ein Kompliment ausspricht

(Motorsport-Total.com) - Als Bruno Spengler in seinem M3 die historische letzte Runde am Sonntagnachmittag auf dem Lausitzring in Angriff nahm, schoss ihm nur eines durch den Kopf: "Wann ist das zu Ende?", erzählt der BMW-Pilot, der von seinen Gefühlen auch einige Zeit nach dem Rennen ziemlich überwältigt scheint.

Bruno Spengler

Daumen hoch für Schnitzer: Bruno Spengler war nach dem Sieg überglücklich Zoom

Das Gefühl sei "schwer zu beschreiben", so ein aufgeregter Kanadier, der nach der Einfahrt in den Parc fermé vor Freude gar nicht wusste, was er tun sollte. "Ich bin einfach aus dem Auto gesprungen und herumgerannt", berichtet Spengler. Einen Kuss auf die Motorhaube gab es für karbonschwarzen Boliden schließlich auch noch.

"Das Wochenende ist einfach ein Traum. Erst die Pole-Position und dann der 50. Sieg in der DTM, der erste nach dem Comeback", so ein euphorischer Spengler. "Mein Team hat einen tollen Job gemacht, wenn ich daran denke, wie wenig Erfahrung wir mit Boxenstopps haben."

Und gerade beim Reifenwechsel stand die Schnitzer-Mannschaft mächtig unter Druck, schließlich war Gary Paffett über die komplette Renndistanz auf Tuchfühlung. "Wir hatten sehr viel Druck von ihm, trotzdem sind wir fehlerfrei geblieben", lobt der Kanadier sein Serviceteam.


Fotos: DTM am Lausitzring


Auch auf der Strecke hatte er mit dem Briten durchaus seine Mühe. "Es war hart, Gary hinter mir zu halten. Er kam nahe an mich heran, hat sich dann wieder zurückfallen lassen. Es war ein Spiel für ihn."

So cool konnte es Spengler hinter dem Steuer nicht angehen lassen: "Für mich weniger. Ich habe versucht, mich zu konzentrieren und keine Fehler zu machen." Überhaupt schätzt er Mercedes als das stärkere Fabrikat am Rennsonntag ein. "Wir waren vielleicht nicht die Schnellsten, aber wir haben es geschafft, an der Spitze zu bleiben."

"Mercedes war in Hockenheim sehr stark. Das habe ich auch am Lausitzring so erwartet und so kam es dann auch." Dass seine Marke die Stuttgarter dennoch niederringen konnte, führt Spengler auf die starke Performance auf den ersten Metern zurück: "Der Schlüssel war es, vom Start weg die Führung zu behaupten."

Und auch das Mentale habe eine Rolle gespielt, meint er: "Du musst immer daran glauben, dass du gewinnen kannst. Daran, dass alles möglich ist." Nach dem Thriller in der Lausitz wendet sich Spengler den Freuden des Rennfahrerlebens zu: "Ich freue mich darauf, bayerisch zu feiern. Ich kenne Weißbier."

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