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Neue Gewichtsregel: DTM-Boss Berger verteidigt Änderung

Der DTM-Boss findet die neue Bemessung der Performance-Gewichte "fair und richtig" - Eine Anpassung war schon lange geplant - BMW offenbar Initiator

(Motorsport-Total.com) - Eine überraschende Regelnovelle zur Verteilung der Performance-Gewichte in der DTM hatte vor dem Rennwochenende in Budapest für Erstaunen und Skepsis gesorgt. Eher grundlos, glaubt der neue ITR-Chef Gerhard Berger. Der Ex-Formel-1-Pilot aus Österreich relativiert in der 'ARD' die Bedeutung der Änderungen: "Es ist keine neue Regel. Es ist genau dieselbe Regel", sagt er und verweist darauf, dass sich nur die Bemessungsgrundlage verschoben hätte. Rennen statt Qualifying.

Gerhard Berger

Gerhard Berger sagt, er halte die jüngste Regelanpassung für "fair und richtig"

Berger gibt sich überzeugt: "Es ist die fairere Geschichte und der richtige Ansatz." Denn den Herstellern bietet sich nun eine Möglichkeit weniger zu tricksen. Sie können nicht weiter vorsätzlich Zeit im Qualifying liegen lassen, um sich Zuladung zu sparen und bei der Abstimmung auf das Rennen setzen, in dem es viel mehr Punkte zu holen gibt. Doch das ist nicht der einzige Hintergrund.

Vielmehr ging der gemeinsame Antrag aller drei Marken nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' maßgeblich von BMW aus. Dem M4 DTM der Münchener mangelt es in dieser Saison an Tempo in den Rennen, weil das Auto einen hohen Reifenverschleiß hat. In den Qualifyings präsentiert sich BMW dagegen meist ordentlich - und wurde bisher mit viel Zusatzgewicht belastet, was in Verbindung mit den Performance-Problemen auf die Distanz einer Doppelbestrafung gleichkam.

Unter dem neuen Reglement zog in Budapest Audi den Schwarzen Peter: Die Ingolstädter waren im Samstagsrennen gemessen an den Rundenzeiten die Schnellsten, holten aufgrund des Pechs mit der Safety-Car-Phase aber kaum Punkte. Trotzdem mussten die RS 5 DTM fünf Kilo aufspecken. Das ging Motorsportchef Dieter Gass gewaltig gegen den Strich, wie er vor den TV-Kameras bekundete.


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'Motorsport-Total.com' weiß: Die Diskussion um eine Anpassung der Regel hatte es schon vor dem Saisonstart gegeben, als den Herstellern klar wurde, wie die Performance-Unterschiede ihrer Autos gelagert sind - nämlich mit Differenzen zwischen dem Speed auf einer schnellen Runde und in den Rennen. Man entschied sich, die Sache nach zwei bis drei Rennwochenenden neu zu evaluieren.

Das ist nun passiert, offenbar gefällt die Sache aber nicht jedem bei der ITR. "Ich glaube, dass der Fan keine Veränderung sehen wird", winkt Berger ab und wünscht sich, dass über Kompensationen per Zuladung bald gar nicht mehr gesprochen werden muss: "Ich bin grundsätzlich kein Fan dieser Gewichtsregelungen und hoffe, dass wir die DTM irgendwann ohne Gewicht vorstellen können." Er wolle am liebsten "Hardcore-Motorsport Rad an Rad" sehen, stellt der neue Serienboss klar.

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