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Mattias Ekström: Die Entscheidung fiel beim Trickfilm

Mattias Ekströms Entscheidung gegen die DTM ist auch eine Entscheidung für die Familie - Warum ihm die Zukunftsplanung so schwerfiel

(Motorsport-Total.com) - Die Katze ist aus dem Sack: Die DTM-Saison 2018 startet am ersten Mai-Wochenende ohne Mattias Ekström. Für den beliebten Schweden war es eine Herzensentscheidung. Denn auch wenn ihn die DTM vermissen wird - sein Zukunftsplan geht nicht nur zugunsten der Rallycross-WM, sondern kommt vor allem der Familie zugute. Als zweimaliger Familienvater ist es nur logisch, dass er seine Prioritäten während eines Trickfilms abgewogen hat.

Mattias Ekström

Mattias Ekström möchte auch bei seinen Kindern auf der Pole-Position stehen Zoom

"Ich habe in meiner Karriere schon oft überlegt, wann ich aufhören werden", erklärt Ekström. "Es ist schwierig, den richtigen Moment zu finden. Ich habe mir mit meinem Sohn den Film 'Cars 3' angeschaut und gesehen, wie 'Lightning McQueen' mit sich zu kämpfen hatte. In dem Moment habe ich mir gedacht: 'Bin ich bereit dafür, aufzuhören?'. Und ich wusste: Nein, das bin ich nicht."

Doch Ekström hat sich nicht nur von einem animierten Spielzeug-Auto für seine Zukunft inspirieren lassen - es war vor allem die Gesellschaft beim Filmschauen. "Mein Sohn hat mich in den vergangenen Monaten immer wieder gefragt: 'Was kann ich tun, um dich öfter Zuhause zu sehen'", sagt er über den sechsjährigen Mats, der noch eine vierjährige Schwester hat. "Ich bin in den letzten Jahren oft unterwegs gewesen. Ich habe ihm gesagt: 'Ich werde sehen, dass ich eine Lösung finde'. Und dann habe ich mich dazu entschieden, 2018 nur noch eine Meisterschaft zu fahren."


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Für den 39-Jährigen, dem man bei der Pressekonferenz in Salzburg anmerkte, dass es "die vielleicht schwierigste Entscheidung meines Lebens" war, spielt die Familie mittlerweile an ganz andere Rolle.

"Ich denke, das kann jeder Vater nachvollziehen: Wenn die Kinder noch sehr jung sind, ist es als Vater schwer, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen. Jetzt, wo sie älter sind, habe ich das Gefühl, mich mehr am Familienleben beteiligen zu können. Vielleicht fiel die Entscheidung auch ein Jahr zu spät. Es war grundsätzlich aber eine Entscheidung zwischen Rallycross und DTM - also Familie und ein wenig Arbeit, um da eine bessere Balance zu finden."

Gegenüber 'Motorsport-Total.com' verriet Ekström, dass der Sohnemann noch gar nichts von seinem Glück weiß. Dass der Papa ab jetzt keine DTM mehr fährt, soll dieser erst am Montagabend erfahren - auch wenn er die Tragweite vielleicht noch gar nicht abzuschätzen vermag.

Die endgültige Entscheidung trägt der 39-Jährige ohnehin noch gar nicht so lange mit rum. Angestachelt vom knappen DTM-Endergebnis 2017 sah seine Zukunftsplanung noch ganz anders aus:

"Ich war im Titelkampf und in Hockenheim ist es dann nicht ganz nach meinem Wunsch aufgegangen. Als ich abgereist bin, habe ich mir selbst noch gesagt: 'Ich werde auf jeden Fall wiederkommen'. Es war meine spontane Entscheidung, mit der DTM weiterzumachen. Nach ein paar Wochen habe ich dann aber doch überlegt, ob das wirklich das ist, was ich machen will. Ich weiß, dass ich keine 20 Jahre mehr als Fahrer habe. Ich habe viel mit meiner Familie, meinen Freunden und auch Dieter Gass darüber diskutiert. Dabei hat sich mehr und mehr herauskristallisiert, dass ich mich von der DTM verabschieden und mehr auf Rallycross konzentrieren möchte."


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Gerne hätte sich Ekström zum Abschluss noch einen dritten DTM-Titel gegönnt. Mittlerweile ist er sich aber sicher "in der DTM fast alles erreicht zu haben. Mein Traum war es, meine DTM-Karriere mit der Startnummer 1 zu beenden. Als mir klar wurde, dass das in diesem Jahr nicht der Fall sein wird, stellte sich die Frage, was passieren würde, wenn ich weitermachen würde - das weiß man ja nie. Dem gegenüber stand das Potenzial in Rallycross. Und ich denke, da herrscht großes Potenzial. Jedes Kapitel geht einmal zu Ende und ich habe meine Entscheidung getroffen."

"Ich bin erleichtert, endlich offen damit umgehen zu können", betont er. "Die Entscheidung fiel mir nicht leicht. Am Ende muss man sich noch selbst im Spiegel ansehen und sich jeden Morgen beim Rasieren sagen können: 'Guten Morgen, ich respektiere dich noch'."

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