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  • 28.04.2013 14:20

Expansionspläne 2.0: DTM-Weltfinale geplant

Ein gemeinsames Abschlussrennen der Meisterschaftsbesten aller Kontinentalserien soll ab 2016 einen Champion Europas, Asiens und Nordamerikas ermitteln

(Motorsport-Total.com/SID) - Die Organisatoren der DTM planen ab 2016 eine Art Weltfinale, wie es aus der Formel 3 bekannt ist: "Vorbild für diese Konstellation ist die Fußball-Champions-League", sagt ITR-Beiratsmitglied und BMW-Motorsportchef Jens Marquardt dem Nachrichtenmagazin 'Focus'. Die jeweiligen Kontinentalserien nach einheitlichem Reglement in Asien und Nordamerika, die im Laufe der kommenden Jahre starten, sowie das Basischampionat in Europa sollen nach Saisonende ein gemeinsames Rennen austragen.

Augusto Farfus, Bruno Spengler

DTM-Champions-League? Die ITR und die Hersteller haben große Pläne

So ermitteln die jeweiligen Meister dann einen globalen Champion. "Das Finale kann überall auf der Welt stattfinden: Abu Dhabi, Schanghai oder New York", so Marquardt weiter. Wenn alles optimal laufe, könne diese Idee im Jahre 2016 verwirklicht werden. Darüber hinaus kündigte der BMW-Motorsportchef an, gemeinsam mit der ITR weitere Märkte zu erschließen, nachdem 2013 die Premiere in Moskau auf dem Programm steht. Russland sei eines der "wirtschaftlich aufstrebendsten Länder der Welt".

"Das ist für alle Autohersteller ein extrem wichtiger Absatzmarkt, weswegen wir zusammen mit den anderen beiden Wettbewerbern eng zusammenarbeiten", meint Marquardt. In Europa sei der Osten interessant, ebenso Länder wie Italien und Spanien, die eine große Motorsport-Fangemeinde beheimaten. "Spannend und äußerst attraktiv ist auch Asien, allen voran China. Aber auch den nordamerikanischen Markt haben wir im Visier - und Brasilien. Das sind die Länder, auf die wir im Hinblick der organischen Expansion setzen."


Fotos: DTM-Verantwortliche besiegeln US-Expansion


Anfang April hatte DTM-Chef Hans-Werner Aufrecht bereits japanische Hersteller als DTM-Konkurrenten für Audi, BMW und Mercedes angekündigt. Es gebe entsprechende Signale. Honda, Nissan und Toyota nutzen in der japanischen Super-GT-Meisterschaft ab 2014 das DTM-Reglement und könnten so mit geringem Aufwand auch in Europa starten. Auch ein Einstieg von US-Herstellern wie Cadillac, Lincoln oder Dodge ist nach einem Kooperationsabkommen mit dem amerikanischen Serienbetreiber Grand-AM und dem US-Motorsportverband IMSA näher gerückt.

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