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Ekström gegen Gewichte: Echtes Racing statt Kartoffelsäcke

Mattias Ekström ist ein Gegner der Performance-Gewichte in der DTM 2017 und will sie abschaffen: Entwicklung im Winter soll wieder erlaubt sein

(Motorsport-Total.com) - Schon wieder wurde die Regelung der Performance-Gewichte in der DTM 2017 geändert. Ab sofort soll ein Zufallssystem die Anzahl derer Runden festlegen, die in die Berechnung der durchschnittlichen Rundenzeit einfließen. Mindestens 15, aber maximal 30 Runden können es sein. Wie viele genau es sind, entscheidet ähnlich wie bei der Ziehung der Lottozahlen der Zufall.

Mattias Ekström

Mattias Ekström ist gegen die Performance-Gewichte in der DTM 2017 Zoom

Audi-Pilot Mattias Ekström ist und bleibt ein Gegner des Erfolgsballasts. Er und seine 17 DTM-Fahrerkollegen forderten in einem Schreiben an den Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) und die DTM-Dachorganisation ITR die komplette Abschaffung der Gewichte. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat sich auch der ehemalige Formel-1-Fahrer und ITR-Vorsitzende Gerhard Berger dem Brief der Fahrer angeschlossen.

"Ich bin schon lange ein Gegner der Gewichte", sagt Ekström gegenüber 'Auto Bild motorsport'. "Im Sport gibt es nur einen Sieger, es können nicht alle gewinnen. Die Intention dahinter kann ich verstehen, aber die Gewichte sind nicht die richtige Lösung."


Fotos: DTM in Moskau, Freitag


Der Schwede geht sogar noch weiter und fordert die freie Entwicklung der Fahrzeuge. "Wenn ich der DTM-Chef wäre, würde es keine Gewichte geben. Fertig. Stattdessen sollte man es den Herstellern erlauben, die vom Reglement her eigentlich eingefrorenen Autos über den Winter weiterzuentwickeln", so der zweimalige DTM-Champion."


DTM 2017: Jung gegen Alt

Zwischen Tabellenführer Mattias Ekström und Shootingstar Lucas Auer liegen zwei Punkte und 17 Jahre Weitere DTM-Videos

Er ergänzt: "Es hätte für die Fans einen deutlich besseren Beigeschmack, wenn man ihnen Hardcore-Motorsport bietet und der Bessere gewinnen darf und man nicht mit Kartoffelsäcken arbeitet."

Der Audi-Mann hofft weiterhin, dass die Strafgewichte in der DTM früher oder später ganz abgeschafft werden. "Meine Hoffnung stirbt zuletzt", so "Eki". "Es ist zuletzt komplett eskaliert und alle verschwenden viel zu viel Zeit damit. Das steht nicht im Verhältnis zu dem, was wir sonst zu bieten haben."

Das Thema Performance-Gewichte wird in der DTM wohl noch länger ein Thema sein, vermutlich bis zum Saisonfinale in Hockenheim im Oktober.

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