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DTM begeistert japanische Fans beim Showauftritt in Motegi

Die japanische Volksfeststimmung hat die DTM schon jetzt in ihren Bann gezogen - Fans bejubeln die deutschen Gäste beim Super-GT-Finale

(Motorsport-Total.com) - Die DTM hat bei ihrem Gegenbesuch im Land der aufgehenden Sonne für große Begeisterung gesorgt. Sogar mit Sprechchören feierten die Fans den Showauftritt der drei deutschen Premiumhersteller Audi, BMW und Mercedes-AMG im Rahmenprogramm des Super-GT-Finales in Motegi.

DTM Showrun in Motegi

Die DTM konnte in Japan Eindruck hinterlassen Zoom

Solch eine Euphorie hatte es auch beim DTM-Saisonfinale trotz der 152.000 Zuschauer, die am gesamten Wochenende zum Hockenheimring gepilgert waren, nicht gegeben. Auf dem Twin Ring Motegi reichten bereits 55.500 Fans, um bei strahlendem Sonnenschein für eine Gänsehautstimmung zu sorgen: auf den Tribünen, im Fahrerlager, dem Grid, der Fan-Meile, bei den Autogrammstunden und auch im Kindergarten.

"Der Enthusiasmus der japanischen Fans ist einfach unglaublich", meinte Augusto Farfus, der für BMW schon mehrere Rennen in der Super-GT300-Klasse bestritten hat. "Vor allem der Kindergarten (der von der SGT-Dachorganisation GTA nach NASCAR-Vorbild im Fahrerlager installiert wurde, d. Red.) hat mir als Familienvater gut gefallen."

Farfus ist in der japanischen Rennsport-Szene kein Unbekannter. Der BMW-Werksfahrer nahm bereits an mehreren Rennen der Super-GT300-Kategorie teil. Vor drei Jahren freute sich der Brasilianer nach dem 1000-km-Rennen in Suzuka über Platz drei - sein bisher bestes SGT-Resultat. "Ich bin immer wieder beeindruckt, wie begeisterungsfähig die japanischen Motorsport-Fans sind. Es macht einfach Spaß, hier zu fahren", meinte Farfus, der in Motegi den BMW M4 DTM von seinem DTM-Markenkollegen Tom Blomqvist pilotierte.

Jörg Müller, der dienstälteste BMW-Fahrer, der schon seit Jahren in der GT-300-Klasse um Meisterschaftspunkte kämpft, schätzt vor allem die japanische Gastfreundschaft und die enthusiastischen Fans. "In Fuji kommen sogar mehr als 100.000", stellte der Wahl-Japaner fest: "Ich fühle mich hier pudelwohl."

Das könnte auch Loic Duval von sich behaupten. Der Franzose feierte in 57 Super-GT-Rennen fünf Siege und stand sechsmal auf der Pole-Position. 2010 gewann Duval im Honda-Team Weider Racing an der Seite von Takashi Kogure den Meistertitel. "Ich freue mich sehr, dass ich als ehemaliger Super-GT-Champion mit meinem Audi RS 5 DTM nach Japan zurückkehren durfte", sagte der DTM-Fahrer aus dem Audi Sport Team Phoenix.


DTM Finale 2017: Super GT zu Besuch

Die japanischen Rennwagen von Nissan und Lexus sehen zwischen den DTM-Autos schon spektakulär aus Weitere DTM-Videos

Japan-Neuling Maro Engel genoss ebenfalls "die tolle Stimmung" auf den Rängen "von der ich schon viel gehört habe". Der Moskau-Sieger war stolz, den Mercedes-AMG in Motegi präsentieren zu dürfen.

Neben dem Honda NSX-GT, dem Lexus LC500 sowie dem Nissan GT-R standen für einmal die drei DTM-Prototypen von Audi, BMW und Mercedes-AMG im Focus des Interesses. Das gemeinsame Bild hat historischen Wert, denn erstmals überhaupt fuhren SGT- und DTM-Prototypen gemeinsam auf einer Rennstrecke - und das beim Jubiläum des Twin Ring Motegi, der Hausstrecke von Honda, die in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen feiert.

Beim Super-GT-Finale erlebten die Zuschauer auf dem Twin Ring Motegi dann noch einen historischen Moment. Nicht nur, dass die offizielle Fahrervorstellung vor dem Rennen mit der Präsentation von Loic Duval (Audi), Augusto Farfus (BMW) und Maro Engel (Mercedes-AMG) begann. Die drei DTM-Autos befanden sich auch an der Spitze des Starterfeldes und nahmen an der offiziellen Parade-Runde teil. Am Ende dieser Runde bogen die drei Gastautos aus der DTM an einer Kurzanbindung von der Strecke ab, während das Feld der Super GT dem fliegenden Start entgegen rollte.

"Ein bewegender Moment", schwärmte DTM-Chef Gerhard Berger, "eine größere Wertschätzung hätte man der DTM nicht erweisen können. Die Tribünen waren voll und das Rennen wurde live im japanischen TV übertragen."

Auch Farfus war schwer beeindruckt: "Es ist schon eine Ehre in einen so wichtigen Moment der Veranstaltung integriert zu sein. Wir sind von Polizeimotorrädern eskortiert worden, während hinter uns das gesamte Super-GT-Starterfeld fuhr. Das war unglaublich!" Damit fand ein wegweisender Besuch der DTM-Delegation auf dem rund 200 Kilometer nördlich von Tokio gelegenen Twin Ring Motegi einen krönenden Abschluss.

Das Finalrennen der beiden Super-GT-Kategorien gewann der Italiener Ronnie Quintarelli, der den deutschen Fans vom Gastauftritt der Super GT beim DTM-Finale in Hockenheim bekannt ist. Mit seinem japanischen Teamkollegen Tsugio Matsuda setzte er sich im Nissan NISMO GT-R knapp vor Ryo Hirakawa/Nick Cassidy im Lexus LC500 des Spitzenteams TOM'S durch. Damit sicherten sie sich den Fahrertitel - mit nur zwei Punkten Vorsprung vor dem Nissan-Duo Matsuda/Quintarelli.

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