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Bilanz 2017: Das erste Jahr von Gerhard Berger als DTM-Boss

04. November 2017 - 08:03 Uhr

Gerhard Berger ist seit der DTM-Saison 2017 im Amt als DTM-Chef: Fahrer und Teamverantwortliche sind mit bisheriger Arbeit des Ex-Formel-1-Fahrers zufrieden

Gerhard Berger
Gerhard Berger ist seit März 2017 im Amt des DTM-Chefs
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Seit acht Monaten ist Gerhard Berger im Amt des Vorstandvorsitzenden der DTM-Dachorganisation ITR. In seiner ersten Saison als DTM-Boss hatte der ehemalige Formel-1-Fahrer kein einfaches Los gezogen, denn politische Themen, wie die Diskussionen und Abschaffung der unbeliebten Performance-Gewichte, beherrschten lange Zeit die Schlagzeilen und rückten den Sport in den Hintergrund. Seit der Bekanntgabe von Mercedes am Tag nach dem Rennwochenende in Moskau, nach der Saison 2018 aus der deutschen Tourenwagenserie auszusteigen und sich künftig in der Elektrorennserie Formel E zu engagieren, steht der Österreicher vor der Baustelle Zukunft der DTM.

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Berger hat allerhand zu tun seit seinem Arbeitsbeginn im März. Ob er sich seine neue Aufgabe so arbeitsintensiv vorgestellt hat? Eines ist sicher: Seit der 58-Jährige im Amt ist, hat sich einiges getan. "Seit Gerhard Berger da ist und er ein bisschen was in Bewegung gebracht hat, sieht man dieses Jahr eine deutliche Veränderung. Das ist sehr positiv und ich hoffe, dass er die Pläne, die er hat, so umsetzen kann", sagt BMW-Pilot Timo Glock, der mit der bisherigen Arbeit des neuen DTM-Chefs zufrieden ist.

"Ich hoffe, dass er der DTM in Zukunft ein neues Gesicht geben kann und glaube, dass das der richtige Weg ist", ergänzt er. Eine der größten Errungenschaften Bergers in der Saison 2017 war wohl die Abschaffung der Performance-Gewichte vor dem vorletzten Rennwochenende in Spielberg. Monatelang wurde über den Erfolgsballast diskutiert, doch die drei Hersteller der DTM konnten sich nicht auf die Eliminierung der Gewichte einigen. Berger blieb hartnäckig und erreichte - zur großen Überraschung aller Beteiligten, die nicht mehr mit der Abschaffung in der laufenden Saison gerechnet haben - eine Einigung der Hersteller.

Wären die Performance-Gewichte ohne Berger noch da?

"Ob die Abschaffung der Gewichte gelungen wäre, ohne dass Gerhard von morgens bis abends mit allen Herstellern am Telefon verhandelt und diskutiert hätte? Das bezweifele ich", meint Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz, der von der Art und Leidenschaft des Tirolers beeindruckt ist. "Ich finde es toll, mit wie viel Elan und Leidenschaft er an das Thema herangeht. Er wird es voranbringen, er ist der Richtige. Er gibt nie auf", erklärt er.

"Es war spannend bis zum Schluss. Das ist klasse. Aber es gab halt auch wieder ein Negativthema, das sehr im Vordergrund stand über sehr lange Zeit. Das waren die Gewichte, die Gott sei Dank abgeschafft wurden. Nie wieder sollten wir dahin zurück. Ich könnte vieles akzeptieren, aber das sicherlich nicht. Da hat Gerhard wirklich konsequent und hart daran gearbeitet - sehr gut", sagt Mike Rockenfeller gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

DTM-Saison 2017 in Zahlen

Die DTM-Saisonstatistik 2017: 12 Sieger in 18 Rennen, 16 Fahrer auf dem Podium und drei Piloten an der Tabellenspitze


19.10.2017
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Zahlen und Fakten einer packenden DTM-Saison 2017: Ein anderer Blickwinkel auf das abgelaufene DTM-Jahr.
Zahlen und Fakten einer packenden DTM-Saison 2017: Ein anderer Blickwinkel auf das abgelaufene DTM-Jahr.

Die Politik habe vieles überschattet, meint "Rocky": "Wir haben eigentlich geilen Sport, geile Autos, geiles Racing. Aber immer nach den Rennen ging es um die Politik. Das müssen wir loswerden. Die DTM hat Klasse und bietet tollen Motorsport. Da muss die Politik mal außen vor bleiben."

Berger bringt frischen Wind in die DTM

Ulrich Fritz warnt davor, dass nicht alle Änderungen und Neuerungen in der DTM 2017 durch die neue Personalie Berger zustande gekommen sind. "Man muss vorsichtig sein. Nicht alle Änderungen sind Gerhard Berger zuzuschreiben, einige waren auch vor seiner Zeit schon auf den Weg gebracht", so der Mercedes-Teamchef.

Konkret geht es dabei um das seit der abgelaufenen Saison geltenden Funkverbot, Neustart im IndyCar-Stil, begrenztes DRS (Drag Reduction System), Abschaffung des Boxenstoppfensters und Verbot von Heizdecken für die neuen, weicheren Reifen von Hankook. Mehr Rennaction und Spannung in den 18 Läufen der Saison waren die Folge.

"Die Saison war unglaublich spannend und wir haben es geschafft, den Zuschauern tollen Motorsport zu zeigen, mit aufregenden Rennen und engen Fights", freut sich Rosberg-Teamchef Arno Zensen über den Verlauf der Saison. "Auch, wenn wir in der Meisterschaft am Ende eine gute Führung hatten, war es auf der Strecke immer unglaublich knapp und eine insgesamt sehr ausgeglichene Saison, was toll anzuschauen war. Nun wird Mercedes am Ende der nächsten Saison aussteigen, aber ich denke die Serie wird dennoch stark weitergehen. Gerhard Berger macht einen guten Job. Auch wenn es schwierig wird", ergänzt er.

"Das kann er sich auf seine Fahne schreiben..."

Rockenfeller sieht im Mercedes-Ausstieg die Möglichkeit zum Aufbruch in der DTM: "So schlimm es auch ist, dass der große Pfeiler Mercedes zur Saison 2019 wegbricht. Es war vielleicht auch gut, mal einen solch lauten Weckruf zu bekommen. Es wird endlich mal allen klar, dass es doch nicht einfach immer nur so weitergeht. Wir müssen anpacken. Mercedes ist auch eine geile Marke und mir tut es wegen der Arbeitsplätze und wegen der Fahrer echt leid, aber vielleicht ist die DTM irgendwann so interessant, dass sie zurückkommen."

Die DTM ist wieder im Aufschwung und den DTM-Anhängern an den Rennstrecken wurde in diesem Jahr jede Menge geboten. Beim Pitview erhielten die Fans einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen und in den Arbeitsalltag eines Rennteams. Ein neu gestalteter Marktplatz im Fahrerlager mit Foodtrucks und Merchandise-Ständen sowie Musikkonzerte von den Fantastischen Vier, Anastacia und Tim Bendzko heizten den Rennfans auch abseits der Action auf der Strecke ein. Die Motorsportanhänger dankten es den DTM-Verantwortlichen durch steigende Zuschauerzahlen auf den Tribünen.

"Ich habe schon den Eindruck, dass er der Sache guttut."
Dieter Gass, Audi-Motorsportchef

"Gerhard hat frischen Wind reingebracht und sich mit viel Einsatz und Energie um die Themen gekümmert", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. "Ich habe schon den Eindruck, dass er der Sache guttut. Ich hoffe, dass er es schafft." Ein positives Anzeichen in der erfolgreichen Arbeit Bergers sieht der Audi-Sportchef im Besuch der Super-GT-Autos von Nissan und Lexus beim DTM-Finale in Hockenheim. "Das kann er sich sehr wohl auf die Fahne schreiben. Ich hoffe, dass wir darauf aufbauen und vielleicht den einen oder anderen japanischen Hersteller motivieren können, bei uns dabei zu sein."

Class-One-Reglement starkes Signal für Zukunft

Durch das neue Class-One-Reglement, das ab 2019 zum Tragen kommen wird, soll der Weg für eine Kooperation mit der Super-GT-Meisterschaft in Japan geebnet werden und die Fahrzeuge in Asien und Europa technisch angeglichen werden, sodass die Hersteller ihre Autos in der DTM und auch in der Super-GT-Serie an den Start bringen können. Der Besuch der Japaner in Hockenheim und dem Gegenbesuch der DTM beim Super-GT-Finale in Motegi in der nächsten Woche (11. bis 12. November) ist ein starkes Signal für die Zukunft der DTM.

Auch BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt findet die Fortschritte positiv. "Man sieht, dass der Weg, der eingeschlagen wurde, glaube ich, ein guter ist", sagt der 50-Jährige. Doch er warnt davor, dass sich erst in den nächsten Monaten zeigen wird, ob die Änderungen langfristig erfolgreich sind. "Die Ansätze sind sehr sehr gut. Aber gemessen werden wir alle daran, was unter dem Strich im nächsten und übernächsten Jahr dabei herauskommt. Gerhard hat super Kontakte und ist extrem gut unterwegs. Nur, abgerechnet wird dann, wenn es zählt. Da müssen wir schauen, wie es nächstes Jahr aussieht und was wir 2019 am Start haben", erklärt er.

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