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Wittmann kämpft sich zurück: Erfolgserlebnis vor Winterpause

21. Oktober 2017 - 17:14 Uhr

BMW-Fahrer Marco Wittmann feiert im letzten Rennen der DTM-Saison 2017 ersten Sieg und geht mit einem positiven Gefühl in den Winter: "Bin zuversichtlich für 2018"

Marco Wittmann
Versöhnlicher Saisonabschluss für Marco Wittmann beim Finale in Hockenheim
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Sieg von Marco Wittmann am Sonntag beim DTM-Finale 2017 in Hockenheim ging in der Jubelfeier um den neuen DTM-Champion Rene Rast fast unter. Es war der erste Saisonsieg für den BMW-Fahrer - den er auch behalten durfte. Sein Sieg in Zandvoort wurde ihm nachträglich wegen einer zu geringen Restbenzinmenge im Tank am Grünen Tisch aberkannt.

Doch für Wittmanns persönliche Ergebnisstatistik zählt der Sieg an der niederländischen Nordseeküste trotzdem. "Für mich war es ein klarer Sieg auf der Strecke, auch, wenn ich im Nachhinein disqualifiziert wurde", sagt der entthronte DTM-Champion im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

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Die Saison begann mit Schwierigkeiten für den RMG-Piloten. Zwar stand er beim Saisonauftakt in Hockenheim als Dritter auf dem Podium. Doch nach drei Events und sechs Rennen waren nur 22 Zähler waren auf dem Punktekonto des Fürthers. Genauso viele Punkte sammelte er in beiden Läufen bei seinem Heimrennen am Norisring als er Vierter und Fünfter wurde. Von da an ging es bergauf und weitere Podestplatzierungen folgten in Moskau (Platz drei) und in Zandvoort (Platz zwei).

Der Sieg, der keiner ist...

Der Sieg in Zandvoort wurde ihm nachträglich aberkannt und Wittmann aus der Wertung des Rennens genommen. Doch dieser Rückschlag hinderte den BMW-Mann nicht daran, weitere gute Ergebnisse einzufahren.

"Die ersten drei Wochenenden waren extrem schwierig. Wir haben wenige Punkte gesammelt und lagen in der Gesamtwertung weit zurück. Wir haben eine gewisse Zeit gebraucht, um das Auto zu verstehen und es so einzustellen, dass ich mich wohlfühle", erklärt Wittmann den schwierigen Saisonstart.

DTM-Wochenende aus der Sicht eines Fahrers

Ein DTM-Wochenende aus Fahrersicht: 'Motorsport-Total.com' hat Marco Wittmann am Norisring begleitet


06.07.2017
Foto 1 von 12
Ein DTM-Wochenende aus der Sicht von BMW-Fahrer Marco Wittmann: 'Motorsport-Total.com' hat den amtierenden DTM-Meister bei seinem Heimrennen am Norisring begleitet.
Ein DTM-Wochenende aus der Sicht von BMW-Fahrer Marco Wittmann: 'Motorsport-Total.com' hat den amtierenden DTM-Meister bei seinem Heimrennen am Norisring begleitet.

Doch der zweimalige DTM-Champion kämpfte sich zurück und hatte bis vor dem Saisonfinale noch theoretische Chancen auf den Titelgewinn 2017. "Es ist sehr positiv, wie wir uns zurückgekämpft haben. Wir waren in der Lage, zum Schluss um den Titel mitzukämpfen. Das hätten wir nach den ersten drei Events niemals erwartet", schildert der 27-Jährige.

Wittmann bester Nicht-Audi-Pilot 2017

"Als wir mit 38 Punkten Rückstand in der Gesamtwertung nach Hockenheim kamen war für uns klar, dass es fast unmöglich ist, den Titel zu gewinnen. Es ging mehr darum, Spaß zu haben und ein gutes Ergebnis an beiden Tagen einzufahren", erklärt er. In der Fahrerwertung belegte er in der Endabrechnung mit 160 Punkten und 19 Zählern Rückstand auf Champion Rene Rast den fünften Rang und war damit der beste Nicht-Audi-Fahrer.

Seine Titelchancen musste Wittmann nach Platz 13 im Rennen am Samstag begraben. Doch das war für ihn kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Vielmehr war das Ziel, den ersten richtigen Saisonsieg 2017 einzufahren. Und das ist ihm am Sonntag auch gelungen.

"Ich bin super happy. Jeder Fahrer wünscht sich die Saison mit einem Sieg abzuschließen", ist der BMW-Pilot sichtlich erleichtert über den Erfolg beim Finale. "Wenn man sich unser letztes Saisondrittel anschaut, wie wir uns zurückgekämpft und gute Ergebnisse eingefahren haben, und vor allem mit dem Sieg, können wir super super happy sein", freut er sich über das versöhnliche Ende der Saison. "Das alles stimmt mich zuversichtlich für 2018", verabschiedet sich Wittmann in die Winterpause.

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