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Nico Müllers Saisonbilanz: Nicht jammern, sondern kämpfen

28. Oktober 2017 - 12:28 Uhr

Audi-Fahrer Nico Müller spricht über seine schwierige Saison in der DTM 2017 und die Vorwürfe der Konkurrenz: "Ich finde es schade, dass so viel rumgeheult wurde"

Nico Müller
Nico Müller musste in dieser Saison viel Kritik einstecken
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die DTM-Saison 2017 war für Nico Müller nicht leicht. Dem Audi-Fahrer wurde vorgeworfen, für Audi und seinen Teamkollegen Mattias Ekström, der bis zum Schluss um die Meisterschaft kämpfte, zu fahren und die Konkurrenz einzubremsen. Besonders nach dem Vorfall mit BMW-Mann Timo Glock am Nürburgring und nach der Abschaffung der Performance-Gewichte schossen verbale BMW-Giftpfeile aus München in Richtung Ingolstadt.

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Müller ließ sich von alldem nicht beeindrucken und konzentrierte sich auf seine Rennen. "Man darf auch in schwierigen Zeiten den Kopf nicht hängen lassen, sondern muss weiterkämpfen. Ich habe nie das Selbstbewusstsein verloren und zum Glück in Spielberg auch zeigen können, dass ich vorne mitfahren kann und dass die Pace da ist, um Rennsiege zu kämpfen", sagt der Schweizer im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Der 25-Jährige freut sich, dass es in Österreich "endlich mal wieder schwarz auf weiß zu sehen war". Zehnmal fuhr er in diesem Jahr die Punkteränge. In Spielberg stand er zweimal als Drittplatzierter auf dem Podium. "Ich freue mich sehr für Nico", sagt Abt-Teamkollege Mattias Ekström nach dem Rennwochenende in Spielberg. "Er hat bisher brutal viel Aufmerksam bekommen, weil alle sagen: 'Er kann nur Blockieren'. Jetzt haben alle Hater und Lover gesehen: Er stellt die Karre auf Startplatz zwei und fährt aufs Podium. Da können alle Jammerlappen mal für eine Weile leise sein."

Aus Fehlern lernt man

In der Endabrechnung der Saison 2017 landet Müller mit 81 Punkten nur auf Gesamtrang zwölf. "Diese Saison hat mal wieder gezeigt, dass, in einer Serie, in der es so eng zugeht, alles passen muss, wenn du am Saisonende ganz vorne stehen willst", meint der Audi-Pilot.

Er ergänzt: "Wir haben zu viele kleine Fehler gemacht in der heißen Phase der Saison und waren deshalb nicht mehr im Meisterschaftskampf dabei - obwohl wir eine konstante Performance hatten. Daraus müssen wir lernen und uns für die Zukunft verbessern." Die Schwierigkeiten in der Saison haben "mich zu einem besseren Fahrer gemacht. So viel wie dieses Jahr habe ich selten gelernt".

Gelernt hat er in diesem Jahr außerdem, dass auch abseits der Rennstrecke gekämpft wird - mit Worten, um den Gegner mental zu schwächen. Nach dem doppelten Dreifacherfolg von Audi am Red-Bull-Ring beschwerte sich die Konkurrenz aus München über die Dominanz der Vier Ringe. Denn: Vor dem Finale in Hockenheim führten vier Audi-Fahrer die Fahrerwertung an. Die Abschaffung der unbeliebten Performance-Gewichte hätte den Ingolstädtern in die Karten gespielt und ihnen einen Vorteil verschafft, hieß es.

"Peinlich, wenn man so viel jammern muss..."

Müller hat eine klare Meinung dazu: "Ich finde es schade, dass so viel rumgeheult wurde während der Saison. Jeder hat in jedem einzelnen Moment versucht, seinen eigenen Vorteil in den Vordergrund zu rücken, anstatt das ganze Bild zu sehen. Es ist klar, dass sich das Kräfteverhältnis von Wochenende zu Wochenende je nach Charakteristik der Strecke ein bisschen verschiebt. Da finde ich es peinlich, wenn man so viel jammern muss."

Und er setzt sogar noch einen drauf: "Wir haben eine perfekte Basis für die Zukunft und das sollten alle akzeptieren, auch an den Tagen, in denen es vielleicht mal nicht so rund läuft."

Rund lief es bei Audi in diesem Jahr: Fahrertitel für Rene Rast, Team Rosberg als Sieger in der Teamwertung und Champion der Hersteller. "Ich freue mich für Audi und mein Team. Rene hat eine geniale Leistung abgeliefert. Ich ziehe den Hut vor seiner tollen Leistung und gönne es ihm sehr. Er ist ein Top-Fahrer", sagt der Abt-Fahrer.

In der nächsten Saison will Müller wieder mit Audi in der DTM angreifen und das Gelernte umsetzen. "Ich fühle mich sehr wohl bei Audi und im Team. Ich glaube, ich habe auch allen gezeigt, dass die Performance da ist und dass wir in Zukunft erfolgreich in dieser Serie unterwegs sein können", meint er.

"Ich gehe positiv an die Sache ran und hoffe, dass ich nächstes Jahr unter Beweis stellen kann, dass wir für mehr gut sind und wir, wie in Spielberg, konstant um Podiumsplätze fahren können", sagt Müller. Einen Resetknopf für den Winter braucht er nicht, denn: "Von Rennen zu Rennen ist für mich wie ein Neustart, denn man hat immer die Chance, auf dem Podium zu stehen. Das ist das Gefühl, nach dem wir alle süchtig sind."

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