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DTM 2018: Braucht es einen neuen Performance-Ausgleich?

14. Oktober 2017 - 13:11 Uhr

Die DTM ohne Performancegewichte auf dem Weg langweiligen Rennen? Sportchefs wollen Ausgleich nur im Notfall - und für möglichst geringe Kosten

Mike Rockenfeller
Audi konnte im Freien Training glänzen, im ersten Qualifying aber nicht
© ITR

(Motorsport-Total.com) - Droht in der DTM 2018 nach Abschaffung der Performancegewichte die große Langeweile? Zumindest im Hause BMW hegt man diese Befürchtung. Die Münchener wiesen vor wenigen Tagen in einem interessanten Interview mit Motorsportdirektor Jens Marquardt darauf hin, dass man sich für die Zukunft wieder eine Möglichkeit zum Ausgleich von Performance-Unterschieden wünscht. Der Vorteil von Audi, die angeblich aerodynamische Vorteile im Bereich der Radhäuser erarbeitet haben, könne anders kaum wettgemacht werden.

BMW nennt drei Optionen für einen möglichen Performance-Ausgleich: Rückkehr zu Gewichten (kaum denkbar), Freigabe der Homologation (teuer) und Umrüstung auf Einheitsbauteile in den betroffenen Bereichen. Die dritte Lösung ist das Wunschszenario von BMW. "Es gibt jetzt schon so viele Einheitsteile. Auf Grundlage dessen ist es keine Raketenwissenschaft, ein schnelles Auto zu bauen", schießt Mercedes-DTM-Rennleiter Ulrich Fritz mit einem Grinsen einen Pfeil zurück nach München.

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"Ein ausgeglichener Wettbewerb mit allen Herstellern auf einem Niveau ist weder durch Einheitsbauteile noch durch eine Freigabe der Homologation gesichert. Außerdem darf man nicht vergessen, dass der Umbau auf Einheitsteile auch Geld kostet", erklärt Audi-Sportchef Dieter Gass. "Alle Autos haben ganz unterschiedliche Aerokonzepte. Wenn man dort einfach Einheitsbauteile anbaut, ist das wie eine Wundertüte. Niemand weiß, was am Ende dabei herauskommt."

"Wenn ich diese Einheitsteile verbaue, bin ich nur noch Passagier. Das kann es nicht sein", bezieht Gass eine klare Position - die durchaus nachvollziehbar ist, denn Audi ist jener Hersteller, der bei einem solchen Szenario wohl am meisten zu verlieren hätte. "Jede Änderung kostet Geld, auch eine mit Einheitsbauteilen. Eigentlich sind wir mal mit dem Ansatz in die Saison gestartet, dass die Autos für zwei Jahre eingefroren sind. Budgetiert hat diese Änderungen also niemand", mahnt der Verantwortliche der Ingolstädter.

War Audi nur in Spielberg so überlegen?

Am Rennwochenende in Spielberg, dem ersten nach Abschaffung des Erfolgsballasts, waren die Audis im Wettbewerb überlegen - wie es die Konkurrenz befürchtet hatte. Am aktuellen Finalwochenende in Hockenheim relativiert sich das Bild etwas. Im ersten Qualifying holte BMW die erste Startreihe, dahinter zwei Audis und zwei Mercedes. Auf dem Hockenheimring scheint ein enger Wettbewerb auch ohne ausgleichendes Element zu funktionieren - zumindest bei der Zeitenjagd.

"Wir müssen nach Abschaffung der Gewichte nicht nur auf die nahe Zukunft schauen, sondern auch im Blick haben, was wir 2019 und 2020 haben wollen. Kurzfristige Lösungen sind nicht hilfreich", sagt Jens Marquardt. "Wenn wir auf dem Weg in Richtung 2019 nochmal scharf links abbiegen, ist das für potenzielle Neueinsteiger eher abschreckend. Ich male mal ein Bild: Wenn ein Tisch vier Beine hat und ich ziehe eines weg, dann fällt er um. Wenn ich also einen Tisch mit drei Beinen haben will, muss ich ihn neu konstruieren."

Was Marquardt damit ausdrücken möchte: Die Entwicklung der aktuellen Autos geschah auf Grundlage eines Reglements mit Performancegewichten. Da diese Regelung nun abgeschafft wurde, müsse die Homologation schon nach dem ersten Jahr wieder erneuert werden. Man will nachbessern können. "Wenn es ein Geben und Nehmen ist, jeder mal etwas hergibt, dann ist es im Sinne der Zukunft ein ganz wichtiges Zeichen nach außen", sagt der BMW-Rennleiter.

"Ich fahre sehr gern gegen Daimler und Audi, auch wenn das nach außen manchmal nicht so aussieht", erklärt Marquardt mit Blick auf den eisigen politischen Wind in der DTM 2017. "Wir haben zuletzt vielleicht einige Dinge etwas überdreht. Wenn man aber mal die vielen Diskussionen, die oftmals leider den Sport in den Schatten stellen, zur Seite lässt, dann hatten wir doch in den vergangenen Jahren mit großen Marken und starken Fahrern tolle Rennen erlebt."

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