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BMW-Fahrer bei Regen-Poker in der Eifel im Pech

09. September 2017 - 18:23 Uhr

BMW im Pech in chaotischem Samstagsrennen der DTM 2017 am Nürburgring: Nur zwei Autos in den Top 10 - Augusto Farfus bester BMW auf Platz acht

Augusto Farfus
Am Samstag war Augusto Farfus der beste BMW-Fahrer
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Das Samstagsrennen der DTM auf dem Nürburgring wurde zum Regen-Poker - in dem die BMW Teams nicht das nötige Glück auf ihrer Seite hatten. Nach einem starken Qualifying mit fünf BMW Fahrern in den Top 10 machte ein Regenschauer gegen Mitte des Rennens alle Chancen auf den Sieg und Podiumsplätze zunichte. Augusto Farfus führte das Rennen zunächst souverän an, wurde jedoch vom Regen überrascht und fiel nach einem zusätzlichen Boxenstopp zurück auf den achten Platz. Ähnlich erging es Marco Wittmann, der von Startplatz zwei zumindest Punkte für Rang neun sammelte. Timo Glock, Bruno Spengler, Tom Blomqvist und Maxime Martin belegten am Ende die Plätze zwölf, 13, 16 und 17.

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Kurz vor dem Start geht ein heftiger Regenschauer auf den Nürburgring nieder. Folglich starten alle Fahrzeuge auf Regenreifen. Augusto Farfus erwischt von Position vier einen Blitzstart und geht in Führung. Marco Wittmann kommt aus der ersten Reihe nicht gut weg und reiht sich direkt vor Timo Glock auf Position fünf ein. Tom Blomqvist fällt bereits in der ersten Kurve aufgrund eines technischen Problems ans Ende des Feldes zurück, kann aber weiterfahren.

Auf abtrocknender Strecke beginnen nach 16 Runden die Reifenwechsel auf Slicks -alle BMW Fahrer setzen auf Trockenreifen. Nur drei Runden später folgt jedoch ein weiterer Regenschauer, der die Rennstrategie zu einem Pokerspiel werden lässt. Maxime Martin rutscht auf nasser Fahrbahn in die Reifenstapel und verliert viele Positionen. Farfus und Wittmann wechseln als erste BMW Fahrer von Slicks wieder zurück auf Regenreifen.

Am Ende kommen sie auf den Plätzen acht und neun zwar noch in die Punkteränge, haben jedoch gegen die Piloten, die im Regen-Poker bessere Karten hatten und sich einen Boxenstopp sparen konnten, keine Chance mehr. Die übrigen BMW Piloten kommen außerhalb der Top 10 ins Ziel.

Jens Marquardt (BMW-Motorsport-Direktor): "Nach einem guten Qualifying haben wir im Rennen heute alles liegen lassen und die falsche Strategie gewählt - trotz aller Wettervorhersagen und Ortskenntnis. Den zweiten Regenschauer haben wir in dieser Stärke nicht kommen sehen, sonst hätten wir die Autos draußen gelassen. Von dieser Ausgangsposition nur zwei Autos in den Top 10 zu haben, ist enttäuschend. Augusto hat zumindest noch Punkte mitgenommen, nachdem er vom Start weg super unterwegs gewesen war und hätte gewinnen können. Jetzt müssen wir erst einmal analysieren, warum wir heute so danebengelegen haben. Wichtig ist, dass wir uns für morgen wieder richtig aufstellen."

Stefan Reinhold (RMG-Teamchef): "Im Qualifying konnten unsere Fahrer heute bei wechselnden Bedingungen einen super Job abliefern, die Ingenieure und das Team haben die Autos perfekt hinbekommen. Auch zu Beginn des Rennens haben wir alles richtig gemacht, bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir aufgrund falscher Annahmen die Entscheidung getroffen haben, auf Slicks zu wechseln. Das Resultat haben dann alle gesehen."

Marco Wittmann (9. Platz): "Ich bin mega enttäuscht. Wir haben alle die falsche Strategie gewählt. Das ist schade. Augusto Farfus hat an der Spitze eine starke Pace gezeigt. Anfangs war ich ein bisschen besser unterwegs als die vor mir fahrenden Mercedes, kam aber nicht vorbei. Als es trockener wurde, musste ich etwas abreißen lassen. Wir haben dann auf Slicks gewechselt und waren von den Rundenzeiten gut dabei. Doch dann kam der Regen, und wir wussten schnell, dass wir die falsche Entscheidung getroffen hatten. Am Ende habe ich noch zwei Punkte gesammelt. Aber es hätten mehr sein können."

Augusto Farfus (8. Platz): "Ich hatte einen perfekten Start, einen perfekten ersten Stint. Wir hatten es in der Hand, hier zu gewinnen. Als ich in der Box beim Reifenwechsel stand, fing es an zu regnen. An diesem Punkt haben wir das Rennen verloren. Doch wir sind zurückzukommen und konnten immerhin noch Punkte holen. Meine Pace war sehr gut. Aber wenn du den Sieg vor Augen hast und er dir aus der Hand gerissen wird, dann ist das sehr schade. Heute hat uns das Eifel-Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht."

Timo Glock (12. Platz): "Ich hatte einen sehr guten Start, der ganze erste Stint war gut. Es gab ein bisschen Lackaustausch mit Mattias Ekström, aber das war okay. Dann hatten wir Pech, Gary Paffet hat mich umgedreht. So waren wir schon aus den Punkten heraus. Eine Runde nach dem Wechsel auf Slicks hat es dann angefangen zu regnen. Heute hatten wir kein goldenes Händchen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir es morgen besser machen."

Bart Mampaey (RBM-Teamchef): "Die Eifel hat heute die Kontrolle über unsere Performance übernommen. Ich denke, dass wir mit Maxime, Bruno und Tom eine Menge richtig gemacht haben. Die Autos waren gut vorbereitet und sehr konkurrenzfähig, als es im Rennen nass war. Leider hatte Tom am Start ein Problem mit dem Getriebe, aber dann waren wir gut unterwegs. Mit Maxime haben wir mit guten Manövern einige Positionen gutgemacht, auch Bruno hat sich vorgearbeitet. Der zweite Regenschauer hat sich leider in dieser Stärke auf unserem Radar nicht angedeutet, also haben wir beim Stopp Trockenreifen aufgezogen. Doch dann verschlechterten sich die Bedingungen wieder - also war das die falsche Entscheidung."

Bruno Spengler (13. Platz): "Leider war unsere Strategie heute nicht optimal, aber man muss bei so etwas auch viel Glück haben. Ich glaube, die Leute an der Boxenmauer hatten heute eine sehr schwierige Aufgabe, die richtige Strategie zu finden. Ich wollte eigentlich auch auf Slicks bleiben, weil ich dachte, dass die Strecke trotz des Regens schnell abtrocknet, denn das war zu Beginn der Fall. Wenn dies so gekommen wäre, hätten wir gut gepunktet. Es war ein bisschen Pech dabei."

Tom Blomqvist (16. Platz): "Es war ein seltsames Rennen. In der ersten Kurve wurde ich von hinten getroffen und hatte dann Probleme, wieder in den ersten Gang zu schalten. Danach war ich Letzter. Das Auto war im Grunde sehr gut. Aber wir hatten nicht die richtige Strategie. Wir haben auf Slicks gewechselt, doch dann hat es wieder angefangen zu regnen. Unsere Taktik hat einfach nicht gepasst."

Maxime Martin (17. Platz): "Es war eine Lotterie. Wir sind an die Box gekommen und haben Trockenreifen aufgezogen, und das war die falsche Entscheidung. Genau in diesem Moment begann es zu regnen. Ich war dann mit kalten Slicks auf nasser Strecke unterwegs. Dabei habe ich das Auto verloren und bin geradeaus in den Kies gefahren. Wir haben wieder Regenreifen aufgezogen, konnten aber nicht mehr viel ausrichten. Morgen melden wir uns stärker zurück."

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