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ARD lobt die Formel E: Ist die DTM bald raus?

07. August 2017 - 12:46 Uhr

In der ARD verdichten sich die Hinweise auf einen Abschied von der DTM: Formel E wird schon als mögliches neues Betätigungsfeld in den Fokus gerückt

Gary Paffett, Augusto Farfus
Mercedes (vorn) wird sich Ende 2018 aus der DTM-Szene verabschieden
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Nach der Ankündigung von Mercedes, sich nach der Saison 2018 aus der DTM zurückzuziehen, wird im Hintergrund an der Rettung der Serie gearbeitet. Um das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) für die Zeit ab 2019 auf möglichst stabile Beine stellen zu können, bedarf es zweier wichtiger Entscheidungen, die als Grundlage für den möglichen Einstieg neuer Hersteller enorm wichtig sind: Das Regelwerk muss abgesegnet, ein neuer TV-Vertrag unter Dach und Fach gebracht werden.

Der Kontrakt mit dem langjährigen Partner ARD endet mit Ablauf der DTM-Saison 2017. War eine Verlängerung des Vertrages vor einigen Jahren stets reine Formsache, so steht die Zusammenarbeit spätestens seit 2015 immer mehr auf der Kippe. Die Einschaltquoten haben sich negativ entwickelt, die Zufriedenheit von Herstellern, Fans und Fahrern der DTM mit der TV-Übertragung im Sender 'Das Erste' nahm gleichzeitig ab. Die ARD verliert die Lust an der DTM, die pro Jahr einen nicht unerheblichen Millionenbetrag kostet.

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Während die Verhandlungen um eine mögliche Fortsetzung der Zusammenarbeit im Hintergrund weiterlaufen, macht die ARD sehr deutlich, dass man gute Alternativen zur DTM im Blick hat. Ein Bericht über das Formel-E-Wochenende in Berlin erzielte in der "ARD-Sportschau" starke Quoten, die rein elektrische Rennserie lässt sich im besonderen Gefüge des öffentlich-rechtlichen Senders aufgrund des "grünen Anstrichs" zudem viel besser argumentieren. Die Formel E könnte das Motorsport-Zugpferd der Zukunft sein.

Dies unterstrich die ARD am Sonntagabend in der prominenten Nachrichtensendung "Tagesthemen". In einem Beitrag des DTM-TV-Kommentators Philipp Sohmer über den Herstellerboom in der Formel E hieß es: "Endlich Ruhe - endlich Ruhe vor 'Dieselgate', Stickoxyd und schlechter Presse." Allein dieser Satz bringt deutlich zum Ausdruck, wie wenig Freude die Sendeanstalt an den aktuellen Entwicklungen im klassischen Motorsport - also auch der DTM - hat. Die werksseitigen Engagements der deutschen Automobilgiganten Audi, BMW, Mercedes und Porsche machen die Formel E in Zukunft noch attraktiver für die ARD - und die DTM rutscht in der Gunst zwangsläufig noch weiter ab.

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