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Motorsportchefs wünschen sich vierten Hersteller in der DTM

06. Juli 2017 - 09:42 Uhr

Um das Starterfeld zu vergrößern gibt es nach Ansicht der drei DTM-Hersteller nur einen Weg: Vierter Hersteller muss her - Toyota potenzieller Kandidat

Edoardo Mortara
Dreikampf in der DTM: Audi, BMW und Mercedes kämpfen um die DTM-Krone
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das Thema Kostenreduktion ist und bleibt ein heißes Thema in der DTM. Noch vor Beginn der Saison 2017 haben sich die Hersteller Audi, BMW und Mercedes darauf geeignet, statt der üblichen acht Fahrzeuge nur noch sechs einzusetzen. Das Starterfeld wurde dadurch von 24 auf 18 Autos reduziert. Dadurch sollten die Kosten sinken, auch weil weniger Personal an der Rennstrecke und in den heimischen Werken benötigt werden. Die Material- und Entwicklungskosten wurden durch die Einführung von Einheitsbauteilen herabgesetzt.

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Die Fans der Tourenwagenserie wünschen sich wieder mehr Autos im Feld. Doch wenn die Hersteller wieder mehr Autos einsetzen, dann müssten sie auch wieder mehr Geld in die Hand nehmen. "Die Budgets müssten dann größer werden oder die Autos billiger. Dann könnten wir es uns leisten, wieder mehr Fahrzeuge einzusetzen", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

Eine andere Idee bringt Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz ins Spiel: "Ich würde mir wünschen, dass ein weiterer Hersteller dazukommt. Das wäre für die Fans, für die Hersteller und für die Kostensituation das Beste."

Vierter Hersteller ausdrücklich erwünscht

Mit dem Reglement für die aktuelle Saison und der Erhöhung der Zahl der kostengünstigeren Einheitsbauteile sei die Eintrittsbarriere deutlich heruntergesetzt gesetzt worden, so Fritz und nennt ein Beispiel aus der Vergangenheit: "Das gleiche ist vor der Saison 2012 passiert, als BMW in die DTM gekommen ist. Und BMW war auf Anhieb wettbewerbsfähig."

Diesen Vorschlag unterstützt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt: "Ich heiße jeden Hersteller, der hier mit uns fahren will, sehr herzlich willkommen. Das wäre eine tolle Geschichte, weil es die Serie aufwerten und stabilisieren würde!"

"Ein vierter Hersteller würde uns sehr gut tun! Da wären einige von den Problemen, die wir so haben, gelöst", gesteht Gass. "Es gibt viele Diskussionen, weil es drei Hersteller sind, die sechs Autos einsetzen. Hätten wir sechs Hersteller, die drei Autos einsetzen, dann wären viele Planspiele einfacher. Viele Themen würden gar nicht erst zur Debatte stehen." Welche "Planspiele" er damit meint, wollte der Audi-Mann jedoch nicht verraten.

Kommt Toyota in die DTM?

Doch durch die Anpassung des DTM-Reglements mit der japanischen GT-Serie hat man den Grundstein für den Einstieg eines asiatischen Herstellers bereits gelegt. Und Marquardt bringt einen potenziellen Kandidaten ins Spiel. "Bei meinen ehemaligen Kollegen aus Köln könnte ich es mir gut vorstellen, dass sie mit einem Lexus in der DTM mitfahren. Es ist ein Premiumhersteller, der sehr gut zu uns in die Serie passen würde. Ich denke, mit dem Standort in Köln wären sie sehr gut in der Lage, so ein Programm locker auf die Beine zu stellen", sagt der ehemalige Toyota-Mann.

Die Kriterien, nach denen ein Automobilhersteller einen Einstieg in die DTM bewertet, seien überschaubar, so Marquardt und erklärt: "Lohnt es sich aus finanzieller und sportlicher Sicht, und habe ich die Chance, in absehbarer Zeit vorne mitzufahren und zu gewinnen. Nach diesen Kriterien wird in einem Automobilkonzern entschieden und gemeinsam müssen wir daran arbeiten, die Einstiegshürde herabzusetzen."

DTM am Norisring

Deutschland


30.06.-02.07.2017 Sonntag
Foto 1 von 66

Eine weitere Möglichkeit, das Starterfeld in der DTM zu erweitern, ist die Teilnahme von Privatteams. Doch dieser Variante stehen die Motorsportchefs skeptisch gegenüber. "Das ist extrem schwierig, weil es keine Vorjahresautos gibt", sagt Gass. "Die Monocoques werden über Jahre verwendet, dadurch stehen nicht jedes Jahr alte Autos zur Verfügung. Die Einstiegshürde für Privatteams wäre hoch, weil hohe Kosten auf sie zukommen würden."

Neues Reglement 2019

Auch Marquardt glaubt nicht an das Interesse von Privatteams: "Vorjahresautos einzusetzen wird schwierig. Die Autos der drei Marken sind durch das deutlich erweiterte Einheitsbauteile-Konzept und die Aerodynamik so unterschiedlich, dass es sehr schwierig wäre, die Autos untereinander auszubalancieren."

Ob und wann ein weiter Hersteller in die DTM einsteigt, ist noch offen. Doch einige Automobilhersteller hätten bereits Interesse bekundet, offenbart Gass: "Es hat und wird immer Gespräche zwischen der ITR und interessierten Herstellern geben."

Frühestens könnte dies 2019 geschehen, wenn ein neues technisches Reglement und neue Motoren in der DTM eingeführt werden. "Für 2018 haben sich in meinen Augen alle Hersteller verpflichtet", so Gass, der eine offizielle Bekanntgabe der an der DTM 2018 teilnehmenden Marken in der zweiten Jahreshälfte erwartet.

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