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Mercedes-DTM-Ausstieg: Wie geht es 2019 mit der DTM weiter?

25. Juli 2017 - 11:28 Uhr

Wie es nach dem Mercedes-DTM-Ausstieg mit der DTM 2019 weitergeht und welche Hersteller in die Tourenwagen-Serie einsteigen könnten

Start DTM Moskau
Wie geht es nach dem Mercedes-Ausstieg mit der DTM 2019 weiter?
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die DTM-Szene wurde am Montagabend von der Nachricht überrascht, dass Mercedes am Ende der Saison 2018 aus der deutschen Tourenwagenserie aussteigen wird. Der Rückzug der Stuttgarter bedeutet aber nicht gleichzeitig das Ende der DTM. Wenn kein anderer Automobilhersteller in die DTM einsteigt, würden mit Audi und BMW ab 2019 zwar nur noch zwei Marken um den Meisterschaftstitel in der deutschen Tourenwagen-Serie kämpfen. Doch das wäre nicht das erste Mal in der DTM-Geschichte.

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Als Opel sich Ende 2005 aus dem Deutschen Tourenwagen Masters zurückzog, waren von 2006 bis 2011 ebenfalls nur zwei Hersteller in der DTM unterwegs. Audi und Mercedes duellierten sich sechs Jahre um den DTM-Titel, bis 2012 BMW in die deutsche Tourenwagen-Serie kam und gleich in der Premierensaison mit Bruno Spengler die Meisterschaft gewann.

Mit der geplanten Einführung von Einheitsmotoren zur Saison 2019 stehen Herstellern aus den asiatischen Rennserien die Türen offen. Honda, Lexus und Nissan sind in der japanischen Super-GT-Serie unterwegs und diese Fahrzeuge ähneln denen der DTM sehr. Durch die Einführung des Class-One-Reglements, wonach die Reglements der Tourenwagenserien in Asien und Amerika und der DTM vereinheitlicht werden sollen und die Fahrzeuge der Hersteller in Serien auf allen drei Kontinenten eingesetzt werden können, wäre ein Einstieg eines asiatischen Herstellers in die DTM realistisch.

Auch BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt könnte sich ein Engagement Toyotas in der DTM vorstellen. "Bei meinen ehemaligen Kollegen aus Köln könnte ich es mir gut vorstellen, dass sie mit einem Lexus in der DTM mitfahren. Es ist ein Premiumhersteller, der sehr gut zu uns in die Serie passen würde. Ich denke, mit dem Standort in Köln wären sie sehr gut in der Lage, so ein Programm locker auf die Beine zu stellen", sagt der ehemalige Toyota-Mann. Auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com' wollte man sich bei den Kölnern zu einem möglichen Engagement in der DTM nicht äußern.

Einige Automobilhersteller hätten bereits Interesse bekundet, offenbarte Audi-Motorsportchef Dieter Gass am Norisring: "Es hat und wird immer Gespräche zwischen der ITR und interessierten Herstellern geben."

Nach der Ankündigung des Mercedes-Ausstiegs werden die Gespräche mit interessierten Herstellern in den kommenden Wochen wohl intensiver werden. "Mercedes hat den Ausstieg mit weitem Vorlauf für Ende 2018 angekündigt. Damit bleibt der ITR Zeit, die Situation zu analysieren und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft aufzusetzen", erklärt der ITR-Vorstandsvorsitzende Gerhard Berger. Vielleicht gibt es nach der schlechten Nachricht bald wieder gute für die DTM.

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