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Mattias Ekström holt sich Führung in Gesamtwertung zurück

23. Juli 2017 - 18:26 Uhr

Mattias Ekström erobert mit Platz zwei im Sonntagsrennen in Moskau die DTM-Führung zurück: Spektakuläre Aufholjagd des Schweden nach Safety-Car

Mattias Ekström
Mattias Ekström übernimmt wieder die Meisterschaftsführung
© Audi

(Motorsport-Total.com) - Mit einer spektakulären Aufholjagd hat Audi-Pilot Mattias Ekström die Führung in der DTM zurückerobert. Nach dem turbulenten ersten Rennen der zweiten Saisonhälfte liegen drei Audi-Piloten auf den ersten vier Plätzen der Gesamtwertung.

Das Sonntagsrennen auf dem Moskau Raceway war ein echter Thriller. Nach einer frühen Safety-Car-Phase hatten jene Piloten einen Nachteil, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht zum Reifenwechsel an die Box gekommen waren. Dazu zählte auch Mattias Ekström, der nach anfänglich klarer Führung auf den zehnten Platz zurückfiel und sich Position um Position wieder nach vorn arbeiten musste.

Der härteste Brocken war dabei der amtierende Champion Marco Wittmann (BMW), den Ekström nach einem harten Duell in der vorletzten Runde von Platz zwei verdrängte. Anschließend machte der Audi-Pilot noch Jagd auf den Führenden Maro Engel (Mercedes), der bereits in der ersten Runde die Reifen gewechselt hatte und in der Schlussphase deutlich langsamer als Ekström war. Im Ziel fehlten dem Schweden nur 0,376 Sekunden zum ersten Saisonsieg.

Safety-Car kostet Ekström den Sieg

"Nach Budapest ist es das zweite Mal, dass mich ein Safety-Car den Sieg kostet", sagte Ekström nach dem von harten Duellen und spektakulären Überholmanövern gekennzeichneten Rennen. ""Am Anfang habe ich mit Bruno (Spengler) um die Führung gekämpft. Ich war auf Dauer schneller und konnte ihn überholen. Durch das Safety-Car wurden die Karten neu gemischt. Von da an war es ein höchst unterhaltsames Rennen. Am Ende bin ich heute mit Platz zwei, 20 Punkten aus Qualifying und Rennen sowie der Tabellenführung sehr zufrieden."

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Auch den anderen Audi-Piloten wurde auf dem Moskau Raceway am Sonntag nichts geschenkt. Rene Rast, Jamie Green und Mike Rockenfeller kämpften sich von hinteren Positionen mit beherzten Manövern auf die Plätze vier (Rast), fünf (Green) und sieben (Rockenfeller) nach vorn. Gegen Rockenfeller wurde nach Rennende eine 5-Sekunden-Zeitstrafe ausgesprochen, wodurch er seinen Platz in den Punkterängen verlor.

Loic Duval zählte zur Gruppe jener Fahrer, die vor der Safety-Car-Phase an die Box gekommen waren. Der Franzose lag mit dieser Strategie zeitweise auf dem vierten Platz, wurde kurz vor Rennende aber gleich von zwei Konkurrenten touchiert und fiel bis auf Rang 15 zurück. Nico Müller fuhr dagegen einen extrem langen ersten Stint. Bis vier Runden vor Rennende verteidigte der Schweizer die Führung, ehe er seinen Boxenstopp absolvierte.

"Unglaublich spannendes Rennen"

"Das war ein unglaublich spannendes Rennen", sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. "Es gab von Anfang bis Ende packende Duelle und Überholmanöver. Da war alles drin, was sich DTM-Fans wünschen. Ohne das Safety-Car hätten wir vielleicht auch heute gewinnen können. Aber trotzdem war es insgesamt ein gutes Ergebnis für uns mit drei Autos in den Punkterängen und einem Podium. In allen drei Meisterschaften sind wir nun in einer guten Position."

Die Fahrerwertung führt Mattias Ekström nun einen Punkt vor Rene Rast an. Jamie Green und Mike Rockenfeller behaupten die Positionen vier und sechs. In der Herstellerwertung baute Audi den Vorsprung aus. In der Teamwertung liegen mit dem Audi Sport Team Rosberg und dem Audi Sport Team Abt Sportsline nach zehn von 18 Rennen zwei Audi-Teams an der Tabellenspitze.

Dieter Gass (Audi-Motorsportchef): "Wir haben auch in Moskau zwei tolle DTM-Rennen erlebt. Vor allem am Sonntag war von der ersten bis zur letzten Runde unheimlich viel geboten. Bessere Unterhaltung kann man sich als Motorsport-Fan kaum wünschen. Aus Audi-Sicht war der Doppelsieg am Samstag natürlich ein Traum. Am Sonntag hat uns wie schon in Budapest das frühe Safety-Car einen Strich durch die Rechnung gemacht."

"Zum Glück konnten sich unsere Jungs wieder durch das Feld nach vorn kämpfen. So haben wir unsere Position in allen drei Meisterschaften verbessert. Daran wollen wir in vier Wochen in Zandvoort anknüpfen, wo uns in Bezug auf die Reifen die vielleicht größte Herausforderung des Jahres erwartet. Als DTM-Fan würde ich mir Zandvoort nicht entgehen lassen."

Mattias Ekström: "Grundsätzlich bin ich mit meiner Leistung an diesem Wochenende zufrieden. Schade, dass mich Timo Glock im Samstagsrennen rausgeschoben hat. Das hat mich viel Zeit gekostet und hatte auch ein paar technische Probleme zur Folge. Das Rennen am Sonntag wer sehr unterhaltsam."

Rene Rast: "Ein gutes Wochenende, ich habe viele Punkte geholt. Am Samstag habe ich gewonnen, am Sonntag bin ich Vierter geworden. Außerdem habe ich noch drei Zähler aus den Qualifyings mitgenommen. Von daher bin ich zufrieden. Allerdings hätten wir im zweiten Rennen mit einem besseren Stopp auch Dritter werden können. Ich habe dabei viel Zeit verloren. Zum Glück ist das Feld dann wieder zusammengestaucht worden und ich konnte wieder Boden gutmachen. Letztlich sind wir mit einem blauen Auge davongekommen."

Jamie Green: "Das war kein einfaches Wochenende für mich, da ich in den Qualifyings nicht das Optimum aus dem Auto herausholen konnte. In den Rennen, besonders am Sonntag mit Platz fünf, lief es deutlich besser. Das stimmt mich zuversichtlich, dass wir beim nächsten Lauf in Zandvoort zurückschlagen können."

Mike Rockenfeller: "Mit einem gebrochenen Fuß hierherzukommen, ohne zu wissen, ob ich überhaupt werde fahren können, und dann mit einem zweiten Platz nach Hause zu fahren, das ist schon super. Natürlich wäre ich auch gern am Sonntag aufs Podium gefahren, aber von Platz 16 aus ist das schwierig, zumal uns das Safety-Car nicht gerade in die Karten gespielt hat. Aber wie gesagt, vor dem Hintergrund, dass ich mit rechts bremsen musste, bin ich überaus zufrieden. Danke an Audi, mein Team, meine Ärzte, meine Physios und alle anderen, die es mir möglich gemacht haben, dass ich hier fahren konnte. Und Glückwunsch an Rene (Rast) zum Sieg am Samstag und an Eki (Mattias Ekström) zur Tabellenführung."

Nico Müller: "Ich hatte große Erwartungen an Moskau, weil ich hier in der Vergangenheit gut unterwegs war. Leider ging dann in den Qualifyings viel schief. Am Samstag hatte ich Pech mit der Gelben Flagge. Außerdem hat die Abstimmung nicht gepasst. Und am Sonntag fehlte dann völlig die Pace. Normalerweise bin ich immer gut im Qualifying, aber es gibt solche Tage in der DTM, an denen nicht viel passt. Und wenn du von hinten starten musst, wird es schwer bei uns in der DTM - genau das habe ich hier in Moskau erlebt. Null Punkte - das tut weh. Aber in Zandvoort werden wir wieder angreifen."

Loic Duval: "Wenn man auf die Punktestände schaut, sieht es natürlich sehr schlecht aus. Dementsprechend bin ich auch enttäuscht. Das Positive ist aber, dass wir während des Wochenendes einen guten Speed hatten. In allen Trainings waren wir unter den Top 10. Am Samstag war wegen der Rückversetzung in der Startaufstellung im Rennen leider nicht mehr drin."

"Am Sonntag sah es mit unserer Strategie zunächst vielversprechend aus. Doch ausgerechnet in diesem Rennen hatten wir die schlechteste Fahrzeug-Balance am ganzen Wochenende und waren nicht wettbewerbsfähig. Ich denke, wir hätten es verdient gehabt, Punkte aus Moskau mitzunehmen. Letztendlich war es immerhin für Audi ein positives Ergebnis und darüber freue ich mich mit. Jetzt schaue ich auf Zandvoort und hoffe, dass wir dort an unsere Entwicklung anknüpfen können."

Thomas Biermaier (Teamchef Abt-Audi): "Mattias (Ekström) hat an diesem Wochenende erneut eine bärenstarke Leistung gezeigt und liegt verdient weiter an der Tabellenspitze. Am Samstag hat ihm Timo Glock leider wertvolle Punkte gekostet, am Sonntag hat uns das Safety-Car einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wie er sich dann aber wieder nach vorn gekämpft hat, war Eki at his best. Hut ab! Für Nico (Müller) war es leider ein Wochenende zum Vergessen. Das begann schon am Samstag im Qualifying mit der Gelben Flagge, die für ihn genau zum falschen Zeitpunkt kam. Wir haken das ab und blicken voller Vorfreude nach Zandvoort, wo wir Ekis Führung ausbauen wollen."

Ernst Moser (Teamchef Phoenix-Audi): "Ich persönlich komme immer wieder gern nach Moskau. Auch weil wir hier stets recht erfolgreich sind. Das gilt vor allem für Rocky (Mike Rockenfeller). Auch dieses Mal hat er hier eine starke Leistung gezeigt. Dass er am Samstag trotz seiner Verletzung am Fuß aufs Podest gefahren ist, war bemerkenswert. Bei Loic (Duval) fehlte uns etwas das Glück im Rennen. In den Qualifyings war er bis auf wenige Zehntel an Top-3-Plätzen dran."

Arno Zensen (Teamchef Rosberg-Audi): "Ein tolles Wochenende für uns mit einem weiteren Sieg. Nachdem Rene (Rast) am Samstag gewonnen hat, konnten wir am Sonntag mit ihm auf dem vierten und Jamie (Green) auf dem fünften Platz weitere wichtige Punkte sammeln. Leider haben unsere Boxenstopps am Samstag überhaupt nicht geklappt. Wir wissen, dass wir da nachlegen müssen und arbeiten intensiv daran. In der Teammeisterschaft haben wir unseren Vorsprung auf 50 Punkte ausgebaut und in der Fahrermeisterschaft liegt René nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Eki (Mattias Ekström). Entsprechend motiviert fahren wir zum nächsten Lauf nach Zandvoort."

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