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Maro Engel verschafft sich Respekt: "Das war nicht nur Glück"

24. Juli 2017 - 10:57 Uhr

Mit seinem Debütsieg in der DTM hat Mercedes-Pilot Maro Engel ein Kracher-Rennen in Moskau abgerundet und dabei Talent und Köpfchen bewiesen

Maro Engel, Bruno Spengler
Maro Engel hat sich am Sonntag endlich einen Namen in der DTM gemacht
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Maro Engel ist kein Rookie. Er ist ein sogenannter Rückkehrer. Zwischen 2008 und 2011 hatte er sein Glück schon einmal versucht - dabei aber nicht einmal das Podium erreicht. Beim Comeback jetzt der Durchbruch: In Moskau konnte sich der Mercedes-Pilot im Sonntagrennen durchsetzen und seinen ersten Sieg im 52. DTM-Rennen holen. Dabei wurden ihm in Russland viele Steine und ein Audi in den Weg gelegt. Wenn nach einem so ereignisreichen und actiongeladenen Rennen ein vermeintlicher Außenseiter den Siegerpokal in die Luft stemmt, dann ist schnell von Glück die Rede.

Aber Engel ist den 10. Saisonlauf taktisch angegangen - und hat sich dabei den Respekt der Konkurrenz verschafft. Er selbst spricht von Glück. Der Zweitplatzierte Mattias Ekström betont aber: "Ich habe noch niemanden gesehen, der ein DTM-Rennen ohne Glück gewonnen hat. Er war schnell genug und hat Autos überholt, die auf der gleichen Strategie waren. Das sollte man nicht in den Schatten stellen."

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Die 25 Punkte für den Sieg waren nicht nur eine Überraschung, weil Engel zum ersten Mal auf dem Moscow Raceway unterwegs war. Anlaufschwierigkeiten gibt er selbst zu: "Am Morgen war ich noch recht unzufrieden mit mir. Es hat einige Zeit gebraucht, mich an die Strecke zu gewöhnen. Ich hatte zwar eine gute Pace im Samstagsrennen und auch ein gutes Qualifying, aber ich habe einen Fehler gemacht und so bin ich am Ende der Startaufstellung gelandet. Ich hätte bestimmt keinen Sieg erwartet."

Die Mercedes-Überraschung

In Russland hatte am Sonntag aber auch keiner mehr überhaupt mit einem Mercedes-Sieg gerechnet. Sie Stuttgarter stellten das schwerste Auto im Feld. Am Samstag kamen sie nur mit Mühe in die Top 5. Engel selbst wurde im ersten Rennen Zehnter und startete das zweite von Platz 17. Taktisch ging man daher ein Risiko ein und wechselte schon nach der ersten Runde die Reifen. Da es zu einer frühen Safety-Car-Phase kam, ging diese Überlegung auf.

"Unsere Strategie war sogar auf einer Safety-Car-Phase basiert", erklärt Engel. "Wir wussten, dass es das perfekte Szenario für uns wäre, wenn es rauskommt. Und als es rauskam habe ich realisiert, dass wir eine Chance auf den Sieg haben, wenn ich an Duval und Wittmann vorbeikomme."

Engel vertraute darauf, "ein gutes Rennauto" zu haben. Dabei ließ er sich auch nicht von der Audi-Taktik verunsichern, Nico Müller vorne als Bremsklotz einzusetzen, damit Ekström wieder rankommen konnte. Der Zuschaue hatte den 31-Jährigen gar nicht mehr auf dem Zettel, als er plötzlich zum erfolgreichen Überholmanöver gegen den sicher geglaubten Sieger Marco Wittmann ansetzte.

Kein Überblick über Rennende

Und als Müller endlich den Weg freimachte, konnte er seine aufgesparte Pace entfalten. "Das Team hat mir einfach ein gutes Auto hingestellt. Ich wusste, dass wir über die Distanz eine gute Pace haben, wenn ich meine Reifen gut manage. Meine schnellste Runde habe ich sogar in der letzten geschafft."

Das hielt ihm am Ende auch Ekström vom Hals. Der Audi-Pilot ist sich sicher, dass er mit einer Runde mehr noch hätte angreifen können - und Engel zitterte auch noch. Nach eigenen Angaben war ihm gar nicht bewusst, wann das Rennen zu Ende war. Schließlich beschreibt er die Endphase als "die die längsten fünf, sechs Runden meines Lebens."

Bei Mercedes freut man sich über den unerwarteten Punktesegen. "Natürlich hatten wir Glück mit dem Safety-Car", räumt Teamchef Ulrich Fritz ein. "Aber obwohl Müller alles versucht hat, das Feld aufzuhalten, um Ekström den Sieg zu ermöglichen, ist Maro cool geblieben und hat das Ding nach Hause gebracht. Das war eine starke Leistung!"

Formel-1-Weltmeister gratuliert

Und die Rivalen geben Erfolgstipps. "Maro hat das toll gemacht", sagt der Drittplatzierte Bruno Spengler. "Seinen ersten DTM-Sieg muss man richtig genießen." Wie man richtig feierte, wollte der BMW-Pilot seinem Rivalen aber nur im Privatem erzählen.

Zu den ersten Gratulanten gehörte im Übrigen auch der amtierende Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, der Engel als guten Freund und Nachbarn kennt. "Es freut mich sehr, dass sich Maros Beharrlichkeit und Ehrgeiz durchgesetzt hat", sagt Rosberg gegenüber 'Auto Bild'. "Diese Eigenschaften kenne ich nur zu gut von vielen Backgammon-Partien. Toll zu sehen, dass Maro nach seinem DTM Debüt 2008 nie aufgegeben hat und jetzt dafür belohnt wurde. Hoffentlich folgen noch viele weitere Siege."

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