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"Habe fast geweint": Lucas Auer mit Krampffuß aufs Podium

04. Juli 2017 - 12:21 Uhr

Dass Lucas Auer im Sonntagsrennen auf dem Norisring noch Platz zwei hielt, hat er 15 Runden vor Schluss selbst nicht mehr gedacht - Er bremste mit rechts

Maxime Martin, Lucas Auer
Tapfer: Lucas Auer musste sich bis zum Rennende durchbeißen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Abgefahrene Reifen, zu wenig Grip oder gar ein technisches Problem am Auto? Nein. Dass es Lucas Auer in der Schlussphase des Sonntagsrennens auf dem Norisring noch einmal spannend machte, hatte körperliche Gründe. "In den letzten Zehn Runden konnte ich nicht mehr, weil ich einen Krampf im Fuß hatte", erklärt der Mercedes-Pilot. "Ich habe fast geweint, weil ich nicht mehr gewusst habe, wie ich bremsen soll."

"Und dann ist mir ein Riesenfehler passiert. Und dann war Riesenchaos." Denn mit seinen Schlenkern verlor er nicht nur den Anschluss zum Führenden Maxime Martin, er lockte auch die Hinterherfahrenden in den Positionskampf. Am Ende reichte es für die Podiumsplatzierung. Und die Verwirrung, die er stiftete, verhalf sogar noch Teamkollege Edoardo Mortara aufs Treppchen.

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Da hat das Magnesium-Wasser von Sponsor BWT mal keine Wirkung gezeigt. Denn Shootingstar Auer war am Ende vom ereignisreichen Rennen gezeichnet. Von Startplatz sechs aus hatte er die kluge Frühstopper-Strategie gewählt und wechselte schon nach der ersten Runde die Reifen. Danach ließ er sich nach vorne durchreichen. Bis es zur Rennunterbrechung kam. Die Rotphase, ausgelöst durch einen heftigen Crash zwischen Gary Paffett und Mike Rockenfeller, dauerte eine halbe Stunde. Danach ging es nicht gerade entspannter weiter.

"Die zweite Hälfte des Rennens war hart", so Auer, der noch kurzzeitig die Führung im Visier hatte. "Ich konnte Maxime attackieren und dachte schon, jetzt kann ich davonfahren. Aber er hat das gut gemacht. In Kurve eins konnte er zurückschlagen und ich musste ihn ziehen lassen. Das war eigentlich ein ziemlich cooler Kampf. Aber irgendwann wussten wir, dass es gelaufen war."

Und dann streikten auch noch die Muskeln: "In den letzten 20 Runden habe ich schon einen Krampf im linken Fuß bekommen. Also habe ich versucht, mit dem rechten Fuß zu bremsen. Das war aber nichts. Ich habe angefangen, Fehler zu machen. Deswegen bin ich am Ende sehr glücklich über Platz zwei. Denn 15 Runden vor Schluss war ich mir sicher, dass es in einem Desaster enden würde."

Kein Desaster, aber ein Hochspannungs-Moment spielte sich hinter ihm ab. Denn Marco Wittmann verlor beim Angriff auf ihn eine Position an Mattias Ekström und fuhr dem Audi beim Versuche zurückzuschlagen hinten rein. Dadurch witterte Mortara seine Chance und alle drei fuhren nebeneinander auf die Ziellinie zu. Der zweite rosa Mercedes hatte die Nase am Ende um zwei Tausendstelsekunden vorn.

"So etwas habe ich noch nie gehabt - also schon einmal einen Krampf über zwei Runden oder so", erklärt der Österreicher seinen Zustand. "Aber dass sich so etwas so auswirken kann, dass du nicht mehr weißt, wie du bremsen sollst und auf die Idee kommst, im Rennauto mit rechts zu bremsen - und das auch noch auf dem Norisring - das war eine seltsame Erfahrung."

Die 18 Punkte für Platz zwei waren wichtig für Auer. Nach seinem starken Saisonauftakt war er in Budapest schon komplett leer ausgegangen Auch das Samstagsrennen in Nürnberg konnte er nicht beenden. Nach Moskau reist er nun als Gesamtzweiter mit nur zwei Punkten Rückstand auf Ekström.

"Ich bleibe dabei: An einem perfekten Rennwochenende gibt es 56 Punkte", sagt er. "Da braucht man sich über die Meisterschaft noch keinen Kopf zu machen. Ich bin glücklich, dass ich wieder ein Rennen beenden konnte und das auch noch auf Platz zwei. Jetzt freue ich mich aufs kommende."

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