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Fahrer funken verwundert: "Wo ist meine Boxentafel?"

04. Juli 2017 - 15:59 Uhr

Boxentafeln signalisieren nur noch, dass der Fahrer an die Box kommen soll: "Entertainment-Faktor" am BMW-Kommandostand und kuriose Funksprüche

Bruno Spengler
Unterhaltungsfaktor am Kommandostand: Fahrer suchen Boxentafel
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die erste Veranstaltung der DTM 2017 nach Einführung eines verschärften Kommunikationsverbots zwischen Kommandostand und Fahrer liegt hinter uns. Am vergangenen Wochenende am Norisring durften die Teams der Hersteller von Audi, BMW und Mercedes ihren jeweiligen Fahrern nur eine abspeckte Version der Boxentafel zeigen.

Auf dieser war nur das Wort "Box" zu lesen, die den Piloten mitteilen sollte, dass er am Ende der Runde die Box ansteuern sollte. Um ein Zielzeitfahren, wie es im zweiten Rennen auf dem Hungaroring zu beobachten war, zu verhindern, schritt der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB) ein und verbot alle anderen Buchstaben, Zahlen und Symbole auf den Pitboards.

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Schon vor Saisonbeginn wurde ein Funkverbot eingeführt, bei dem die Kommunikation seitens Kommandostand ins Fahrzeug verboten ist. Einzig sicherheitsrelevante Informationen dürfen den Fahrern mitgeteilt werden. Die Piloten dürfen frei funken und mit ihrem Team sprechen, wann immer sie wollen.

Wo ist mein Pitboard?

Nach drei Veranstaltungen 2017 hatten sich sowohl Teams als auch Fahrer einigermaßen an die Funkstille gewohnt. Doch seit dem Rennwochenende am Norisring gelten verschärfte Bedingungen für die Boxentafel. Zuvor war diese als einziges Kommunikationsmittel zugelassen, um den Fahrern Informationen über Platzierungen und Rundenzeiten zu geben. Seit dem vergangenen Wochenende ist das ebenfalls verboten, da die Teams den Piloten in Ungarn auf den Boxentafeln die Zielzeiten angezeigt hatten, die sie einhalten müssen. Natürlich in Geheimsprache.

Für die Fahrer war die Situation in Nürnberg neu, dass beim Vorbeifahren an der Boxenmauer eben kein Pitboard mehr rausgehalten wurde. BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt enthüllt, dass sich dabei kuriose Szenen am Kommandostand abgespielt haben. "Es war interessant am Funk mit den neuen Regeln. Die Fahrer funkten ständig: 'Ich sehe mein Pitboard nicht! Wo ist mein Pitboard?'", verrät er.

Als die Piloten auf eine Antwort von ihrem Ingenieur warteten, herrschte Stille am Teamfunk. "Das Pitboard kann auch nur raus, wenn 'Box' draufsteht. Da du jetzt nicht reinkommen sollst, war kein Pitboard draußen. Aber das darfst du dem Fahrer natürlich nicht sagen", erklärt Marquardt und fügt schmunzelnd hinzu: "Das sorgt an der Boxenmauer schon für einen gewissen Entertainment-Faktor, nachdem über den Funk sowieso nicht mehr viel zu hören ist. Da muss man sich schon auf die Zunge beißen, denn der Drang, darauf zu antworten, ist schon da."

Ja zum Funkverbot

Im Cockpit der Autos gibt es ein Dashboard, auf dem die Fahrer verschiedene Informationen erhalten. Doch das müsse man in Ruhe gemeinsam besprechen, welche Daten darauf angezeigt werden sollen, so Marquardt. Eine Anzeige der noch verbleibenden Runden ist möglich. Doch bei einer Verkürzung des Rennens wie am Samstag auf dem Norisring, bei dem zwei Einführungsrunden vor dem Start absolviert wurden und eben diese zwei Runden von der Gesamtrenndauer abgezogen wurde, müsste das Dashboard kurzfristig von außerhalb umprogrammiert werden. Dies sei aber nicht so einfach.

Noch ist das verschärfte Funkverbot ungewohnt, doch prinzipiell ist der BMM-Motorsportchef ein Befürworter der Funkstille. "Die Absicht dahinter ist, dass die Fahrer das Rennen fahren und nicht die Strategen im Hintergrund sich verschiedene Szenarien überlegen und eingreifen", sagt er und ergänzt: "Wenn man das erreicht, bin ich der Letzte, der sagt: 'Das brauchen wir nicht!'. Die Fahrer haben deutlich mehr zu tun. Aber wenn die Rennen dadurch für die Zuschauer nachvollziehbarer und spannender werden, dann sollten wir das auch beibehalten."

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