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Ex-DTM-Chef kritisiert: Hersteller sehen nur eigenen Vorteil

28. Juli 2017 - 12:19 Uhr

Der ehemalige DTM-Boss Hans-Werner Aufrecht kritisiert die Hersteller in der DTM - Mercedes-DTM-Ausstieg kommt für ihn nicht überraschend

Marco Werner
Der Ex-DTM-Boss Hans-Werner Aufrecht übt Kritik an den DTM-Herstellern
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Mit seinem nach ihm benannten Unternehmen HWA ist Hans-Werner Aufrecht jahrzehntelang für den Einsatz der DTM-Fahrzeuge von Mercedes verantwortlich. Mehr als 30 Jahre war der 78-Jährige als DTM-Boss für die deutsche Tourenwagenserie tätig. Im März wurde Aufrecht von Gerhard Berger als neuen Vorstandsvorsitzenden der DTM-Dachorganisation ITR abgelöst. Nach dem am Montagabend verkündeten DTM-Ausstieg von Mercedes Ende 2018 übt der Schwabe nun Kritik an den Herstellern.

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"Der Ausstieg von Mercedes aus der DTM kommt für mich nicht überraschend. Wenn man Ohren hat, dann hört man, dass das DTM-Engagement immer wieder hinterfragt worden ist", sagt Aufrecht gegenüber der 'Deutschen Presse-Agentur (DPA)'.

Schon am Rande des DTM-Saisonfinales 2015 hätten sich die Vorstände der drei Hersteller getroffen und über die Themen Kostenreduzierung, Effizienz und Produktverbesserung in der DTM diskutiert. "Es hat sich seither aber leider nicht viel bewegt", klärt der ehemalige DTM-Verantwortliche auf.

Lob für Gerhard Berger

Seinem Nachfolger in der ITR-Chefetage Gerhard Berger macht Aufrecht jedoch keinen Vorwurf. Vielmehr sieht er das Problem bei den Herstellern, die ihre eigenen Ziele über die der Rennserie stellen. "Gerhard ist erst seit März dieses Jahres in verantwortlicher Position. Er hat bisher aus meiner Sicht einen super Job gemacht", lobt Aufrecht.

Er ergänzt: "Das Problem ist wie bei mir: Die Hersteller haben keine Kraft, sich zu einigen. Sie sehen nur ihren eigenen Vorteil. Mit dem Sport haben sie wenig am Hut."

Nach dem DTM-Ausstieg von Mercedes muss sich HWA für die Zeit nach 2018 ein anderes Bestätigungsfeld im Motorsport suchen. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff äußerte bereits Absichten, das künftige Formel-E-Engagement gemeinsam mit dem langjährigen Partner HWA anzugehen. "Bei der Formel E muss man dabei sein. Mir liegt aber vor allem die Zukunft meiner Mitarbeiter am Herzen. Die HWA AG prüft und bereitet sich seriös darauf vor, dass wir uns da einbringen können", sagt Aufrecht.

Kooperation mit WTCC?

Auf die Frage, ob er am Rande der Formel-E-Veranstaltung in New York mit FIA-Präsident Jean Todt über die geplante Reform der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) mit dem möglichen Class-One-Reglement, das die Verantwortlichen in der DTM entwickelt haben, gesprochen hat, antwortet der HWA-Gründer ausweichend: "Über dieses Konzept zu sprechen, ist noch zu früh. Gut Ding will Weile haben."

Nach einem klaren Nein klingt das allerdings nicht. Gut möglich, dass die beiden schwächelnden Tourenwagenserien sich zusammentun, um gemeinsame Sache zu machen und den Fortbestand des Tourenwagensports zu sichern.

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