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Das Leid der Kurzarbeiter

25. August 2012 - 09:06 Uhr

Sind Neuling BMW und die teilweise formschwache Audi-Truppe durch die verkürzte Trainingszeit am Freitagnachmittag besonders benachteiligt?

Dirk Werner
Geduld war gefragt: Dirk Werner musste warten - viel warten
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Wenn der Otto Normalverbraucher an einem Freitagnachmittag früh Feierabend machen darf, ist das gewöhnlich ein Anlass zu guter Laune. DTM-Piloten allerdings sind in dieser Hinsicht alles andere als durchschnittlich, wie der gestrige Tag in Zandvoort zeigte. Nach dem Boxenstopp-Unfall von Ralf Schumacher fiel fast die Hälfte der 90 Minuten Freien Trainings ins Wasser. "Das ist nicht einfach für mich, weil ich noch nicht das Gefühl habe, dass ich mich ausreichend auskenne mit dem Auto", schnauft Dirk Werner im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Der BMW-Rookie, für den 2012 einige Dinge Neuland sind, weiß: "Es gibt in der DTM nicht viel Trainingszeit." Und die nutzen die Teams am Freitag in der Regel für die Vorbereitung auf den Sonntag, allen voran mit Longruns.."Jetzt haben wir eine Mischung gemacht: ein bisschen Rennen und ein bisschen Qualifying", erklärt Bruno Spengler das Notprogramm, das bei Schnitzer lief, und kündigt an, am Samstag jede Zeit zu nutzen, um irgendwie an Fahrpraxis zu kommen.

Fehlende Longruns sprechen für Strategie-Split

Ist es für BMW als neue Marke ein besonderes Problem? "Ja, mit Sicherheit", bemerkt Werner und denkt schon an das Rennen. "Es ist eine Überlegung wert, die Strategie zu splitten, weil man eigentlich die Erfahrungswerte braucht." Denn am Samstag Vormittag alles nachzuholen, was am Freitag nicht erledigt werden konnte, klappt nicht. Und wollte Miguel Molina alles besser machen, was ihm nicht glückte - der Audi-Pilot müsste wohl noch eine Woche Zandvoort dranhängen.

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Molina erwischte einen rabenschwarzen Tag, wie er 'Motorsport-Total.com' sagt: "Einfach merkwürdig. Erst fiel die erste Session fast komplett aus, dann hatte ich im zweiten Abschnitt ein Problem und konnte nicht die ganze Zeit fahren. Wir haben einige Dinge ausprobiert, die nicht gut funktioniert haben." Resultat: 22. und Letzter. Dabei könnte auch Audi argumentieren, die Vorbereitungszeit dringender zu benötigen als die anderen Marken, schließlich lief es in der ersten Saisonhälfte alles andere als rund.

Regen würde alle Erkenntnisse relativieren

Dass zwischen den Piloten und dem A5 an einem Rennwochenende deshalb besonders ausgiebiges Beschnuppern angesagt ist, glaubt Molina nicht: "Das hat nichts mit Vertrauen oder Selbstbewusstsein zu tun. Wir sind uns darüber im Klaren, dass der Wagen am Anfang der Saison auf einem Niveau war, mit dem wir nicht gerechnet hatten", erklärt der Spanier, der spätestens seit dem Magny-Cours-Test Fortschritte erkennt. "Jetzt versuchen wir, das Auto zu verbessern, das hat gut geklappt."

Dennoch fällt auf: In der wenigen verbleibenden Zeit am Freitag bestimmte Mercedes das Tempo und fuhr mit vier Autos unter die Top 5 - die Marke also, die schon im bisherigen Saisonverlauf weitgehend die Referenz war. Aussagekräftig sind die Zeiten aber nur, solange es in Zandvoort trocken bleibt. Einige Wetterprognosen besagen das Gegenteil, Spengler spricht von der "vielleicht einzigen trockenen Session". Werner erinnert: "Sollte es regnen, wäre alles, was passiert ist und nicht passiert ist, nicht so wichtig."

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