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Schumacher: "Traue mir keine Prognose zu"

24. April 2012 - 11:24 Uhr

Mercedes-Star Ralf Schumacher hofft in der neuen Saison auf weitere Podestplätze - Steht die DTM 2012 vor einem Zuschauerboom?

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher rechnet mit einem großen Interesse an der "neuen DTM"
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die offizielle DTM-Präsentation am vergangenen Wochenende in Wiesbaden hat noch einmal deutlich unterstrichen, dass die Fans den Start der neuen Saison herbeisehnen. Über 70.000 Menschen besuchten den Event nach offiziellen Angaben. "Die DTM hat einen kompletten Neustart. Ich hoffe, dass wir das an den Zuschauerzahlen sehen werden", kommentiert Ralf Schumacher das große Interesse zum Start in die neue Ära.

Die Veranstalter spüren die neue Spannung, die die DTM versprüht. Die Rückkehr von BMW und die neuen Autos aller drei Hersteller verleihen der Szene einen enormen Schub. Im Rahmen einer Umfrage von 'Motorsport-Total.com' gaben 47,61 Prozent der über 4.000 Teilnehmer an, dass sie 2012 ein DTM-Rennen vor Ort verfolgen werden, 16,79 Prozent planen sogar den Besuch von mehreren Rennen. Nur 35,61 Prozent der Umfrageteilnehmer verfolgen das Geschehen aus der Distanz.

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Diese Euphorie schlägt sich auch im Vorverkauf für die Saison 2012 nieder. Die Organisatoren des Saisonauftaktes in Hockenheim haben bereits jetzt über 50.000 Tickets verkauft. Eine solche Zahl hatte man seit Jahren nicht erreicht. Auch die Veranstalter der anderen DTM-Läufe des Jahres verspüren das gesteigerte Interesse. In Spanien verzeichnet man Zuwächse, das TV überträgt die Rennen der Landsleute Miguel Molina und Roberto Merhi live.

"Keiner weiß etwas, die Spannung ist da", freut sich Schumacher auf den Start in seine fünfte DTM-Saison mit Mercedes. "Jeder Hersteller geht davon aus, dass er der beste ist. Das muss man aber erstmal abwarten. Das ist noch komplizierter als in der Formel 1. Ich bin da noch nicht ganz durchgestiegen. Wenn einer Freitags eine Sekunde zurück ist, dann ist er später mal wieder vor den anderen. Ich würde mir keine Prognose zutrauen."

"Die Zielsetzung ist für mich die gleiche wie im Vorjahr: Ich will wieder in Richtung Podest kommen und auf dem Niveau der Teamkollegen sein", schildert der frühere Formel-1-Star. Schumacher muss sich an seinen HWA-Teamkollegen Gary Paffett, Jamie Green und Christian Vietoris messen lassen. Ob er sich gut schlägt, schauen sich beim Saisonauftakt am kommenden Wochenende unter anderem auch Bruder Michael Schumacher und dessen Formel-1-Teamkollege Nico Rosberg an.

"Die Autos sind etwas einfacher zu fahren, weil es mehr mechanischen Grip gibt. Die Gangwechsel erfolgen nun über die Wippenschaltung. Daher glaube ich, dass sich die Neuen auch etwas leichter tun werden", meint Ralf Schumacher. "Die Autos werden zum Ende hin deutlich leichter und die Strecke hat zum Schluss mehr Grip. Die Rundenzeiten werden dann besser. Ich gehe davon aus, dass wir am Rennende richtige Sprints und auch Überholmanöver erleben werden."

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