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Priaulx: "Wir sollten über DRS nachdenken"

03. April 2012 - 18:00 Uhr

Der BMW-Pilot ist von der Professionalität der DTM angetan, sorgt sich aber um die Action auf der Strecke - Fahren spannend, Zuschauen weniger?

Andy Priaulx
Vorfreude pur: Priaulx kann es kaum noch erwarten, in der Startaufstellung zu stehen
© Pacepix.com

(Motorsport-Total.com) - In der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) war Andy Priaulx Zweikämpfe Tür an Tür, Spiegel an Spiegel und Stoßstange an Stoßstange gewohnt. Nach dem ITR-Testtag auf dem Hockenheimring fühlt sich der 37-jährige Brite von seiner neuen sportlichen Heimat, der DTM, eher an den von der Aerodynamik geprägten Formelsport erinnert als an Tourenwagen-Racing. Dennoch ist die Vorfreude auf den Saisonstart groß.

Frage: "Andy, du bist ein erfahrener Tourenwagenfahrer. Wie ist es, zu Beginn einer neuen Ära in die DTM einzusteigen?"
Andy Priaulx: "Es ist sehr aufregend. Ich bin seit zehn Jahren bei BMW und starte jetzt in ein neues Projekt. Ich fühle mich wie ein Neuling - und mir gefällt das. Es motiviert mich sehr. In eine Ära des Tourenwagensports aufzubrechen ist sehr aufregend. Die DTM ist im Moment der richtige Platz."

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Frage: "Was sind die grundlegenden Eigenschaften des BMW M3 DTM?"
Priaulx: "Es war großartig, den BMW M3 DTM zu einem DTM-Auto werden zu sehen. Verglichen mit dem, was ich bisher gefahren bin, ist das Fahrzeug viel aerodynamischer und hat viel mehr Motorleistung. Natürlich ist das Reglement für uns alle noch komplett neu. Das Auto fühlt sich für meinen Geschmack an wie ein Monoposto, was eine Menge Fahrspaß bedeutet. Es ist sehr schnell und ich freue mich auf die Qualifying-Sessions."

Das Beste erwarten, mit dem Schlimmsten rechnen

Frage: "Was sind die Ziele für das erste Rennen?"
Priaulx: "Das Ziel von BMW ist sehr hoch angesetzt. Sie wollen von Beginn an wettbewerbsfähig sein. Ich denke, das ist möglich. Wir wissen aber auch um die Erfahrung der anderen Hersteller und werden die Aufgabe daher nicht unterschätzen. Sie ist sehr schwierig. Wir haben die Leute und die Fähigkeiten, um das Ziel zu erreichen und freuen uns darauf."

"Es kann alles passieren."
Andy Priaulx

Frage: "Was erwartest du von dir persönlich im ersten Rennen?"
Priaulx: "Sehr schwierig. Das Beste von mir erwarten und mit dem Schlimmsten rechnen. Es kann alles passieren - das ist Motorsport auf hohem Niveau. Es gibt da keinen Unterschied zur WTCC und allen anderen Serien, in denen ich gefahren bin: Ich versuche einfach, mein Bestes geben und die maximale Leistung aus mir herauszuholen. Hoffentlich reicht das, um weit vorne zu stehen. Aber wir werden sehen."

Frage: "Weißt du schon, was auf der DTM-Präsentation in Wiesbaden passieren wird?"
Priaulx: "Noch nicht. Ich habe aber von meinen Teamkollegen gehört, dass es ein großes Event werden soll. Ich freue mich darauf, die Boxenstopps und die Fans zu sehen. Es wird sicher eine große Feier. Ich kann es gar nicht mehr abwarten, dort zu sein."

Hilft die GT-Erfahrung in der Boxengasse?

Frage: "Wie schwierig ist es, sich mit dem System für das Qualifying vertraut zu machen?"
Priaulx: "Es ist alles neu für mich, aber wir haben das in einigen Tests simuliert und ich hoffe, dass ich beim ersten Rennen damit vertraut bin. Es ist aber nicht zu kompliziert, was mir gefällt. Natürlich gibt es einige DTM-spezifische Dinge, aber am Ende des Tages ist es doch so: das Qualifying ist der Schlüssel und es geht um eine gute Runde in jeder Session. Die gesamte Leistung an einem Wochenende zusammenzubringen, ist für einen Rennfahrer eine ganz normale Sache. Ich freue mich auf die Rennen mit den Boxenstopps. Im vergangenen Jahr bin ich viele ALMS- und GT-Rennen gefahren - eine gute Übung. Jetzt müssen wir das Ganze in drei Sekunden erledigen, was für das Team noch mehr eine Herausforderung ist als für den Fahrer."

Frage: "Es heißt, es dauere einige Rennen, um sich an die Boxenstopps zu gewöhnen. Stimmt das?"
Priaulx: "Ja, aber wir haben trainiert. Ich hoffe nur, dass ich vor der richtigen Garage halte. Wir haben eben noch nicht in der Hitze des Gefechts - also im Rennen - gearbeitet, wenn fünf Autos vor dir sind und sich das Safety-Car auf der Strecke befindet. Das gilt für jeden. Wir sind gut organisiert, können das Beste aus unseren Möglichkeiten machen. BMW hat viel Erfahrung im Motorsport, war aber rund 20 Jahre nicht mehr in der DTM aktiv. Wir sind die Neuen und hoffen, zeigen zu können, das wir bereit sind."

Frage: "Was ist für dich persönlich das Besondere an der DTM?"
Priaulx: "Das Auto ist stark von der Aerodynamik abhängig. Also fast wie ein Formel-Auto. Das dürfte das Fahren sehr spannend machen, weil es schnell ist. Das Racing könnte weniger spannend sein. In der WTCC konnten wir im Windschatten fahren, so Zeit und Positionen gutmachen. Wir sollten in der Zukunft über DRS oder Ähnliches in der DTM nachdenken. Das Niveau der Meisterschaft ist sehr hoch, höher als ich gedacht habe. In vieler Hinsicht ähnelt es dem der Formel 1, gerade, was die Professionalität betrifft. Vom Fahrerstandpunkt aus gesehen ist es wirklich eine der besten Meisterschaften. Ich kann es kaum noch abwarten."

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