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Paffett gewinnt den Saisonauftakt

29. April 2012 - 15:17 Uhr

Mercedes bärenstark: Gary Paffett siegt beim Auftakt in Hockenheim vor Jamie Green und Mattias Ekström - Viel Kleinholz und erste Punkte für BMW

Gary Paffett
Gary Paffett eröffnete die Saison mit einem Sieg für Mercedes
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Herrliches Wetter, volle Tribünen, viele Duelle und tolle Überholmanöver - beste Werbung zum Auftakt in die neue Ära der DTM. Die 71.000 Fans am Hockenheimring bekamen am Sonntag ein spannendes erstes Saisonrennen präsentiert. Der große Sieger war Mercedes. Gary Paffett und Jamie Green fuhren einen sicheren Doppelsieg für die Stuttgarter ein. Mattias Ekström (Audi) konnte das Tempo nicht mitgehen und wurde Dritter. Die ersten Punkte für BMW holte Andy Priaulx als Sechster.

Beim Start hatte sich Ekström zunächst an der Spitze halten können. Dahinter machte Green jedoch sofort viel Druck. BMW-Mann Dirk Werner fiel von Rang drei hinter Edoardo Mortara, Paffett und Mike Rockenfeller zurück. Bei der Anfahrt auf die Haarnadelkurve dann die erste wilde Attacke von Ralf Schumacher: Der Ex-Formel-1-Pilot räumte Audi-Mann Timo Scheider ab, der wenig später aufgeben musste.

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"Das Auto war sehr stark beschädigt", berichtet der enttäuschte Scheider. "Erst habe ich von Ralf einen bekommen, nachher meinte der Merhi etwas Autoscooter fahren zu müssen. Ich dachte, alle würden es etwas cleverer machen. Da müssen sich noch einige Leute etwas Gedanken machen. Es macht so keinen Sinn und keinen Spaß." Der zweimalige Champion legt nach: "Ich weiß nicht, ob bei manchen der Winter zu lag war und da noch Schnee auf dem Hut liegt."

Diese Sätze waren vor allem in Richtung Schumacher gerichtet, der sich in der Folge weitere Aktionen solcher Art leistete. In Runde drei stürzte der Mercedes-Star die Konkurrenz von BMW ins Unglück. Schumacher beschädigte die Autos von Bruno Spengler und Dirk Werner. "Er hat 50 Meter zu spät gebremst und ist in Dirk hinein. Dadurch gab es einen Stau", so Spengler. "Durch sein Manöver habe ich mein Rennen verloren. Ich hatte von einem ehemaligen Formel-1-Piloten mehr Fairness erwartet."

Viel "Autoscooter" in Hockenheim

Während auch Audi-Neuling Adrien Tambay sein erstes DTM-Rennen wegen deutlicher Schäden am neuen A5 beenden musste, trat Schumacher eine fällige Durchfahrtsstrafe an. Den HWA-Star bremste dies nur wenig. Im weiteren Rennverlauf konnte sich Schumacher vor den Augen seines Bruders Michael noch bis auf Platz sieben nach vorne arbeiten: Viele Punkte geholt, aber wenig Freunde gemacht. Wenig Freude hatte Martin Tomczyk. Der amtierende Champion krachte mit Roberto Merhi zusammen.

"Die ersten Runden war ich Passagier", beschreibt der BMW-Neuzugang die wilden Aktionen zu Beginn. "Ich wollte mich heraushalten, habe aber in jedem Eck einen mitbekommen. Schade, es wäre mehr drin gewesen. Vielleicht waren alle etwas übermotiviert." Von sechs BMW-Piloten mit guten Aussichten blieb am Ende nur noch einer übrig: Andy Priaulx. Der Brite schaffte es, sich aus dem Schlamassel herauszuhalten. Mit gutem Renntempo sicherte er auf Platz sechs die ersten BMW-Punkte.

"Wenn mir vor dem Wochenende jemand Platz sechs angeboten hätte, dann hätte ich sofort zugestimmt. Wir waren wirklich überrascht, dass wir so gut dabei sind. Es war ein guter Start für BMW in die DTM", so Priaulx. "Die ersten Runden waren wie ein WTCC-Rennen. Nach meinem ersten Stint war ich mittendrin im Feld. Es hat aber Spaß gemacht, auch wenn Überholmanöver wirklich schwierig sind." Die Markenkollegen Augusto Farfus, Joey Hand und Dirk Werner beendeten das Rennen außerhalb der Punkte.

Bei Mercedes gab es hingegen nur wenig Probleme für die Topleute. Jamie Green hatte sich bereits nach fünf Runden an Mattias Ekström vorbeigearbeitet, Gary Paffett zog direkt hinterher. Es folgte anschließend beim ersten Stopp das große Duell der beiden Briten. Der führende Green absolvierte seinen ersten Reifenwechsel in Runde 13, Paffett folgte eine Runde später. Die beiden fuhren anschließend Seite an Seite durch einige Kurven, bevor sich Paffett durchsetzen und fortan davonziehen konnte. Bis zum Ziel keine Probleme.

Mercedes-Speerspitzen ohne Probleme

"Der Start von Platz sechs war nicht perfekt", berichtet der Sieger, "aber ich kam recht schnell an den Audis vorbei. Wir waren schneller als die. Anschließend machte ich Jagd auf Jamie, den ich dann schnappen konnte. Mein erster Stopp war besser. Es gab ein tolles Tür-an-Tür-Duell, bei dem ich mich durchsetzen konnte. Ich war heute etwas schneller als Jamie. Toll, dass wir in solch dominanter Manier das erste Rennen des Jahres gewinnen konnten."

"Wir wollten beide nichts Dummes machen", sagt Green über das Duell zwischen Kurve zwei und der Spitzkehre. "Wir haben schon viele Duelle ausgefochten und wir vertrauen uns diesbezüglich. Er war tatsächlich etwas schneller am heutigen Tage. Daher konnte er sich dann etwas absetzen." Green sicherte schließlich Platz zwei locker ab. "Es wäre nett gewesen, hier zu gewinnen. Aber mit Platz zwei habe ich auch einen soliden Start ins Jahr erwischt. Wir dürfen stolz auf das sein, was wir erreicht haben."

Stolz darf Mercedes nach dem 100. DTM-Doppelsieg vor allem auf den starken Rennspeed sein. "Das Tempo von Mercedes war beeindruckend", sagt Mattias Ekström, der im Ziel fast 20 Sekunden Rückstand hatte. "Ich hatte immer etwas Probleme auf der Bremse. Schon nach ein oder zwei Runden war mir klar, dass die anderen schneller sind. Jamie hat verdammt viel Druck gemacht. Mit ist dann ein Fehler in Kurve zwei unterlaufen. Er konnte vorbeiziehen und auch Gary zog dann etwas später hinterher."

"Wir sind heute erstmals bei solch warmen Bedingungen gefahren. So ganz optimal sind eben noch nicht alle darauf eingestellt", analysiert Ekström die Probleme von Audi im Rennen. Der Schwede war nicht rundherum glücklich, aber auch nicht am Boden zerstört. "Platz drei ist nicht schlecht. Ich bin sicher, dass ich im Verlauf der Saison noch einige harte Duelle gegen Gary und Jamie austragen werde", platziert Ekström sofort eine Kampfansage.

BMW zieht positive Bilanz

Hinter den Podestplätzen boten Mike Rockenfeller und Christian Vietoris über viele Runden ein starkes Duell um Platz vier. Letztlich setzte sich der Mercedes-Junior gegen den Phoenix-Audi-Mann durch. "Mike und Vietoris haben den Fans ein tolles Duell geboten. Das hat Spaß gemacht", freut sich Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. Der Österreicher notierte am Ende nicht nur Punkte für Ekström und Rockenfeller, sondern auch für Miguel Molina und Filipe Albuquerque auf den Plätzen neun und zehn.

"Ein begeisternder Start" sei das erste Rennen der neuen Ära gewesen, meint Ullrich. Amtskollege Norbert Haug stimmt zu. "Die neue Serie ist ein Hammer", so der Mercedes-Sportchef. "Ich hatte beim Test das Gefühl, dass wir ein gutes Paket haben. Aber wir hatten einen solchen Erfolg nicht erwartet. Das kann am Lausitzring schon wieder anders aussehen. Soll keiner denken, dass Mercedes jetzt von Sieg zu Sieg eilen kann."

"Es bleibt nicht viel Zeit für Änderungen an den Autos. Wir müssen uns aber im Qualifying verbessern. Wenn unser Rennspeed im Vergleich so gut bleibt, dann dürfen wir aber auf weitere gute Ergebnisse hoffen", sagt Sieger Paffett. BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt bilaziert: "Wir hatten ein gutes Wochenende. Mit unserem Erfolg im Qualifying hatten wir nicht gerechnet. Es war uns klar, dass das Rennen etwas anders wird. Unsere Rundenzeiten waren gut und konstant. Hoffentlich bekommen wir die Autos pünktlich zum Rennen in der Lausitz alle wieder hin. In den kommenden fünf Tagen haben wir viel Arbeit vor uns."

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