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Marquardt: "Das ist ein Motivationsschub"

30. April 2012 - 12:25 Uhr

BMW-Motorsportchef blickt auf das erste DTM-Wochenende zurück - Dirk Werners Vorstellung war für ihn keine Überraschung

Joey Hand, Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor)
Jens Marquardt blickt zufrieden auf den DTM-Auftakt zurück
© BMW

(Motorsport-Total.com) - DTM-Neueinsteiger BMW hat beim Saisonauftakt einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. In der Qualifikation fuhren vier der sechs M3 unter der Top 10, im Rennen fehlte das nötige Glück, sodass nur Andy Priaulx den Speed des Autos unter Beweis stellen konnte. Im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' zieht BMW-Motorsportchef Jens Marquardt ein Fazit der ersten Rennwochenendes, antwortet auf die Frage, wie das Rennen ohne Ralf Schumacher verlaufen wäre und erklärt, warum die Leistung von Dirk Werner für ihn keine Überraschung war.

Frage: "Herr Marquardt, erst einmal Gratulation zu dem schönen Wochenende. Am Samstagabend haben Sie sich wahrscheinlich noch einmal das Ergebnis durch den Kopf gehen lassen und dabei was gedacht?"
Jens Marquardt: "Ich hätte nie erwartet, dass wir das hier so umsetzen können. Vier Autos in den Top 10 war wirklich ein Riesen-Ergebnis. Für mich war allerdings klar: Das Rennen ist ein neues Spiel, das war uns allen klar. Aber wir haben einen guten Schritt gemacht."

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"Wir wissen, dass unser Auto ein gutes Potenzial hat, das haben wir auch am Rennspeed gesehen. Andy hat einen super Job gemacht, ist das Rennen sauber nach Hause gefahren. Wir haben natürlich Themen, bei denen wir noch ein wenig nachlegen müssen, wo wir operativ noch besser werden müssen. Aber es wäre ja nicht die DTM auf diesem Top-Niveau, wenn es bei einem Neueinsteiger aus dem Stand in allen Bereichen auf dem gleichen Niveau wie bei den arrivierten Herstellern funktionieren würde."

Frage: "Was ist bei Dirk Werner am Start passiert? War das ein technisches Problem oder Unerfahrenheit mit stehenden Starts?"
Marquardt: "Das weiß ich ehrlich gesagt noch nicht, das müssen wir uns ansehen und mit Dirk reden, wie er es gesehen hat. Sein Start war sicherlich nicht ideal, aber auch das ist ein Bereich, in dem wir dazulernen müssen. Aber ich bin mir sicher, das werden wir genau so schaffen, wie wir alles andere angegangen sind."

Frage: "Wie wäre das Rennen ohne Ralf Schumacher ausgegangen?"
Marquardt: "Da muss ich in die Glaskugel schauen (lacht). Ich habe keine Ahnung, es ist auch völlig egal. Das ist Motorsport, am Start ist es immer eng, alle müssen durch die ersten Kurven kommen. Wir haben auf der Geraden gesehen, dass unser Auto eine gute Geschwindigkeit hat. Bruno hat zu einem schönen Überholmanöver angesetzt, welches er leider nicht umsetzen konnte. Es war natürlich ungeschickt, dass Dirk Werner auch noch in Mitleidenschaft gezogen wurde. Aber so ist es im Rennen!"

Frage: "Bei Andy Priaulx erkannte man den Rennspeed über die gesamte Distanz. Nichts gegen Andy, aber man könnte daraus schließen, dass Bruno Spengler auf die Distanz gesehen noch einen Hauch schneller gewesen sein könnte. Wenn Sie spekulieren würden: Wo hätte es von seiner Position aus hingehen können? War der Speed beispielsweise genau so gut wie der der Audi, hätte er an Ekströms Heck bleiben können oder vielleicht sogar davor?"

Marquardt: "Das ist schwierig zu sagen. Mit Bruno waren wir in einer guten Position, auch was die Reifen betrifft. Er hatte einen ganz neuen Satz und einen, auf dem er nur wenige Runden gefahren war. In sofern war es eine gute Ausgangsposition, aber Hypothesen bringen nichts. Am nächsten Wochenende sind wir in der Lausitz, da müssen wir wieder angreifen und werden sehen, wie wir dort unterwegs sind."

Frage: "Am Lausitzring wurde auch schon getestet, genau wie hier in Hockenheim. Lässt sich schon einschätzen, in wieweit sich das Kräfteverhältnis aufgrund der Streckencharakteristik anders darstellen könnte?"
Marquardt: "Der Lausitz-Test war sehr früh im Entwicklungsprogramm. Hockenheim war der letzte Test, da waren die Autos schon fast auf dem Stand wie heute beim Rennen. Daher kann man das nicht direkt vergleichen."

"Aber natürlich haben wie einige Daten, die wir in der Vorbereitung auch verwenden werden. Ansonsten müssen wir das Fahrzeug aufgrund der Daten vom Freitag weiterentwickeln. Ich denke, das gesamte Wochenende hier, alles was wir gelernt haben, sei es der Umgang mit dem Auto oder den Reifen, mit denen wir viele Longruns fuhren, ist sehr hilfreich in Vorbereitung auf den Lausitzring."

Frage: "Wäre Ihnen eine etwas längere Pause jetzt lieber?"
Marquardt: "Für mich persönlich waren die vergangenen Wochen zwar auch sehr stressig, aber vor allem für unsere Mitarbeiter wäre mir eine etwa längere Pause lieber gewesen. Die sind schon sehr strapaziert. Sie haben auch hier am ganzen Wochenende sehr lange gearbeitet, teilweise bis in die frühen Morgenstunden. Denen würde ich gerne eine Auszeit gönnen."

"Durch den Feiertag am Dienstag nutzen viele den Montag als Brückentag, das können unsere Leute nicht wahrnehmen. Daher ist es schade für die Mannschaften. Aber das positive Fazit, welches wir nach diesem Wochenende ziehen können, ist ein Motivationsschub. Sie werden die Autos bis zum Lausitzring wieder vorbereiten, aber nach dem Rennen werden sie ein bis zwei Tage verschnaufen, was sie sich mehr als verdient haben."

Frage: "Eine Frage noch zu Dirk Werner. Sie agieren mit großen Namen wie Bruno Spengler und Martin Tomczyk, haben die beiden Top-Fahrer aus der WTCC geholt, und ausgerechnet ein Dirk Werner, der vergleichsweise unbekannt ist, fährt im Qualifying auf Platz drei. Waren Sie überrascht oder muss man bei Dirk immer mit solch einer Leistung rechnen?"

Marquardt: "Wir bei BMW haben den Vorteil, dass wir Dirk etwas besser kennen. Wir haben sehr viele Daten von ihm und viele Erfahrungen aus den anderen Serien, in denen er für uns gefahren ist. Wir haben ihn im vergangenen Jahr in der American-Le-Mans-Series und bei den Tests intensiv beobachtet, und die Entscheidung für ihn ist sehr bewusst gefallen. Und dieses Wochenende hat bestätigt, dass wir auch damit, wie bei vielen anderen Punkten, eine gute Entscheidung getroffen haben."

Frage: "Also war es keine Überraschung?"
Marquardt: "Nicht so sehr."

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