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Farfus: "Alle dürfen stolz sein"

18. April 2012 - 15:58 Uhr

Augusto Farfus geht in wenigen Tagen in seine erste DTM-Saison - Der Brasilianer über die Fortschritte mit dem BMW und die Freundschaften in der Szene

Augusto Farfus
Neues Gesicht: Augusto Farfus startet 2012 im belgischen BMW-Team RBM
© BMW

(Motorsport-Total.com) - Augusto Farfus hat in seiner Motorsport-Karriere schon viel erlebt, aber nun kommt etwas ganz Neues: die DTM. Der Brasilianer wechselte gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten Andy Priaulx von der WTCC in die Szene. Farfus war es, der dem neuen M3 das Laufen auf der Strecke beibrachte. Beim ersten Rollout in Aschheim und beim ersten Test mit dem brandneuen Auto in Oschersleben saß jeweils "Gustl" hinter dem Steuer.

"Das Auto hat sich enorm weiterentwickelt. Man kann aber nicht sagen, wo wir stehen", sagt Farfus. "Sicher ist aber, dass alle bei BMW alles gegeben haben. Es gab Nachtschichten und enormen Aufwand von allen. Ich habe es noch nie erlebt, dass eine Gruppe von so vielen Fachleuten mit solcher Leidenschaft und Konsequenz gemeinsam an einem Projekt gearbeitet hat. Egal, welche Plätze wir beim Auftakt auch belegen werden: Es dürfen alle stolz auf sich sein."

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"Für mich ist es natürlich ganz besonders. Immerhin war ich vom ersten Moment an mittendrin. Ich durfte die allerersten Runden mit dem DTM-Auto auf unserem Testgelände und in Oschersleben fahren", sagt der emotionale Brasilianer, der in Monaco wohnt. "Wenn ich mir nun anschaue, wo wir damals waren und wo wir jetzt sind, dann sage ich nur: Wow!"

In zehn Tagen beginnt die DTM-Action mit den ersten Trainings auf der Strecke in Hockenheim. BMW wird gegen Audi und Mercedes kämpfen, im Lager der Müncher wird es auch um die interne Hackordnung gehen. "Das sind alles gute Jungs und keiner macht schlechte Stimmung oder führt etwas Böses im Schilde. Es tritt auch keiner als der große Star auf und meint, er wäre der Beste von allen", beschreibt Farfus die Stimmung im Kader von BMW.

"Natürlich wird es im Verlauf der Saison mal knifflige Situationen geben: Ich will Bruno überholen, er dann wieder mich und vielleicht auch noch Joey und Dirk - was weiß ich", sagt der 28-Jährige aus Curitiba. "Ich komme mit Andy natürlich besonders gut zurecht. Er ist eine ehrliche Haut. Wir kennen uns seit sieben Jahren und hatten in all der Zeit auch mal schwierige Momente. In der WTCC haben wir heftige Kämpfe ausgefochten. Aber wir haben uns bestens kennengelernt und wir respektieren einander als Fahrer und als Mensch."

Farfus wird 2011 gemeinsam mit Andy Priaulx für das Team RBM von Bart Mampaey starten. "Bei der Fitnesswoche haben wir uns alle besser kennenlernen können. Lustig war es mit Dirk Werner, der auch ein kleines Baby hat. Unsere beiden Kids haben dann zusammen gespielt", sagt Farfus, dessen Tochter Victoria genauso alt ist (elf Monate) wie Werners Sohnemann Henri. "Das war ein richtig schöner Anblick, so etwas mag ich. Auf einem solchen Weg wächst ein Team wirklich zusammen."

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