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DTM 2012: Zweifel an der Leistungsdichte

02. April 2012 - 12:13 Uhr

Audi, BMW und Mercedes sind sich bezüglich der Hackordnung in der neuen DTM-Saison unsicher: Erfolgsballast bleibt Thema, Neu-Homologation im Gespräch

Gary Paffett
Gary Paffett gab beim Test in Hockenheim schon reichlich Gas
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - In Hockenheim sind die letzten DTM-Testfahrten vor dem Saisonauftakt an gleicher Stelle am Ende des Monats gestartet. Bei den Probefahrten sind erstmals auch Fans und Medien willkommen. Die Sportchefs der drei Hersteller Audi, BMW und Mercedes nutzten diese Bühne am Montagmorgen, um unisono auf einen "spektakulären Start einer neuen Ära" hinzuweisen. Unterdessen drehten viele Piloten ihre Runden auf dem Hockenheimring.

"Wir zeigen noch nicht alles und die anderen tun dies auch nicht", spricht Audi-Piloten Rahel Frey im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' Klartext. Die bisherigen gemeinsamen Testfahrten waren das, was im britischen Fachjargon als "Sandbagging" bezeichnet wird. Es geht bis heute um Täuschen und Vertuschen. Die Karten werden erst am Rennwochenende Ende April in Hockenheim auf den Tisch gelegt. Bis dorthin stochern alle im Nebel.

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"Keiner von uns weiß, wie groß die Leistungsdichte zu Beginn sein wird. Ich habe den Eindruck, dass es eng zugehen wird, aber eine Garantie gibt es dafür nicht", so Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Sein BMW-Amtskollege Jens Marquardt stimmt zu: "Ich weiß es auch nicht. Meine Einschätzung derzeit ist, dass es eng ist. Es ist schwierig, aus den Tests wirklich konkret etwas herauszulesen." Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich stimmt dem ebenso zu.

Fahren alle drei Hersteller auf dem gleichen Niveau, dann ist die DTM-Welt bestens in Ordnung. Aber was passiert, wenn einer hinterherhinkt? Für diesen Fall wird derzeit nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' vorgebeugt. Eine Regelung zum Erfolgsballast wird zunächst nicht im Reglement stehen, bleibt aber im Falle des Falles ein Thema. Noch interessanter: Unter gewissen Voraussetzungen könnte ein Hersteller das Auto umbauen und neu homologieren.

"Eines klar: Mit mehr Herstellern und mehr Autos wird es insgesamt breiter. Und jeder möchte in dieser Breite auf der richtigen Seite sein", sagt Audi-Sportchef Ullrich zum Thema mögliche "Niveauregulierung". Diskutiert wird derzeit ein Konzept, wonach ein Auto dann verändert werden dürfte, wenn es in den ersten vier Rennen nicht mindestens einmal auf Platz sechs oder besser rangierte. "Wenn wir alle ähnlich gut gearbeitet haben, dann ist es eine gute Entscheidung, jetzt alles erst einmal laufen zu lassen", meint Ullrich.

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