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Phoenix-Audi: Aufschlussreiche Rollenspiele

11. März 2012 - 13:27 Uhr

Die Phoenix-Mannschaft, die 2011 Martin Tomczyk auf dem Weg zum DTM-Titel unterstützte, bereitet sich auf die neue Saison vor: Teammitglieder am R8-Steuer

Die Audi R8 LMS von Phoenix erlebten einige neue Chauffeure am Steuer
© Phoenix Racing

(Motorsport-Total.com) - Wenn der Azubi in die Rolle des Fahrzeugingenieurs schlüpft, Mechaniker Budgetpläne erstellen, das Teammanagement an den Rennautos schraubt und die Damen aus der Buchhaltung Reifen wechseln, dann klingt das nach einer verkehrten Welt eines Rennteams. Für Phoenix waren diese Rollenspiele nur ein Teil eines abwechslungsreichen und intensiven Trainingscamps. Der Höhepunkt aber war für jedes Teammitglied, einmal selbst am Steuer eines Audi R8 LMS zu sitzen und halbwegs flotte Runden auf einer Rennstrecke zu drehen.

Mit dem prestigeträchtigen Sieg beim 12-Stunden-Rennen Bathurst ist Phoenix aus Australien zurückgekehrt, ein glänzender Saisonauftakt für das amtierende Meister-Team der DTM. Der Erfolg der Mannschaft um Ernst Moser kommt nicht von ungefähr. Es sind vor allem die Disziplinen Teamwork, Zuverlässigkeit und Schnelligkeit, mit denen das Team aus der Eifel zu überzeugen weiß. Der Grundstein für die Meister-Saison wurde bei einem Trainingscamp Anfang 2011 in den französischen Alpen gelegt, vor der 2012er-Saison reiste die 30-köpfige Mannschaft nach Südspanien, auf die Rennstrecke von Cartagena.

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"Dieses Trainingscamp war wirklich außergewöhnlich, einfach nur super", sprudelt es aus Teamchef Ernst Moser heraus. "Vor allem die Möglichkeit, sozusagen als Belohnung für die tolle Arbeit im vergangenen Jahr, selbst einen Audi R8 LMS zu fahren, war eine einmalige Erfahrung für jeden. Gerade die Rollenspiele haben das Verständnis für die Arbeit der anderen spürbar verbessert, haben den Zusammenhalt und das Teamgefühlt noch mehr gefördert."

Es war aber nicht alles Spaß, denn wie schon 2011 gehörten Seminare unter Leitung einer geschulten Moderatorin zum Trainingscamp, um Fehler aufzudecken und die Effizienz zu erhören. Auch schweißtreibende Übungseinheiten waren Bestandteil des Programms, um Kraft und Kondition zu tanken, speziell für die so wichtigen Boxenstopps eine Disziplin, in der Phoenix in der vergangenen Saison entscheidende Akzente setze. Apropos Boxenstopp: In Cartagena feierte das Team auch noch einmal den "Hankook Best Pit Stop Award", den Gewinn der Jahreswertung für den schnellsten Boxenstopp und das damit verbundene üppige Barbecue.

Rausch der Geschwindigkeit

Neben den Rollenspielen, die für manche Heiterkeit und auch Ernüchterung sorgte, weil so manche Tätigkeit doch nicht so einfach ist, wie sie von außen aussieht, sorgten vor allem die Fahraktionen für glänzende Augen bei allen Beteiligten. Mit Offroad-Motorrädern ging es ins Gelände, quer durch Flussbetten und hinauf ins Gebirge. Kondition und Konzentration, aber auch Mut waren hierbei gefragt. Mit für die Rennstrecke vorbereiteten Suzuki Swift drehten die Frauen und Männer von Phoenix dann ihre ersten Runden auf der Strecke von Cartagena. Bei dem einen schneller, bei dem anderen etwas langsamer entwickelte sich das Gefühl für die Ideallinie und für die Geschwindigkeit.

Wie es richtig geht, demonstrierten dann die Phoenix-Piloten Luca Ludwig und Christopher Haase am Steuer von zwei Audi R8 LMS. Einer nach dem anderen zwängte sich in den Beifahrersitz und staunte nicht schlecht, was mit einem solchen GT-Sportwagen möglich ist, wie sich die schiere Kraft aus 500 PS anfühlt, wenn man in den Sitz gepresst wird, oder wie es sich anfühlt, in den Sechspunkt-Gurt katapultiert zu werden, wenn die Profis hart aufs Bremspedal treten, zu einem Zeitpunkt, als der Mitfahrer längt den Glauben verloren hat, die nächste Kurve noch heil zu überstehen.

Das Mitfahren sorgte für den notwendigen Respekt, bevor jedes Mitglied des Phoenix-Teams selbst ins Volant der GT-Boliden greifen durfte - unter Anleitung und Kontrolle von Ludwig und Haase, die wagemutig auf dem Beifahrersitz Platz nahmen und einige kleine "Aha-Erlebnisse" wegstecken mussten. Die Augen leuchteten vor Freude und der Adrenalinschub war unverkennbar, wenn die Piloten dem engen Cockpit entstiegen. Alle waren sich einig: Ein atemberaubendes Erlebnis, Spaß pur, aber auch die Erkenntnis, dass die Profis in einer anderen Welt fahren und ihre Leistungen noch höher zu bewerten sind als zuvor.

Dieses einzigartige Renngefühl löste einen besonderen Motivationsschub aus und förderte das Team-Building bei diesem zweiten Phoenix-Trainingscamp umso mehr. "Es war eine tolle Zeit mit Spaß ohne Ende und gleichzeitig eine wichtige Vorbereitung auf eine anspruchsvolle Saison", so Teamchef Ernst Moser. "Wir freuen uns riesig auf die neue DTM."

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