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Tomczyk/Ekström: Ganz anders als bei Vettel/Webber

02. Juni 2010 - 17:48 Uhr

Die Formel 1 hat gezeigt, dass es zwischen Red-Bull-Kollegen auch krachen kann, doch Martin Tomczyk und Mattias Ekström haben bewiesen, dass es anders geht

Martin Tomczyk, Mattias Ekström
Mattias Ekström und Martin Tomczyk haben blindes Vertrauen zueinander
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der denkwürdige Crash zwischen den beiden Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber im Formel-1-Rennen am Sonntag in Istanbul ist auch in der DTM ein Gesprächsthema. Und auch in der DTM gibt es eine Red-Bull-Fahrerpaarung: Martin Tomczyk und Mattias Ekström, die beide seit Jahren eine Mannschaft bilden und auf ihren Abt-Audis für Erzeugnisse des österreichischen Getränkeherstellers werben.

Anders als bei Webber und Vettel lief es bei Tomczyk und Ekström bisher aber ohne teaminterne Crashs ab. Das liegt laut Tomczyk auch am engen Verhältnis zueinander. "Wir vertrauen uns wirklich beide blind", betont der Bayer. "Klar, wir sind natürlich damals vor zehn Jahren, beide als Youngster zu Audi und zu Abt gestoßen und haben zusammen sehr viel durchlebt und gelernt. Und dadurch ist dann auch das sehr enge Verhältnis auf der Rennstrecke gekommen."

Dadurch weiß auch jeder der beiden, was zu tun ist, wenn es einmal hart auf hart kommt. So wie in der Saison 2007, als Tomczyk und Ekström gegeneinander um den Titel gekämpft haben. "Wir waren beide Titelanwärter und da ist eigentlich die Chance immer groß, dass so etwas passieren kann", erinnert sich Tomczyk. "Aber ich glaube wir haben auch dort bewiesen, dass es auch anders geht. Und es ist zumindest für einen von uns beiden dann recht gut ausgegangen." Ekström holte damals seinen zweiten Meistertitel in der DTM.

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich erlebt an der Boxenmauer die Hakeleien auf der Strecke mit. Er wünscht sich natürlich nicht, dass es zu Crashs unter Teamkollegen kommt, ausschließen kann er es aber nicht: "Einen Kontakt zwischen zwei Teampartnern, der dann dazu führt, dass einer der beiden ausscheidet, das hat es bei uns auch schon gegeben", räumt er ein. Man erinnere sich an manche Kämpfe, die die Jahreswagenpiloten im vergangenen Jahr ausgefochten haben und bei denen sich auch durchaus Teamkollegen ins Gehege kamen.

"Was ich sagen kann ist, dass sich unsere Jungs alle sehr darauf konzentrieren, so etwas zu vermeiden", erklärt Ullrich. Er weiß aber auch: "In einem Feld, in dem die Performance so eng zusammenliegt wie in der DTM, ist eigentlich um jede Position ein harter Kampf zu erwarten." Er sei jedoch "sehr optimistisch, dass unsere Jungs alles dafür tun werden, um derartiges zu verhindern."

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