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Paffett: Endlich wieder konstant vorn

04. Juli 2009 - 14:22 Uhr

Gary Paffett hat in den ersten drei Saisonrennen gezeigt, dass er zu Recht wieder im Neuwagen sitzt - Mattias Ekström als stärkster Gegner im Audi-Lager

Gary Paffett
Titelchancen: Gary Paffett liegt derzeit auf Platz drei der Gesamtwertung
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zwei Jahre lang musste der 2005er-Champion Gary Paffett im Jahreswagen fahren, bevor er in dieser Saison endlich wieder in einen Mercedes-Neuwagen steigen durfte. Beim ersten Rennen auf dem Hockenheimring hatte er noch Pech - schon in der ersten Runde war nach einer Kollision Schluss. Der Konter folgte mit dem Sieg am Eurospeedway Lausitz. Nach drei Rennen ist Paffett Dritter der Gesamtwertung, nur drei Zähler hinter Gesamtleader Timo Scheider.

Es fühle sich großartig an, wieder in einem Neuwagen zu sitzen, sagte Paffett im Exklusivinterview mit 'Motorsport-Total.com': "Natürlich kann man auch in einem Jahreswagen gute Rennen fahren und tolle Wochenenden haben. Nur geht das nicht konstant bei jedem Rennen. In einem Neuwagen hat man - mal abgesehen von dem, was in Hockenheim passiert ist - immer das Paket, um zu gewinnen oder an der Spitze mitzufahren."

Paffett hatte sich schon in den vergangenen beiden Jahren mit Topleistungen im Jahreswagen für eine Rückkehr in die aktuelle C-Klasse empfohlen. Dennoch musste er im Winter bei Testfahrten erneut zeigen, dass er der Richtige für einen Aufstieg ist. "Man ist dann schon ein bisschen überrascht, wenn man sein Können erneut unter Beweis stellen muss. Aber beim Test im Winter wollte das Team offenbar prüfen, ob ich immer noch auf demselben Niveau fahre wie früher", erklärte der Brite. "Und nach ein paar Rennen hat sich jetzt sicher gezeigt, dass ich den Speed, die Konstanz und das rennfahrerische Können immer noch habe."

"Es hat sich jetzt sicher gezeigt, dass ich den Speed, die Konstanz und das rennfahrerische Können immer noch habe."
Gary Paffett

Audi-Pilot Timo Scheider ist der amtierende Champion und der aktuelle Tabellenführer. Doch auf die Frage, wen er im Lager der Ingolstädter als härtesten Konkurrenten betrachtet, nannte er Mattias Ekström: "Ich habe schon früher mit ihm um den Titel gekämpft und ich weiß, wie gut er ist. Damals hatte er seine Teamkollegen locker im Griff. In den letzten Jahren war er aus welchen Gründen auch immer nicht unbedingt in Topform. Aber in diesem Jahr ist es anders. Er hat in diesem Jahr bisher gezeigt, dass er dort im Team definitiv der schnellste Fahrer ist - und damit ganz klar für uns der schärfste Gegner."

Paffett hat sein Ziel erreicht und ist in den Neuwagen zurückgekehrt. Doch seinen Traum von der Formel 1 hat der McLaren-Testpilot auch noch nicht aufgegeben: "Wenn sich die Chance bieten würde, würde ich sie natürlich ergreifen. Man muss immer auf seine Chancen warten. Und während man das tut, muss man beweisen, dass man in der DTM ein guter Rennfahrer ist. Du musst Rennen gewinnen, damit die Leute auch daran glauben, dass du den Job machen kannst."

Das komplette Exklusivinterview mit Gary Paffett finden Sie ab morgen bei 'Motorsport-Total.com'. Darin blickt er auch noch einmal auf sein "Wechselbad der Gefühle" in den ersten Saisonrennen zurück, spricht über seine Rolle innerhalb des HWA-Teams, berichtet, wie er Ralf Schumacher hilft und verrät, warum er gern Deutsch lernen würde, aber keine Zeit dafür hat.

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